Die Vorstufe auf dem Weg zu Olympia

05.07.2019 • 18:41 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Anna-Sophie Meusburger war als einzige bereits 2017 in Györ dabei.Verband
Anna-Sophie Meusburger war als einzige bereits 2017 in Györ dabei.Verband

Sieben heimische Nachwuchssportler für Europäische Olympische Jugendspiele (EYOF) 2019 in Baku nominiert.

Schwarzach Auf Initiative von Jacques Rogge, von 2001 bis 2013 Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und zum damaligen Zeitpunkt Präsident der Vereinigung der Europäischen Olympischen Komitees (EOC), wurden 1991 erstmals Jugendspiele durchgeführt. Das Europäische Olympische Jugendfestival (EYOF) ist das einzige europaweite Event in dieser Form und wird im Zweijahres-Rhythmus in nicht-olympischen Jahren sowohl im Sommer als auch im Winter ausgetragen. Die teilnehmenden Nachwuchssportler sind zwischen 13 und 18 Jahre alt.

Österreich hat seit 1991 abgesehen von den Winterspielen 2017 im türkischen Erzurum an allen Ausgaben teilgenommen, Vorarlberg war bei der Premiere vor 28 Jahren in Brüssel dabei und ist seit 2003 durchgehend sowohl bei Sommer- als auch Winterspielen dabei. Insgesamt waren bislang 45 Nachwuchssportler (30 Mädchen und 15 Burschen) bei Sommer- bzw. 38 (zwölf Mädchen und 26 Burschen) bei Winterspielen in zwölf verschiedenen Sportarten im Einsatz. Mit acht Goldenen, sieben Silbernen und sieben Bronzenen kann Vorarlberg auf eine mehr als stolze Ausbeute verweisen. Die Medaillen wurden allesamt bei Winterspielen gewonnen, im Sommer ist man noch ohne Top-3-Platzierung.

Mit Eiskunstläufer Viktor Pfeifer (2006 in Turin, 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi), Kunstturnerin Barbara Gasser (2012 in London) und Snowboarder Lukas Mathies (2014 in Sotschi) hat zudem ein Trio den Sprung von der EYOF-Bühne zu Olympischen Spielen geschafft.

ÖOC in sechs Sportarten vertreten

Für die 15. EYOF-Sommerspiele der Geschichte vom 20. bis 28. Juli in Baku, Hauptstadt von Aserbaidschan haben insgesamt 54 Aktive (24 Mädchen und 30 Burschen) die geforderte Norm des Österreichischen Olympischen Komitees erbracht und werden in den Sportarten Judo, Leichtathletik, Rad, Schwimmen, Tennis und Kunstturnen um Medaillen und Platzierungen kämpfen.

Drei Mädchen und vier Burschen

Vorarlberg ist bei den Spielen in Aserbaidschan mit drei Mädchen und vier Burschen vertreten. Bereits traditionell sind die Kunstturner mit von der Partie. Bei der 2019-Auflage werden Christina Wegscheider (Jg. 2002) von der TS Wolfurt und Elias Mayer (Jg. 2002) von der TS Satteins die Tradition der Aktiven der Vorarlberger Turnerschaft (VTS) bei EYOF-Spielen fortsetzen. Betreut wird das VTS-Duo von Landestrainer Daniel Rexa, zugleich der einzige Vorarlberger Trainer in Baku.

Der Vorarlberger Leichtathletikverband (VLV) wird durch Anna Mager (Jg. 2002) von der TS Bregenz-Vorkloster, Anna-Sophie Meusburger (Jg. 2002) vom Verein Im Wald läufts und Oluwatosin Ayodeji (Jg. 2003) von der TS Höchst vertreten. Die 16-jährige Meusburger aus Bezau, Schülerin am Sportgymnasium Dornbirn, war als einzige heimische Aktive bereits vor zwei Jahren mit dabei, unterbot im 3000-m-Lauf erstmals die Zehn-Minuten-Marke und lieferte mit einer Zeit von 9:58:65 Minuten und dem achten Rang eine erfreuliche Talentprobe ab.

Komplettiert wird das Ländle-aufgebot durch die Ringer Lukas und Pascal Lins (beide Jg. 2003) vom KSK Klaus.

Die traditionelle Einkleidung und der Kick-off-Event des ÖOC-Aufgebots erfolgt am 11./12. Juli in Spital am Pyhrn, der Abflug nach Baku erfolgt dann am 19. Juli.