Großer Ärger über Torjubel

Sport / 03.07.2019 • 23:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Alex Morgan beim „Tee trinken“.afp
Alex Morgan beim „Tee trinken“.afp

Alex Morgan feiert Siegtreffer gegen England mit geschmackloser Geste.

Lyon Geburtstagskind Alex Morgan hat die USA ins Finale der WM geschossen, mit ihrem Torjubel aber für Ärger in England gesorgt. Nach ihrem Treffer zum schließlich entscheidenden 2:1 im Halbfinale in Lyon ahmte die US-Starspielerin eine Teetrinkerin nach. Zwei Tage vor dem amerikanischen Unabhängigkeitstag erinnerte Morgan mit ihrer Geste an die Boston Tea Party im Dezember 1773, als die 13 nordamerikanischen Kolonien ein Zeichen gegen die britische Kolonialpolitik setzten. Englands Teamstürmerin Lianne Sanderson fand dies weniger lustig. „Sie kann feiern, wie sie will. Aber für mich ist das ein wenig geschmacklos“, sagte die aktuell als TV-Expertin arbeitende Juventus-Spielerin. Der offizielle Twitter-Account des US-Teams sprach von einer „Party wie 1776“. Die mit Nummer 13 stürmende Morgan habe die 13 Kolonien geehrt. Die bei Orlando Pride unter Vertrag stehende Angreiferin spielte die Szene nach dem Match herunter. „Ich wollte, dass es interessant bleibt. Ich weiß, dass Megan Rapinoe am besten feiert. Ich musste nachlegen“, sagte die 30-Jährige.

Zum dritten Mal in Folge im Finale

Besagte Rapinoe fehlte aufgrund von Oberschenkelproblemen, wie Trainerin Jill Ellis nach dem Spiel erklärte. Das Fehlen der rebellischen Spielerin hatte zuvor für Rätselraten gesorgt. Ellis wollte schon mit Blick auf das dritte US-WM-Finale in Folge kein Risiko eingehen.