Ortlieb hört als Präsident des Skiverbandes auf, Hlebayna übernimmt

Sport / 24.06.2019 • 13:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ortlieb hört als Präsident des Skiverbandes auf, Hlebayna übernimmt
Der zukünftige und der scheidende Skiverbandspräsident: Walter Hlebayna und Patrick Ortlieb.

Wechsel an der Führungsspitze wird bei der morgigen Jahreshauptversammlung in Buch vollzogen.

Schwarzach Es kommt doch etwas überraschend: Patrick Ortlieb tritt morgen bei der 75. Jahreshauptversammlung in Buch nach fast neun Jahren an der Spitze des Vorarlberger Skiverbandes zurück. Nachfolger des 52-jährigen ehemaligen Ski-Asses und nunmehrigen Hoteliers wird der bisherige Sportdirektor Walter Hlebayna.

Drei Perioden sind um

Unter Ehrungen ist morgen bei der Jahreshauptversammlung unter anderem auch die Ernennung von Patrick Ortlieb zum Ehrenpräsidenten vorgesehen. „Ich habe gehört davon“, schmunzelt der Abfahrts-Olympiasieger von Albertville 1992 und Weltmeister in der Sierra Nevada 1996. Was implementiert: Ortlieb tritt von seinem Posten als Verbandschef zurück. „Das ist aber nichts Neues. Es war ausgemacht, dass ich drei Perioden zur Verfügung stehe. Alles flaut ab, es braucht neue Energien im Skiverband, ich selbst muss mich zeitlich für meinen Betrieb freispielen.“ Ob er auch im Nachfolgekarussell von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel eine Rolle spiele? „Ich weiß, die Spekulationen sind angeheizt. Aber das steht nicht im Raum“, gibt sich Ortlieb zurückhaltend. „Schröcksnadel ist so fit wie nie, er wird seinen Nachfolger zur gegebenen Zeit kundtun. Die Diskussionen stellt sich nicht, da große Entscheidungen im Internationalen Skiverband, darunter die Vergabe der Alpinen WM an Saalbach, anstehen.“

Im Rückblick ist für Ortlieb wichtig, einen „gesunden Verband zu hinterlassen. Die Leute, die weiterarbeiten, können sich auf den sportlichen Bereich konzentrieren und müssen sich nicht groß an Rechnungen abarbeiten.“

Sportdirektor in Doppelfunktion

Hlebayna wird von der Vollversammlung des VSV als Nachfolger Ortliebs vorgeschlagen. „Es ist mit den Bezirken und Talschaften so abgesprochen“, sagt der scheidende Präsident. Hlebayna, einst Trainer von Hermann Maier im Salzburger Skiverband und auch Chef der Schweizer Skiherren, ist seit Jahren in Lech sesshaft. Der 53-Jährige gebürtige Salzburger ist seit 2015 Sportdirektor des Skiverbandes und wird das Präsidentenamt vorerst in Doppelfunktion mit seiner bisherigen Tätigkeit ausüben.