Mit großen Ambitionen

Sport / 02.07.2019 • 22:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bei der Tour de France will Patrick Konrad einen Top-Ten-Gesamtplatz.afp
Bei der Tour de France will Patrick Konrad einen Top-Ten-Gesamtplatz.afp

Patrick Konrad nimmt nach Platz drei bei der TdS die Tour de France voller Selbstvertrauen in Angriff.

Wien Im Trikot des Staatsmeisters und nach dem dritten Platz in der Tour de Suisse voller Selbstvertrauen nimmt Patrick Konrad am Samstag die Tour de France in Angriff. Der Siebte des Giro d‘Italia 2018 ist im Bora-Team so wie der Deutsche Emanuel Buchmann für die Gesamtwertung vorgesehen. Ein Top-Ten-Platz im wichtigsten Radrennen des Jahres ist das erklärte Ziel.

Erstmals seit den Zeiten des Teams Gerolsteiner zu Beginn des Jahrtausends setzt ein Rennstall beim Saisonhöhepunkt auf drei Österreicher. Team-Manager Ralph Denk hat große Erwartungen in sein Duo für das Gesamtklassement, Konrad soll an die Leistung und die Platzierung im Giro 2018 anschließen. Während der 27-jährige Niederösterreicher auf den 21 Etappen (3476 km) ins Rampenlicht fahren will, sind seinen Kollegen Lukas Pöstlberger und Gregor Mühlberger Helferaufgaben zugedacht. Marco Haller startet zum vierten Mal für das Katjuscha-Team, das diesmal voll auf Etappenerfolge setzt.

Kletterspezialist optimistisch

Konrad hat im Vorfeld seines zweiten Tourstarts nach 2016 auch die für ihn selbst wichtige Bestätigung seiner starken Form geliefert. Dem Podestplatz in der Schweiz folgte am vergangenen Sonntag der erste ÖRV-Meistertitel. „Nach dem Tour-de-Suisse-Podium fahre ich mit rausgestreckter Brust zur Tour“, erklärte Konrad. „Und mit dem Meistertrikot zu fahren, macht mich stolz.“

Konrad erwartet Ineos mit Vorjahressieger Geraint Thomas und Egan Bernal auch ohne den verletzten Vierfach-Gewinner Christopher Froome als dominierende Mannschaft. Der Kletterspezialist ist aber optimistisch, dass er trotz großer Konkurrenz das gesteckte Ziel erreicht. „Es ist viel möglich, das Traumszenario wäre, dass Buchmann und ich weit vorne mitfahren.“ Konrad schloss auch nicht aus, selbst die Initiative zu ergreifen. „Ich habe das Niveau, dass man sich was trauen kann, aber es darf keine Harakiri-Aktion sein.“

Ab der 6. Etappe beginnt die Tour

Die ersten Berge warten auf der 6. Etappe in den Vogesen, nach den Pyrenäen (Bergankunft auf dem Tourmalet/14. Etappe am Tag nach dem einzigen Einzelzeitfahren) fällt in der letzten Woche in den Alpen die Entscheidung. An den zwei Tagen vor der Zielankunft in Paris (28.7.) stehen die Bergankünfte in Tignes und Val Thorens auf dem Programm.

Die Dienste von Pöstlberger und Mühlberger sind an vielen Fronten gefragt. Pöstlberger, der Sieger der Giro-Auftaktetappe von 2017, soll sich um die Klassementfahrer, aber auch um Sprintstar Peter Sagan kümmern. Der dreifache Weltmeister will zum siebten Mal das grüne Punkte-Trikot. „Am besten wäre es, allen gleich gut zu helfen. Das wird eine Challenge“, sagte der 27-Jährige.

„Nach dem Tour-de-Suisse-Podium fahre ich rausgestreckter Brust zur Tour.“