Das Leadertrikot im Visier

Sport / 05.07.2019 • 20:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der ehemalige Stundenweltrekordhalter Matthias Brändle strebt beim Prolog in Wels seinen ersten Tagessieg bei der Ö-Tour an. Verein
Der ehemalige Stundenweltrekordhalter Matthias Brändle strebt beim Prolog in Wels seinen ersten Tagessieg bei der Ö-Tour an. Verein

Matthias Brändle will beim Prolog der Österreich-Rundfahrt um Sieg mitmischen.

Wels Nach sechsjähriger Pause nimmt Matthias Brändle wieder an der Österreich-Radrundfahrt teil und hat sich gleich für den ersten Tag viel vorgenommen. „Das ist perfekt“, meinte der Hohenemser angesichts des als Auftakt angesetzten 2,5-km-Prologs in Wels. Da will sich der ehemalige Stunden-Weltrekordhalter erstmals das Führungstrikot der Ö-Tour sichern. Die Strecke sei schnell, für Zeitfahrspezialisten wie ihn aber etwas kurz, betonte der regierende und insgesamt vierfache Staatsmeister in Kampf gegen die Uhr. „Allerdings werden auch die Sprinter schnell sein und am Ende wird es bei der Entscheidung um den Tagessieg auf einen Sekundenkrimi hinauslaufen“, glaubt Brändle. „Ich habe in den letzten zwei Wochen gezielt darauf hintrainiert und an einem guten Tag kann ich gewinnen.“ Der 29-Jährige, seit dieser Saison beim Pro-Continental-Team Israel Cycling Academy unter Vertrag, hat heuer ein ähnliches Zeitfahren bei der Estland-Tour für sich entschieden.

Der Hohenemser, zum sechsten Mal in seiner Karriere bei der Ö-Tour dabei, ist mit acht Siegen (seine sechs ÖRV-Titel nicht eingerechnet) der erfolgreichste ÖRV-Profi. Nun will er seine Erfolgsbilanz ausbauen und hofft zusätzlich auf seine Chance mit einer Spitzengruppe auf einer anderen Etappe. Dafür würde er vom Team freie Fahrt bekommen. Doch eine Hauptaufgabe wird die Unterstützung für seinen belgischen Teamkollegen Ben Hermans sein, der seinen Vorjahressieg verteidigen will.

Team Vorarlberg Santic bereit

Neben Brändle will aus heimischer Sicht bei der über ingesamt 876,5 Kilometer und 16.322 Höhenmeter, verteilt auf sechs Etappen durch fünf Bundesländer, führenden 71. Landesrundfahrt auch das in Rankweil beheimatete Radteam Vorarlberg Santic wieder für Furore sorgen. Nach der bärenstarken Performance im Vorjahr und dem zweiten Rang in der Gesamt-Mannschaftswertung hat die Ländle-Equipe mit dem Dornbirner Daniel Geismayr die Nummer-eins-Position in der rot-weiß-roten Reihung zu verteidigen, als primäres Ziel gesetzt. VN-JD