Djokovic, Federer, Nadal in einer eigenen Liga

08.07.2019 • 20:41 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Endstation im Achtelfinale: Philipp Oswald verkaufte sich beim Aus im Doppel in Wimbledon mit Partner Roman Jebavy aber sehr gut.apa
Endstation im Achtelfinale: Philipp Oswald verkaufte sich beim Aus im Doppel in Wimbledon mit Partner Roman Jebavy aber sehr gut.apa

Oswald und Gauff schieden in Wimbledon aus.

London Die Top drei im Herren-Tennis und in der Setzliste von Wimbledon geben bei diesem Grand-Slam-Turnier weiter den Ton an. Novak Djokovic (1), Roger Federer (2) und Rafael Nadal (3) verloren in ihren Achtelfinalmatches gemeinsam nur 14 Games. Im Gegensatz zu diesem Trio ist Roberto Bautista Agut gar ohne Satzverlust unter die letzten acht gekommen. Und auch Sam Querrey ist weiter im Bewerb.

Im Eiltempo ins Viertelfinale

Der Erstrunden-Bezwinger von Dominic Thiem besiegte in einem US-Duell den ebenfalls ungesetzten Tennys Sandgren 6:4, 6:7(7), 7:6(3), 7:6(5). Thiem war Querreys bisher einziger gesetzter Gegner, der Halbfinalist von 2017 trifft nun aber auf Nadal. Der Spanier beeindruckte mit einem 6:2, 6:2, 6:2 gegen Joao Sousa, hat vor Querrey allerdings Respekt. „Er ist groß, serviert stark, spielt gut von der Grundlinie. Wenn er gut spielt, kann er auf allen Belägen sehr gefährlich sein – und hier noch mehr.“

Während Nadal in 1:45 Stunden gewann, war Djokovic nach 1:42 Std. beim Shakehands mit Ugo Humbert. Der Titelverteidiger gewann gegen den Franzosen 6:3, 6:2, 6:3. Es ist das bereits elfte Wimbledon-Viertelfinale des 32-jährigen Titelverteidigers. „Ich habe in den ersten beiden Sätzen frühe Breaks geschafft, das hat geholfen“, meinte Djokovic über seine Vorstellung. „Ich bin sehr, sehr zufrieden mit meiner Leistung.“

Am eiligsten hatte es Federer, das kürzeste Wimbledon-Achtelfinale der Herren jemals dauerte lediglich 73 Minuten. Der bedauernswerte Gegner war Matteo Berrettini (17). Der Italiener hatte schon nach der Auslosung von diesem Achtelfinale gegen den Schweizer Rekord-Wimbledonsieger auf dem Center Court geträumt, sich dieses mit guten Leistungen auch verdient, ging dann aber mit 1:6, 2:6, 2:6 unter. „Es war eine großartige Leistung von mir“, musste Federer eingestehen. „Ich bin sehr glücklich damit.“

Er bekommt es in seinem 17. Wimbledon-Viertelfinale mit Kei Nishikori (8) zu tun. Der Japaner setzte sich gegen den Kasachen Michail Kukuschkin 6:3, 3:6, 6:3, 6:4 durch und müsste das Endspiel erreichen, um Thiem in der Weltrangliste von Rang vier zu verdrängen.

Österreich ist in Wimbledon nicht mehr vertreten. Als letzter verbliebener Akteur schied Philipp Oswald im Doppel-Achtelfinale aus. Der Feldkircher unterlag mit dem Tschechen Roman Jebavy den als Nummer zwei gesetzten Juan Sebastian Cabal/Robert Farah knapp 6:7(7), 6:7(5), 5:7.

Halep war für Gauff zu stark

Bei den Damen gehen die Einzel-Viertelfinale ohne Spielerin aus den Top sechs der Setzliste in Szene. Im Achtelfinale erwischte es mit Ashleigh Barty sowie Karolina Pliskova und Petra Kvitova die Nummern 1, 3 und 6. Ausgeschieden ist auch Cori Gauff. Die Sensationsachtelfinalistin war aus der Qualifikation gekommen und hatte mit ihren Leistungen und ihrem Auftreten die Tennis-Welt begeistert. Auch in der Runde der letzten 16 enttäuschte die 15-Jährige nicht, Simona Halep war ihr dann aber doch zu stark. Die Rumänin gewann 6:3, 6:3 und ist als Nummer 7 nun die Höchstgereihte der im Bewerb verbliebenen Spielerinnen. Für sie geht es nun gegen die Chinesin Zhang Shuai, 6:4, 1:6, 6:2-Siegerin gegen Dajana Jastremska. Gauff sah nach ihrem Ausscheiden auch das Positive: „Ich habe eine Menge gelernt. Ich habe gelernt, wie es ist vor einer großen Zuschauerkulisse zu spielen“, betonte die US-Amerikanerin.

„Es war eine großartige Leistung von mir. Ich bin sehr glücklich damit.“

Tennis

Wimbledon Grand Slam, 42,47 Mill. Euro, Rasen

Damen, Achtelfinale: Halep (ROU/7) – Gauff (USA) 6:3, 6:3 Svitolina (UKR/8) – Martic (CRO/24) 6:4, 6:2, Shuai (CHN) – Jastremska (UKR) 6:4, 1:6, 6:2, Muchova (CZE) – Pliskova (CZE/3) 4:6, 7:5, 13:11, Konta (GBR/19) – Kvitova (CZE/6) 4:6, 6:2, 6:4

Herren, Achtelfinale: Djokovic (SRB/1) – Humbert (FRA) 6:3, 6:2, 6:3, Federer (SUI/2) – Berrettini (ITA/17) 6:1, 6:2, 6:2, Nadal (ESP/3) – Sousa (POR) 6:2, 6:2, 6:2, Bautista Agut (ESP/23) – Paire (FRA/28) 6:3, 7:5, 6:2, Goffin (BEL/21) – Verdasco (ESP) 7:6(9), 2:6, 6:3, 6:4, Querrey (USA) – Sandgren (USA) 6:4, 6:7(7), 7:6(3), 7:6(5), Nishikori (JPN/8) – Kukuschkin (KAZ) 6:3, 3:6, 6:3, 6:4, Pella (ARG-26) – Raonic (CAN-15) 3:6, 4:6, 6:3, 7:6(3), 8:6

Herren, Doppel, Achtelfinale: Cabal/Farah (COL/2) – Jebavy/Oswald (CZE/AUT) 7:6(6), 7:6(5), 7:5