Frankfurts Bobic und seine Baustellen

Sport / 02.07.2019 • 18:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Frankfurt-Trainer Adi Hütter (49) startet heute mit seiner Mannschaft in die Vorbereitung.afp
Frankfurt-Trainer Adi Hütter (49) startet heute mit seiner Mannschaft in die Vorbereitung.afp

Trainer Adi Hütter startet heute mit seiner Mannschaft in die Vorbereitung.

Frankfurt/Main Die Kontrolle der Leistungstests zu Wochenbeginn überließ Adi Hütter seinen Assistenten. So verpasste der Trainer von Eintracht Frankfurt den Medizincheck von Neuerwerbung Erik Durm. Hütter wird den Zustand seiner Schützlinge erst beim Trainingsauftakt heute in Augenschein nehmen und sich den Medien stellen. Die Reporter werden dem Vorarlberger dabei wohl ein Loch in den Bauch fragen – nicht nur wegen des 27-jährigen Durm.

Nur noch Haller ist da

Schließlich müssen die Hessen als erster Bundesligist in drei Wochen bei ihrem Pflichtspiel-Auftakt ran, bis dahin gibt es noch jede Menge zu tun. Ganz oben auf der To-Do-Liste stehen die Personalien. Eine davon ist die Verpflichtung Durms. Der 27-jährige Weltmeister von 2014, der zuletzt beim englischen PL-Absteiger Huddersfield Town unter Vertrag stand, soll heute präsentiert werden. Auch der Transfer des kroatischen Vizeweltmeisters Ante Rebic (25) für 40 Millionen Euro zum zehnmaligen spanischen Meister Atlético Madrid steht bevor. Allerdings muss der Halbfinalist der vergangenen EL-Saison die Hälfte der Ablöse an die Fiorentina abtreten. Das war der Deal mit den Italienern, als Rebic vor zwei Jahren für lediglich zwei Millionen Euro nach Frankfurt kam.

Da der serbische Senkrechtstarter Luka Jovic (21) bereits für die Frankfurter Rekordsumme von 70 Millionen Euro zum spanischen Rekordmeister Real Madrid transferiert wurde, würde vom „magischen Dreieck“ nur noch Sebastien Haller übrig bleiben. Doch auch der 25 Jahre alte Franzose steht bei anderen Klubs hoch im Kurs.

Ein Kommen und Gehen

Geholt hat die Eintracht bisher den serbischen U21-Nationalspieler Dejan Joveljic (19), den Schweizer Nationalspieler Djibril Sow (22) und mit Rodrigo Zalazar einen 19-jährigen Mittelfeldspieler aus Uruguay. Wesentlich schwieriger werden die Verpflichtungen von Nationaltorwart Kevin Trapp, Verteidiger Martin Hinteregger und Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Alle drei waren in der vergangenen Spielzeit Leistungsträger – aber nur ausgeliehen.

Auf der anderen Seite werden sich zahlreiche Profis auf dem Trainingsplatz tummeln, die den Klub verlassen sollen (unter anderem Nicolai Müller, Felix Wiedwald, Marc Stendera und Daichi Kamada). In dieser unübersichtlichen Gemengelage müssen Sportvorstand Fredi Bobic, Sportdirektor Bruno Hübner und Hütter den Überblick bewahren.

Qualifikation wartet

Am 25. Juli beginnt die Spielzeit der Frankfurter in der zweiten Qualifikationsrunde der Europa League. Gegner ist entweder der estnische Rekordmeister FC Flora Tallinn oder Serbiens Vizemeister FK Radnicki Nis. In die Höhe geht es für die Profis im ersten Trainingslager ab Sonntag in der Schweiz. Dort werden Bobic, Hübner und Hütter nach den Einheiten wieder die Köpfe zusammenstecken. Denn nicht nur der Europacup will geplant sein.