Schlag gegen die Dopingmafia, Wien war Drehscheibe

09.07.2019 • 20:21 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Europol hob Medikametenlabors aus.apa
Europol hob Medikametenlabors aus.apa

Den Haag Es ist der größte Schlag gegen die weltweit organisierte Doping-Kriminalität. Bei der Anti-Doping-Razzia in Europa, den USA und Kolumbien sind europäische Sicherheitsbehörden in 33 Ländern gegen den Handel mit Anabolika und gefälschten Medikamenten vorgegangen. Bei der „Operation Viribus“ seien rund 3,8 Millionen Dopingmittel – darunter allein 24 Tonnen Steroidpulver – und gefälschte Medikamente sichergestellt, 17 organisierte Banden enttarnt sowie 839 Verfahren eingeleitet worden, teilte die europäische Polizeibehörde Europol mit.

In Österreich haben die Ermittler im Juni und Herbst 2018 mehr als eine Tonne an Dopingmitteln beschlagnahmt. Wie das Bundeskriminalamt mitteilte, konnte zudem nachgewiesen werden, dass mehr als 20 Lieferungen mit Dopingpräparaten und illegalen Arzneimitteln nach Österreich geschickt und die Substanzen von dort durch einen nicht eingeweihten Wiener Paketservice-Dienstleister in zumindest neun EU-Staaten geliefert wurden. Der Gesamtwert der verschickten 21 Tonnen soll 23 Millionen Euro betragen haben.