Jetzt fehlt in der OÖC-Ausbeute nur noch eine Goldene

Sport / 25.06.2019 • 19:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Judo-Nationaltrainer Patrick Rusch aus Bregenz und der Hohenemser Schützen-Bundestrainer Wolfram Waibel freuten sich über Medaillengewinne ihrer Schützlinge. ÖOC
Judo-Nationaltrainer Patrick Rusch aus Bregenz und der Hohenemser Schützen-Bundestrainer Wolfram Waibel freuten sich über Medaillengewinne ihrer Schützlinge. ÖOC

Schützen holen Silber und Judokas Bronze in Mixedteambewerben bei den Europaspielen.

Minsk Die Medaillenausbeute desrot-weiß-roten Aufgebots bei den noch bis Sonntag dauernden zweiten Europaspielen in Minsk hat sich auf vier verdoppelt. Die Sportschützen Franziska Peer (T) und Bernhard Pickl (NÖ) holten im Kleinkaliber-Mixedbewerb liegend Silber, die Judokas durften im Mixed-Teambewerb über Bronze jubeln. An den Tagen davor hatten sich Daniel Auer im Rad-Straßenrennen und Judoka Stephan Hegyi in der Klasse über 100 kg jeweils Bronze gesichert.

Beide Medaillen am fünften Tag gelangen damit in vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) forcierten Mixedbewerben, wobei sich die Erfolgsdisziplin von Peer/Pickl aber nicht unter den drei in Tokio 2020 erstmals im Sommerspiele-Programm stehenden Mixedkonkurrenzen der Schützen befindet. Sehr wohl der Teambewerb der Judokas, in dem sich die Österreicher davor nicht besonders hervorgetan hatten. Nun haben sie mit Rang drei bei den Europaspielen auch EM-Bronze ergattert. ÖJV-Bundestrainer Patrick Rusch nach dem 4:2-Sieg gegen die Niederlande im Kampf um Bronze: „Eine historische Medaille für den Verband. Im Teambewerb haben wir das letzte Mal vor 30 Jahren, 1989 in Wien mit den Damen, eine EM-Medaille geholt.“ Per Skype war der 2008- Olympia-Zweite Ludwig Paischer einer der ersten Gratulanten.

Für Hegyi war es die zweite Medaille binnen 24 Stunden, womit er aktuell der Erfolgreichste des 57-köpfigen ÖOC-Teams ist. Davor hatte die ÖJV-Riege mit einem 4:2 Teameuropameister Deutschland besiegt, ehe ein 1:4 gegen Weißrussland folgte. In der Hoffnungsrunde wurde mit einem 4:1 gegen Serbien die Podestchance gewahrt. Neben Reiter und Hegyi waren weiters Sabrina Filzmoser, Bernadette Graf, Michaela Polleres, Marko Bubanja, Shamil Borchashvili und Daniel Allerstorfer im Einsatz.

Medaille absolut verdient

Bereits am Vormittag waren Franziska Peer und Bernhard Pickl im Kleinkaliber-Liegendbewerb mit 412,5 Ringen als Fünfte der Qualifikation in das Finale der Top-Acht-Teams eingezogen. Mit konstant starken Leistungen setzte das ÖSB-Duo bei der im K.-o.-Modus ausgetragenen Entscheidung seinen Erfolgsrun fort und wurde erst im letzten Durchgang von den Schweizern Nina Christen und Jan Lochbihler mit 209,5:206,6 Ringen bezwungen. „Dieser Medaillengewinn war absolut verdient. Beide Schützen waren extrem stabil und haben sich gegen Weltklasseteams durchgesetzt. Das kann sich wirklich sehen lassen“, betonte Nationaltrainer Wolfram Waibel jun.

Nicht von Erfolg gekrönt war dagegen der erste Vorarlberger Auftritt bei den Europaspielen 2019. Freistilringer Johannes Ludescher (23), der vor vier Jahren in Baku den 17. Platz belegte, unterlag im Auftaktkampf der 125-kg-Klasse dem Armenier Andranik Galstyan mit 1:3 (4:6). Zur Pause lag Ludescher, der am Ende Zehnter wurde, mit 4:2 vorne.

Heute absolviert Ringerin Florine Schedler in der 53-kg-Klasse ihr Debüt auf der großen Bühne. Auftaktgegnerin der 20-jährigen Wolfurterin ist die EM-Dritte Nina Hemmer aus Deutschland. VN-JD

Nach Rang 17 bei der Premiere 2015 belegte KSK-Klaus-Ringer Johannes Ludescher bei den Europaspielen in Minsk den zehnten Platz in der 125-kg-Klasse.GEPA
Nach Rang 17 bei der Premiere 2015 belegte KSK-Klaus-Ringer Johannes Ludescher bei den Europaspielen in Minsk den zehnten Platz in der 125-kg-Klasse.GEPA