Warum sich Matthias Maak eine Führungsrolle bei Fußball-Bundesligist Cashpoint SCR Altach zutraut

Sport / 04.07.2019 • 12:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ein Gespräch in lockerer Atmosphäre. Noch ist bei Altachs Neuen Matthias Maak (links) und Florian Jamnig nichts von allzu großem Pflichtspielstress zu spüren. STIPLOVSEK

„Ich bin so ein Typ“, sagt der 27-Jährige. Auch Florian Jamnig will Verantwortung übernehmen.

Altach Das Hotel Valavier in Brand, von Bergen umrahmt, versprüht edlen Wohlfühlcharme. Das strahlen auch die Spieler des Cashpoint SCR Altach aus, wenn Sie über die ersten Trainingswochen bzw. die bevorstehende Saison sprechen. Einer, der schon auf ein paar Profijahre zurückblicken kann, ist Matthias Maak. Gekommen von BL-Absteiger Wacker Innsbruck, wo er u. a. eine Saison mit Florian Jamnig zusammengespielt hat, will der Steirer das Seuchenjahr, das im Abstieg endete, hinter sich lassen. Einst hat er bei der Wiener Austria den Nachwuchs durchlaufen, dann hat der 27-jährige Innenverteidiger, wie Neo-Teamkollege Marco Meilinger, in Dänemark Auslandserfahrung gesammelt.

„Jeden Tag Gas geben und dem Trainer zeigen, dass man da ist.“

Matthias Maak, Spieler Cashpoint SCR Altach

Im Gespräch mit den VN sind das neue Umfeld, Verantwortungsbewusstsein und Erwartungshaltung ein Thema. Darüber spricht auch der gebürtige Innsbrucker Jamnig. Für den 28-jährigen Mittelfeldmann ist Altach nach dem LASK erst die zweite Profistation außerhalb von Tirol.

Verantwortung übernehmen

Maak Ich denke, ich bin so ein Typ, ich habe auch schon einiges erlebt. Wenngleich es in einer neuen Mannschaft anfangs nicht immer einfach ist. Das kommt mit der Zeit. Es macht jedenfalls schon riesig Spaß. Wichtig ist, ordentlich Gas zu geben, dann kann das Wort in der Kabine schon Gewicht bekommen.

Jamnig Kann ich mir gut vorstellen. Ich habe ja auch schon einiges miterlebt und möchte das an die jungen Spieler weitergeben und ihnen helfen, sich zu entwickeln. Ich habe das das auch in Innsbruck machen dürfen, wo es ganz gut geklappt hat. Jetzt freue ich mich auf die neue Aufgabe.

Abstiegssaison

Maak Es hat schon Zeit gebraucht, alles zu verdauen. Aber jetzt ist ein neues Kapitel aufgeschlagen. Und wie gesagt: Jeden Tag Gas geben und dem Trainer zeigen, dass man da ist.

Persönliche Zielsetzung

Jamnig In erster Linie möchte ich auf mehr Einsatzminuten kommen als in der Vorsaison (Anm. d. R.: 308 Minuten, ein Tor für den LASK). Dass dabei mehrere Faktoren eine Rolle gespielt haben, wissen viele nicht, es ist aber auch nicht so wichtig. Das ist Vergangenheit. Jetzt freue ich mich auf die neue Aufgabe und hoffe, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann, mit Altach eine erfolgreiche Saison zu spielen.

Draht zum Trainer?

Maak Schnell gefunden, ja. Er hat eine klare Linie. Ich habe das Gefühl, dass jeder gut mitzieht. Die Spieler, die schon länger hier sind, wissen, wie es abläuft. Für uns ist doch Neues dabei, aber wir haben ja noch drei Wochen Zeit. Von daher gibt es keine Probleme.
Jamnig Klar, es ist alles noch in der Findungsphase, alles hat erst angefangen. Allzu viel lässt sich deshalb nicht sagen. Ich denke, dass wir alle schon gut mitziehen, dass eine gute Grundstimmung in der Mannschaft herrscht. Dass es sich weiterentwickeln kann, ist nur logisch. Aber ich sehe uns diesbezüglich schon auf einem sehr guten Weg.