Barca lockt die Superstars

09.07.2019 • 20:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Brasiliens Superstar Neymar hat die„Lizenz zum Wechseln“. afp
Brasiliens Superstar Neymar hat die
„Lizenz zum Wechseln“. afp

Nach Griezmann soll nun auch Neymar im Visier der Katalanen sein.

Barcelona Der Mythos FC Barcelona lässt die Fußball-Superstars Neymar und Antoine Griezmann ungewöhnliche Maßnahmen ergreifen: Brasiliens Ikone Neymar ließ noch einen wichtigen Termin für seine Stiftung als Grund für sein Fernbleiben beim Trainingsauftakt von Paris St. Germain vorschieben, diese Mühe machte sich Weltmeister Griezmann bei Atlético Madrid schon gar nicht mehr: Er boykottierte die Einheit ganz einfach.

Die beiden Topstürmer wollen unbedingt zum katalanischen Renommierklub wechseln, forciert werden die angestrebten Transfers fast im Gleichschritt durch mehr als fragwürdige „Arbeitsniederlegungen“. Und wie fast immer in diesem Geschäft dürften die kapriziösen Kicker dieses gemeinsame Ziel in Bälde auch erreichen. Frankreichs Serienmeister PSG kündigte zwar pflichtschuldigst „angemessene Maßnahmen“ gegen Neymar an, präsentierte sich aber gleichzeitig auch gesprächsbereit.

„Wenn es ein für alle Beteiligten zufriedenstellendes Angebot gibt, kann Neymar PSG verlassen“, sagte Sportdirektor Leonardo. „Neymar war zur vereinbarten Zeit nicht am Treffpunkt erschienen, ohne zuvor vom Klub eine Erlaubnis eingeholt zu haben“, hatten die Pariser in einer Mitteilung geschrieben. Laut Neymars Vater sei der Klub allerdings darüber informiert gewesen, dass der Supertechniker erst am ­
15. Juli erscheinen werde.

Transfer könnte Folgen haben

Eröffnet ist damit der Poker um das Selecao-Ass. 222 Millionen Euro ließen sich die Franzosen vor zwei Jahren den Rekordtransfer des Südamerikaners von Barca kosten, eine solche Summe wird diesmal definitiv nicht zu erwirtschaften sein. Vielleicht wechselt aber auch der eine oder andere Barcelona-Star – zum Beispiel die Franzosen Ousmane Dembele oder Samuel Umtiti – als Dreingabe an die Seine.

Lohnt sich aber der ganze Aufwand, Neymar zurückzuholen? Zuletzt war der Ausnahmekönner mehr durch Eskapaden außerhalb des Spielfeldes aufgefallen. Der 27-Jährige sieht sich Vergewaltigungsvorwürfen ausgesetzt, er schlug einem Fan ins Gesicht und beleidigte mehrfach Schiedsrichter. Daraus resultierend ist der Supertechniker in der kommenden Champions-League-Saison für die ersten drei Spiele gesperrt.

Nachfolger ist schon da

So übel beleumdet ist Neymars wahrscheinlicher zukünftiger Teamkollege Griezmann nicht. Dass der Transfer noch platzt, erscheint dennoch unwahrscheinlich, denn bereits am Montag stellte Atlético den potenziellen Nachfolger Griezmanns vor. Der erst 19-jährige Portugiese Joao Felix trägt die sportlichen Hoffnungen der Madrilenen – und die Rückennummer 7, die bislang an Griezmann vergeben war.