König Roger mit nächstem Rekord

10.07.2019 • 19:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Roger Federer steht nach seinem Sieg über Kei Nishikori in seinem 13. Halbfinale in Wimbledon und bekommt es nun mit Raphael Nadal zu tun. Novak Djokovic trifft dort auf den Überraschungsmann Daniel Bautista-Agut.Reuters
Roger Federer steht nach seinem Sieg über Kei Nishikori in seinem 13. Halbfinale in Wimbledon und bekommt es nun mit Raphael Nadal zu tun. Novak Djokovic trifft dort auf den Überraschungsmann Daniel Bautista-Agut.Reuters

Der Schweizer Roger Federer zieht mit seinem 100. Sieg in Wimbledon ins Halbfinale ein.

London Roger Federer genoss mit ausgebreiteten Armen den Jubel über sein stolzes Jubiläum – und machte sich prompt bereit für die große Revanche auf dem heiligen Rasen. Mit seinem 100. Sieg in Wimbledon hat sich der „Maestro“ ein Halbfinal-Duell mit Dauerrivale Rafael Nadal erspielt. Elf Jahre nach dem legendären Wimbledon-Finale von 2008 kommt es erstmals wieder auf Rasen zum Tennis-Klassiker zwischen den beiden Superstars. Während Federer trotz einiger Anlaufschwierigkeiten 4:6, 6:1, 6:4, 6:4 gegen den Japaner Kei Nishikori gewann, schlug Nadal den US-Amerikaner Sam Querrey 7:5, 6:2, 6:2. Nun steht das insgesamt 40. Duell der beiden langjährigen Rivalen an, wobei Nadal mit 24:15 Siegen in der Bilanz klar die Nase vorne hat. Auch das letzte Duell vor einem Monat im Halbfinale der French Open hatte er für sich entschieden.

Großer Hype um episches Duell

Genauso wie das epische Endspiel 2008, als er Federer in dessen „Wohnzimmer“ auf dem Centre Court entthront hatte. „Es wird schön, ihm auf diesem Belag wieder gegenüberzustehen“, sagte Federer nach seinem Match: „Ich weiß, dass es immer einen großen Hype um unser Duell gibt.“ Auch Nadal freute sich auf die Neuauflage des Endspiels. „Es ist schwer sich vorzustellen, dass wir erneut in dieser Situation sind“, meinte der Spanier: „Aber großartig, nach so einer langen Zeit.“ Im Trubel um Federer und Nadal ging beinahe unter, dass auch Titelverteidiger Novak Djokovic nur noch zwei Siege zum erneuten Triumph fehlen.

Federer hatte gegen Nishikori zunächst einen Fehlstart hingelegt, direkt zum Auftakt ein Break kassiert und von den ersten 14 Ballwechseln nur drei gewinnen können. Dem Rückstand lief der 20-malige Grand-Slam-Sieger im ersten Satz letztlich erfolglos hinterher. Allerdings steigerte sich der Schweizer kontinuierlich. Im zweiten Durchgang war Federer dann voll da, schaltete in den „FedExpress“-Modus und stürmte in 23 Minuten zum Satzgewinn. Obwohl sich Nishikori anschließend nach Kräften wehrte, ließ der „Maestro“ nichts mehr anbrennen. Vor allem dank seiner hervorragenden Quote bei den Netz­angriffen kontrollierte er das Geschehen. Nadal hatte gegen Querrey nur im eine Stunde dauernden ersten Satz einige Mühe gehabt. In der Folge kassierte er kein weiteres Break.

Djokovic gegen Angstgegner

Als erster Spieler des Tages hatte zuvor Djokovic die Vorschlussrunde erreicht. Der Serbe gewann mühelos 6:4, 6:0, 6:2 gegen den Belgier David Goffin. Sein nächster Gegner ist der Spanier Roberto Bautista- Agut, der Guido Pella aus Argentinien 7:5, 6:4, 3:6, 6:3 bezwang und auch Djokovic selbst in diesem Jahr schon zweimal geschlagen hat.

„Ich dachte im Spiel nie an den Rekord. Erst als mir ein Fan nach dem Match gratulierte.“

Tennis

Wimbledon Grand Slam, 42,47 Mill. Euro

Herren, Viertelfinale Djokovic (SRB/1) – David Goffin (BEL/21) 6:4, 6:0, 6:2, Pella (Arg/26) – Bautista Agut (Esp/23) 5:7, 4:6, 6:3, 3:6, Querrey – Nadal (Esp/3) 5:7, 2:6, 2:6, Federer (Sui/2) – Nishikori (Jpn/8) 4:6,6:1,6:4,6:4

Halbfinale Djokovic (SRB/1) – Bautista Agut (Esp/23), Federer (Sui/2) – Nadal (Esp/3)

Mixed, Achtelfinale S. Williams/A. Murray – B. Soares/N. Melichar 3:6, 6:4, 2:6

Damen, Halbfinale (heute) S. Williams (USA/11) – Strycova (Cze), E. Svitolina (Ukr/8) – S. Halep (Rou/7)