Das nächste Kapitel in der Erfolgsstory

Sport / 23.06.2019 • 21:41 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Nach der sechsten EM-Goldenen halten Patrick Schnetzer (r.) und Markus Bröll nun bei insgesamt 15 Titelgewinnen bei WM, EM und im Gesamtweltcup. Schnetzer
Nach der sechsten EM-Goldenen halten Patrick Schnetzer (r.) und Markus Bröll nun bei insgesamt 15 Titelgewinnen bei WM, EM und im Gesamtweltcup. Schnetzer

Patrick Schnetzer und Markus Bröll zum sechsten Mal in Folge
Radball-Europameister.

Möhlin Bei der Radball-Europameisterschaft im schweizerischen Möhlin konnten die Höchster Patrick Schnetzer und Markus Bröll ihre weltweite Ausnahmestellung wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen. Der 25-jährige Schnetzer und der 32 Jahre alte Bröll sicherten sich zum sechsten Mal in Folge die kontinentale Krone.

An der Stelle, wo am 18. Jänner 2020 das Weltcupfinale über die Bühne geht und nur knapp 25 Kilometer entfernt von Basel, wo vom 6. bis 8. Dezember die Weltmeisterschaft ausgetragen wird, legte das erfolgreichste Radballduo der Gegenwart mit dem Gewinn des EM-Titels auch die Basis für den angestrebten vierten Grand Slam nach 2014, 2016 und 2018 mit Triumphen bei allen drei Großereignissen des Radballsports in einer Saison.

Nach drei Siegen mussten Schnetzer/Bröll zum Abschluss der Vorrundengruppe in Möhlin gegen die 2018-Weltmeister Bernd und Gerhard Mlady mit 3:4 die ersten Niederlage bei einer EM seit fünf Jahren hinnehmen. An der überlegenen Halbfinalteilnahme änderte das aber nichts. Parallel dazu konnten sich Kevin Bachmann und Stefan Feurstein (IG Sulz/Dornbirn) bei ihrem EM-Debüt mit zwei Siegen, einem Remis und einer Niederlage ebenfalls für die Vorschlussrunde qualifizieren.

Da beide rot-weiß-roten Mannschaften jeweils Zweiter in der Vorrunde wurden, kam es zu keinem direkten Duell der Trainingspartner um den Finaleinzug. Während Schnetzer/Bröll im Halbfinale die aufstrebenden Schweizer Benjamin und Severin Waibel mit einem 9:3-Erfolg klar auf Distanz hielten, mussten sich Bachmann/Feurstein, ihres Zeichens U-23-Europameister der letzten drei Jahre, gegen die Mlady-Cousins mit 4:7 geschlagen geben.

Klarer 8:2-Finalerfolg

In der Neuauflage der WM-Finalduelle der letzten beiden Jahre um die kontinentale Krone zeigten sich Schnetzer/Bröll dann aber wieder von ihr gewohnt starken Seite, ließen keinen Zweifel an der Rangordnung aufkommen und sicherten sich mit einem 8:2-Erfolg ihre sechste Goldene in Folge. Im Vergleich um Bronze mussten sich Bachmann/Feurstein mit 3:7 geschlagen geben.

Für Vorarlbergs Radballer war es die zwölfte Goldene bzw. die 22 Top-3-Platzierung (12/4/6) bei UEC-Championaten in diesem Jahrhundert. VN-JD

Radball Alle Vorarlberger Top-3-Platzierungen im Europacup seit 1990

Jahr Austragungsort Platzierung Verein

2019 Möhlin (SUI) 1. Patrick Schnetzer/Markus Bröll Höchst

2018 Wiesbaden (GER) 1. Patrick Schnetzer/Markus Bröll Höchst

2017 Darmstadt (GER) 1. Patrick Schnetzer/Markus Bröll Höchst

  2. Simon König/Florian Fischer Höchst

2016 Wallbach (GER) 1. Patrick Schnetzer/Markus Bröll Höchst

2015 Hardt (GER) 1. Patrick Schnetzer/Markus Bröll Höchst

  3. Simon König/Florian Fischer Höchst

2014  Dorlisheim (FRA) 1. Patrick Schnetzer/Markus Bröll Höchst

2013  Zlin (CZE) 1. Simon König/Florian Fischer Höchst

  3. Patrick Schnetzer/Markus Bröll Höchst

2012  Sindelfingen (GER) 2. Simon König/Florian Fischer Höchst

  3. Patrick Schnetzer/Dietmar Schneider Höchst

2011  Lauterbach (GER)  1. Simon König/Florian Fischer  Höchst

2010  Hechtsheim (GER)  3. Simon König/Florian Fischer  Höchst

2009  Wallbach (GER)  1. Simon König/Dietmar Schneider  Höchst

2008  Ludwigslust (GER)  1. Simon König/Dietmar Schneider  Höchst

  2. Martin Lingg/Markus Bröll  Dornbirn

2007  Steinfurth (GER)  3. Martin Lingg/Markus Bröll  Dornbirn

2006  Gent (BEL)  2. Simon König/Florian Fischer  Höchst

2003  Mosnang (SUI)  3. Reinhard Schneider/Andreas Lubetz  Höchst

2001  Höchst  1. Reinhard Schneider/Marco Schallert  Höchst

2000  Baesweiler (GER)  1. Reinhard Schneider/Marco Schallert  Höchst

1999  Velka Bites (CZE) 2. Reinhard Schneider/Marco Schallert  Höchst

  3. Andreas Bösch/Gernot Fontain Dornbirn

1998  Kulmbach (GER) 2. Reinhard Schneider/Marco Schallert  Höchst

  3. Andreas Bösch/Gernot Fontain Dornbirn

1997 St. Pölten 3. Andreas Bösch/Gernot Fontain Dornbirn

1995 Prag (CZE) 1. Harald und Andreas Bösch Lustenau

1994 Ostrava (Cze) 3. Harald und Andreas Bösch Lustenau

1993 Höchst  2. Reinhard Schneider/Marco Schallert Höchst

1992 Gent (BEL) 3. Reinhard Schneider/Marco Schallert Höchst

1991 Prag (CZE) 2. Manfred Schneider/Andreas Bösch  Höchst

1990  Pfungen (SUI) 2. Manfred Schneider/Andreas Bösch  Höchst