Vom Wörthersee nach Hawaii

Sport / 05.07.2019 • 20:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Paul Reitmayr will seinen ersten Staatsmeistertitel holen.VN/Sams
Paul Reitmayr will seinen ersten Staatsmeistertitel holen.VN/Sams

Steurer und Reitmayr bei Ironman Austria im Favoritenkreis.

Klagenfurt Der Ironman Hawaii ist die sportliche Traumdestination für Triathletin Bianca Steurer in dieser Saison. Um zum zweiten Mal nach 2016 (Rang 28) im Verlauf ihrer Karriere den Mythos auf der Vulkaninsel mitten im Pazifik zu erleben, muss die 33-jährige Schwarzenbergerin am Sonntag (Start 6.30 Uhr) beim Ironman Austria in Klagenfurt eine Top-2-Platzierung erreichen. Steurer nimmt zum dritten Mal in ihrer Karriere die 226 Rennkilometer, aufgeteilt auf 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen, in Angriff und zeigt sich zweckoptimistisch. „Ich habe meine Saisonplanung auf diesen Wettkampf ausgelegt, bin gut in Form und freue mich trotz der zu erwartenden Strapazen auf ein spannendes Rennen.“

Rang eins ist so gut wie vergeben

Das Starterfeld bei den weiblichen Profis ist zwar überschaubar, allerdings auch hochkarätig. „Die Favoritenrolle ist durch die Teilnahme der Schweizerin Daniela Ryf ganz klar gegeben. Sie hat zwischen 2015 und 2018 vier Weltmeistertitel auf der Langdistanz geholt, ist viermalige 70.3-Weltmeisterin und im Moment die unumschränkte Nummer eins. Sie kann sich im Prinzip nur selbst schlagen und auch ein Großteil der männlichen Profis, die knapp zwei Minuten hinter uns in der Wörthersee springen werden, muss sich ordentlich anhalten, damit sie vor der Solothurnerin ins Ziel kommen“, erklärt die Bregenzerwälderin.

Da Ryf als Titelverteidigerin bereits fix für die WM auf Hawaii qualifiziert ist, wird in Klagenfurt die zweitschnellste Dame den einzigen Hawaii-Startplatz erhalten. „Natürlich mache ich mir berechtigte Hoffnungen, diesen Platz zu holen. Doch wenn es am Ende nicht der Fall sein sollte, bricht für mich auch keine Welt zusammen. In so einem Wettkampf kann so viel passieren. Ich werde alles aus mir herausholen und am Ende wird sich zeigen, ob ich im Oktober die Reise nach Hawaii in Angriff nehmen kann oder nicht“, betont Steurer. Bei ihrem bisherigen Start beim Ironman Austria belegte die Schwarzenbergerin 2015 den neunten Rang und vor zwei Jahren verfehlte sie als Vierte aufgrund von Magenproblemen auf der Laufstrecke das Podest nur knapp.

Hawaii-Start nicht im Vordergrund

Der Dornbirner Paul Reitmayr ist nicht nur wie Steurer beim Skinfit Racing Team gemeldet, er zählt auch so wie seine Teamkollegin zum Kreis der Medaillenanwärter in der gleichzeitig ausgetragenen Staatsmeisterwertung. „Am Ende als schnellster Österreicher die Ziellinie zu überqueren, wäre schon eine schöne Sache. Vor drei Jahren wurde ich als Gesamt-6. Vizestaatsmeister und jetzt wäre es natürlich perfekt, wenn mir der Sprung ganz nach vorne gelingen würde“, betont der 34-Jährige.

In Bezug auf den zu holenden Startplatz bei der WM auf Hawaii will sich Reitmayr aber keinen Illusionen hingeben. „Von der Papierform her sind sicher fünf Athleten um einiges höher einzustufen als ich. Aus diesem Grund habe ich mir diesbezüglich auch keine großen Gedanken gemacht. Ich will einfach einen möglichst perfekten Wettkampf abliefern und lasse mich natürlich gerne überraschen“, erklärt der Dornbirner.

Neben Steurer und Reitmayr wird auch der Lauteracher Maximilian Hammerle sein Debüt in der Profiklasse geben. Daneben sind zahlreiche Vorarlberger Aktive in den verschiedenen Altersklassen unter den insgesamt 4000 Startern aus 77 Nationen zu finden.

Nach den Rängen neun (2015) und vier (2017) will sich Bianca Steurer beim Ironman Austria am Sonntag mit einem Top-2-Platz für Hawaii qualifizieren.VN/Sams
Nach den Rängen neun (2015) und vier (2017) will sich Bianca Steurer beim Ironman Austria am Sonntag mit einem Top-2-Platz für Hawaii qualifizieren.VN/Sams