Mit Getöse im Reich der Mitte angekommen

Sport / 11.07.2019 • 19:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neuzugang Marko Arnautovic wurde bei seinem neuen Arbeitgeber in Shanghai vorgestellt.APA
Neuzugang Marko Arnautovic wurde bei seinem neuen Arbeitgeber in Shanghai vorgestellt.APA

Arnautovic bei SIPG präsentiert – Rückennummer sorgt für hohe Erwartungshaltung.

Shanghai Mit viel Wirbel wurde Neuzugang Marko Arnautovic bei seinem neuen Verein Shanghai SIPG vorgestellt. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte dabei die Wahl seiner Rückennummer: Wie bereits bei seinen vorherigen Stationen Bremen und West Ham hat sich der 30-Jährige für die Nummer Sieben entschieden. In Shanghai wird dieser Rückennummer eine extrem hohe Bedeutung zugeschrieben, die Sieben wurde zuletzt von Klublegende Wu Lei getragen. Er debütierte bereits mit 14 Jahren für den Klub und ist mit 102 Ligatoren Rekordtorschütze von SIPG, nach seinem Abgang zu Espanyol Barcelona wurde die Nummer nicht mehr vergeben. Laut dem Club-Vorsitzenden Zhang Min stehe die Sieben für die Ehre und den Stolz von Shanghai. Legende Wu Lei selbst zeigt sich jedoch entspannt, er sei „sehr glücklich“ über die Verpflichtung von Arnautovic. Die Erwartungshaltung der chinesischen Fans an ihren Neuzugang dürfte dennoch erhöht worden sein.

Neue Herausforderung

„Ich habe in verschiedenen Ländern und Ligen gespielt. Nun möchte ich den asiatischen Fußballstil kennenlernen“, erklärte der Wiener bei seinem ersten Medienauftritt für den Vorjahressieger der chinesischen Liga. Zudem betonte Arnautovic, welcher nun als einer von vier ausländischen Spielern bei SIPG unter Vertrag steht, dass er sich sehr willkommen fühle. Er sei in Shanghai, um hart zu arbeiten und seinen Beitrag zur Erfüllung der Klubziele zu leisten, so der Offensivspieler. Arnautovic habe nach eigener Aussage sogar schon erste Worte Chinesisch gelernt. Sein China-Engagement lässt sich Arnautovic fürstlich entlohnen: Er soll in Shanghai ein Jahresgehalt von rund 11,5 Millionen Euro beziehen.

„Sie schreiben einfach etwas“

Zudem äußerte sich der 81-fache Nationalspieler zu den Diskussionen über seinen Charakter, welche nach dem unschönen Abgang von Exklub West Ham aufgekommen waren. Besondere Kritik äußerte er an den Medien. „Sie trainieren nicht mit mir, sie spielen nicht gemeinsam mit mir, aber sie schreiben einfach etwas.“ Die Wahrheit sei, dass er für sein Team immer alles gebe, so Arnautovic.

Mission Titelverteidigung

Shanghai liegt derzeit auf dem zweiten Platz der chinesischen Liga, bis Saisonende sind noch 14 Runden zu absolvieren. Ein Einsatz von Arnautovic im Auswärtsspiel bei Jiangsu Suning am Samstag scheint aber noch unwahrscheinlich. FB

„Die Nummer Sieben repräsentiert die Ehre und den Stolz von Shanghai.“