Baseball: Dornbirn Indians mit historischem Triumph im Europacup

Sport / 16.06.2019 • 23:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Als erstes österreichisches Team holten die Dornbirn Indians den Sieg im Baseball-Federationcup. Im rein österreichischen Finale wurde Meister Vienna Metrostars deklasssiert. Verein

Dornbirn Indians jubeln nach 19:1-Finalsieg über ersten österreichischen Triumph in einem europäischen Klubbewerb.

Karlovac Mitte September schnappten die Vienna Metrostars den Dornbirn Indians mit einem 4:2-Gesamtsieg in der Best-of-seven-Finalserie der Baseball League Austria (BLA) die nationale Krone auf der Zielgeraden weg. Knapp neun Monate später gelang den Indians auf europäischer Ebene nun die Revanche – mit einem überragenden 19:1-Erfolg im Endspiel des im kroatischen Karlovac ausgetragenen Federationcup zum ersten rot-weiß-roten Gesamtsieger in einen Klubbewerb im Europäischen Baseballverband. Der Federationscup ist hinter dem Championscup und dem CEB-Cup der dritthöchste internationale Bewerb für Vereinsmannschaften. Wolfgang Pschorr, Sportlicher Leiter der Indians und beim Federationscup selbst als Aktiver dabei: „Es war einfach eine unglaubliche Performance, die wir im Finale abgeliefert haben. Wir hatten die Metrostars vom ersten Inning an im Griff. Mit jedem gewonnenen Punkt ist unser Selbstvertrauen gestiegen und das der Gegner immer kleiner geworden. Wir haben uns regelrecht in einen Rausch gespielt und den Metrostars nicht den Funken einer Chance gelassen“, beschreibt Pschorr.

Rusty Thompson als MVP ausgezeichnet

Aus einer mannschaftlich extrem kompakt und fokussiert agierenden Indians-Equipe ragte Spielertrainer Rusty Thompson heraus. Der US-Amerikaner lieferte im Endspiel eine unglaubliche Leistung ab und wurde zusätzlich als wertvollster Spieler „MVP“ des gesamten Turniers ausgezeichnet.

Wir hatten vom ersten Inning an die Metrostars im Griff und haben uns in einen wahren Rausch gesteigert.

Wolfgang Pschorr, Sportlicher Leiter Dornbirn Indians

Nach der durchwachsenen Vorrunde waren die Indians als klarer Außenseiter ins Endspiel gegangen. Während die Metrostars vier ihrer fünf Gruppenspiele, darunter das Auftaktspiel mit 16:6 gegen die Indians, gewinnen konnten, musste Dornbirn mit drei Siegen und zwei Niederlagen bis zur letzten Partie um die Finalteilnahme bangen. „Nach der Niederlage im Startspiel gegen die Metrostars war klar, dass wir alles riskieren müssen. Doch wenn man am Ende den Siegerpokal in Händen hält, spielt es keine Rolle, welche Ergebnisse man zuvor erreicht hat“, so Pschorr.

Startplatz im CEB-Cup 2020

Verdienter Lohn neben dem historischen Coup ist die Teilnahme am CEB-Cup 2020. Davor wollen sich die Indians aber noch nach 1999 und 2003 ihre dritten BLA-Krone sichern.