China lockt mit gigantischen Summen

08.07.2019 • 18:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die Super League mit 16 Teams wurde 2004 gegründet.

Shanghai Im chinesischen Clubfußball sind teilweise gigantische Summen im Spiel. Viele Fußballer übersiedeln daher nicht gegen Ende der Laufbahn, sondern während ihrer Blüte nach China. So sind aktuell die brasilianischen Ex-Teamkicker Renato Augusto, Hulk und Oscar in China aktiv. Die beiden Letztgenannten könnten bei SIPG künftig mit Arnautovic ein gefährliches Offensivdreieck bilden. Erst vor Kurzem wechselten auch Ex-Bayern-Stürmer Sandro Wagner und der Slowake Marek Hamsik nach China.

In der österreichischen Bundesliga verließ vor vier Jahren Stürmer Alan Salzburg und heuerte beim populärsten Club Guangzhou Evergrande an, derzeit ist er an Tianjin Tianhai verliehen. Sein Salzburger Ex-Clubkollege Jonathan Soriano ging 2017 zu Beijing Guoan. Der erste Österreicher, der in China sein Geld verdienen wollte, war Roland Kirchler. Der Tiroler versuchte sich 2002 bei Beijing Guoan, nach Ablauf der Probezeit nahmen die Chinesen jedoch von einer Verpflichtung Abstand. Rubin Okotie spielte von 2016 bis 2018 für Beijing Enterprises Group in der zweiten chinesischen Liga.

Auch bei Trainern ist die Super League wegen der Verdienstmöglichkeiten beliebt. Rafa Benitez unterschrieb kürzlich einen Vertrag bei Dalian Yifang, Fabio Cannavaro trainiert Guangzhou Evergrande, Arnautovics neuer Coach ist der Portugiese Vitor Pereira, der schon beim FC Porto gearbeitet hat. Bekannt ist auch der Trainer von Beijing Guoan: Seit 2017 ist dort Ex-Salzburg-Coach Roger Schmidt am Ruder. Jordi Cruyff versieht bei Chongqing Dangdai Lifan Dienst.Gespielt wird von Februar/März bis November/Dezember.

Große Anstrengungen

Trotz des vielen Geldes hinkt das Nationalteam im Vergleich weiter hinterher. Im aktuellen FIFA-Ranking nimmt China, das inzwischen wieder vom Italiener Marcelo Lippi betreut wird, den 73. Platz ein. Die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft ist bisher nur 2002 gelungen. In Japan/Südkorea schied man nach drei Niederlagen in der Gruppenphase ohne eigenen Treffer sang- und klanglos aus. Unter Staatschef Xi Jinping investiert China inzwischen aber mehr als jemals zuvor in den Fußball.