Als Aerodynamiker im Mercedes­-Team

28.06.2019 • 20:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Philipp Brändle kümmert sich am ersten Trainingstag um das Hamilton-Auto.Noger
Philipp Brändle kümmert sich am ersten Trainingstag um das Hamilton-Auto.Noger

Philipp Brändle ist ehemaliger Schüler der HTL Rankweil.

Spielberg Wenn das Mercedes- Formel-1-Team von Erfolg zu Erfolg eilt, ist das auch ein Mitverdienst eines Vorarlbergers. Die Rede ist von Philipp Brändle aus Klösterle. Der 32-jährige ehemalige HTL-Schüler in Rankweil ist beim F1-Team als Repräsentant für die Aerodynamik-Abteilung im Werk zuständig. Als Trackside Aerodynamicist kümmert er sich an der Rennstrecke mit einem Acht-Mann-Team, der Aero Performance Group, um die Aerodynamik der F1-Boliden von Hamilton und Bottas beim GP-Wochenende in der Steiermark. Die Teammitglieder erfassen die Oberflächengüte und die Oberflächengenauigkeit, aber auch alle Details hinsichtlich Sensorik und Elektronik. Dabei werden die Lasten der Aerodynamik gemessen. Diese Daten wiederum liefern wichtige Aufschlüsse ins Werk, wo eine 150 Mann starke Aerodynamik-Abteilung arbeitet.

Den Job bei Mercedes teilt sich Brändle derzeit mit zwei weiteren Kollegen, weshalb sich seine Reisetätigkeit auch in Grenzen hält. „So können wir an den GP-Wochenenden wechseln.“ Für den Vorarlberger ist allerdings mit dem GP-Rennen in Singapur Schluss. Dann wird Brändle das Weltmeisterteam verlassen und den elterlichen Betrieb, einen erfolgreichen Sportartikelhandel in Zürs am Arlberg, übernehmen. MNO

Zur Person

Philipp Brändle

Eine baldige Hochzeit ist beim Trackside-Aerodynamicist in Planung.

Geboren 1. Oktober 1986

Ausbildung HTL Rankweil für Telekommunikationstechnik/Elektronik; TU München, Luft- und Raumfahrttechnik mit Vertiefung auf Aerodynamik und Regelungstechnik

Familie verlobt, ein Kind