Rast siegt, kämpft und hadert

Sport / 07.07.2019 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im ersten Rennen am Norisring fuhr Rene Rast noch als Erster über die Ziellinie.gepa
Im ersten Rennen am Norisring fuhr Rene Rast noch als Erster über die Ziellinie.gepa

Wahl-Bregenzer ärgerte sich über Kollision mit seinem Schweizer Teamkollegen Nico Müller.

nürnberg Rene Rast blickte mit finsterer Miene in die Kamera, der Titelanwärter der DTM wirkte ganz und gar nicht wie der Gewinner dieses turbulenten DTM-Rennwochenendes auf dem Norisring. „Wenn sich der Erste und der Zweite der Meisterschaft gegenseitig entsorgen, das muss nicht sein“, sagte Rast und sprach damit die folgenschwere Kollision mit seinem Markenkollegen Nico Müller (Schweiz) an: „Genau das haben wir nicht gebraucht.“

Gleich in der ersten Runde hatte Müller Rasts Audi berührt, der sich daraufhin zur Seite drehte und vom kompletten Feld überholt wurde. Müller kassierte dafür eine Durchfahrtsstrafe, Rast musste von ganz hinten eine Aufholjagd starten, die ihn immerhin noch auf Platz sieben führte.

Müller entschuldigte sich

„Es tut mir unheimlich leid, wir hatten beide ein Auto, um hier zu gewinnen“, sagte der niedergeschlagene Müller, der als Achter ins Ziel kam: „Es war einfach dämlich.“ Er habe die gute Ausgangslage der beiden Spitzenfahrer „durch so einen Scheißdreck zerstört“. „Das“, stellte er klar, „war ganz sicher nicht das Ziel.“ So ging es in den Minuten nach dem Rennen fast unter, dass Rast, der am Samstag vom letzten Platz sensationell zum Sieg gefahren war, seine Führung in der Gesamtwertung dennoch ausgebaut hat. 25 Punkte trennen ihn nun von Müller, BMW-Pilot Philipp Eng aus Österreich liegt 26 Zähler hinter dem Ex-Champion aus Minden. Der Kanadier Bruno Spengler (BMW), der gestern triumphierte und mit seinem fünften Erfolg auf dem Stadtkurs in Nürnberg zum Rekordsieger aufstieg, hat als
Vierter 51 Punkte Rückstand auf Rast.

DTM in Monaco

Spengler hatte von der Kollision der beiden Audi profitiert und in der Folge ein fehlerfreies Rennen abgespult. „Der Sieg tut sehr gut“, sagte der Kanadier, der zwei Jahre auf seinen 16. Rennerfolg in der DTM warten musste und sich von seiner Crew als „Mister Norisring“ feiern ließ: „Ich freue mich riesig. Es war ein geiler Tag für uns.“

Ein Tag, den die Piloten der DTM mit Fürst Albert von Monaco teilten. Der 61-Jährige war am Wochenende auf Einladung des österreichischen DTM-Chefs Gerhard Berger zu Gast. „Er kommt, weil er sich anschaut, ob wir ein Rennen in Monaco machen“, hatte der ehemalige Formel-1-Pilot Berger erzählt.

Der Fürst selbst stellte der DTM nach seinen ersten Eindrücken bereits ein sehr gutes Zeugnis aus. „Es ist eine sensationelle Serie, die sich gut verkaufen lässt“, sagte er.