Knowle bescheinigt Novak Top-50-Potenzial

01.07.2019 • 17:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Vorarlberger Julian Knowle (links) hält Dennis Novak (rechts), für den er seit Kurzem als Touring-Coach in seiner Box sitzt, für Höheres auf der ATP-Tour berufen.ApA, GEPA
Der Vorarlberger Julian Knowle (links) hält Dennis Novak (rechts), für den er seit Kurzem als Touring-Coach in seiner Box sitzt, für Höheres auf der ATP-Tour berufen.ApA, GEPA

Der Touring-Coach hält viel von seinem Schützling Dennis Novak.

London Mit dem Einzug in den Hauptbewerb von Wimbledon hat Julian Knowle seinen ersten großen Erfolg in der noch kurzen Zeit als Touring-Coach von Dennis Novak erzielt. Am Dienstag gilt es für den zweitbesten Österreicher in der Tennis-Weltrangliste, in der ersten Runde des einzigen Grand-Slam-Turniers auf Rasen gegen Marton Fucsovics zu bestehen. Knowle warnt vor dem Ungarn, hält aber grundsätzlich auch sehr viel von seinem neuen Schützling: „Dennis ist von seinen spielerischen Möglichkeiten schon ein sehr kompletter Spieler“, lobte der Vorarlberger Novak. Allerdings müsse das Können je nach Kontrahent besser auf den Platz gebracht werden. „Es geht darum, dass man gegen verschiedene Gegner die richtigen Taktiken auslotet“, erklärte Knowle. „Wenn man Dennis da dann gewisse Dinge sagt, hat er die Möglichkeit, das auch auszuführen, weil er die auch kann.“

Die kleinen Dinge des Lebens

Es seien nur Kleinigkeiten, mit denen der Auftritt Novaks effektiver und besser gestaltet werden kann. Diese würden aber den großen Unterschied ausmachen. Knowle: „Wann spiele ich den oder den Ball, wann gehe ich drauf. Mit dem richtigen Konzept kann man sich einiges erleichtern, wenn man dann gegen die Leute richtig spielt. Ich glaube, dass ich da halt recht gute Erfahrung habe, weil ich selber extrem lange den Sport betrieben habe.“

Novak konnte das nur bestätigen. „Julian bringt extrem viel Erfahrung mit. Er weiß, wie es abgeht auf der Tour. Er ist der richtige Mann für mich“, ließ der 25-Jährige an der Richtigkeit seiner Auswahl keinen Zweifel. „Er ist taktisch sehr gut, was auch seine Stärke als Spieler war. Er kann die Gegner gut lesen und mich gut auf die Matches vorbereiten.“ Für ebendiese Vorbereitung auf Wimbledon blieben aber nur drei Tage.

Denn in der Woche vor der Wimbledon-Qualifikation spielte sich Novak bis ins Finale des Rasen-Challengers von Ilkley durch, verlor dieses nach Vergabe eines Matchballs. Schon am Tag darauf musste der gute Freund von Dominic Thiem in der ersten Quali-Runde antreten. Thiem war da als Zuschauer dabei und sah den ersten von insgesamt drei Siegen in Folge. Novak: „Es war sehr hart für mich, nach dem verlorenen Finale gleich wieder auf den Platz zu gehen.“

Für Knowle hat das Novak ausgezeichnet hinbekommen: „Das war das Schönste: Zu sehen, wie er sich am Montag präsentiert hat und das angenommen hat.“

Beim Auftreten auf dem Platz gibt es für Knowle keine Entschuldigung. „Das ist ein Thema, auf das ich ein Hauptaugenmerk lege“, erläuterte der 45-Jährige. „Wenn er die Präsenz so konstant bringt, spricht für mich nichts dagegen, dass er in die Top 50 kommen kann. Es ist nicht so, dass er dafür einen Atomlauf braucht. Er kann sein Können konstanter abrufen, nur muss er sich die Möglichkeiten dazu geben.“