Sechste Etappe geht an Team Vorarlberg

11.07.2019 • 18:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach dem Prolog konnte der Deutsche Jannik Steimle vom Team Vorarlberg auch über den Sieg auf der sechsten Etappe jubeln. gepa
Nach dem Prolog konnte der Deutsche Jannik Steimle vom Team Vorarlberg auch über den Sieg auf der sechsten Etappe jubeln. gepa

Jannik Steimle fährt auf der Österreich-Radrundfahrt seinen zweiten Tagessieg für Ländle-Equipe ein.

Kitzbühel Von schweren Stürzen ist die fünfte Etappe der Österreich-Rundfahrt überschattet worden. Den Sieg holte sich nach 162 km von Bruck an der Glocknerstraße nach Kitzbühel der Deutsche Jannik Steimle vom Team Vorarlberg Santic, der Tiroler Patrick Gamper wurde Dritter. Die Anwärter auf den Gesamtsieg kamen unbeschadet durch, Ben Hermans ist vor dem Finale auf dem Kitzbüheler Horn der Favorit.

Hubschrauber im Einsatz

In Kitzbühel ist man vom Hahnenkammrennen böse Stürze gewohnt, doch gestern waren die Rettungskräfte auf den letzten 20 Kilometern vielfach gefordert. Am schwersten erwischte es den heurigen Etappensieger Giovanni Visconti, der nach einer Tunnelausfahrt und einer folgenden scharfen Rechtskurve mit anderen Fahrern 1500 m vor dem Ziel schwer zu Sturz kam, und den rund 20 km vor dem Ziel in einer Abfahrt verunfallten Kasachen Stepan Astafjew. Bei Visconti bestand Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung, Astafjew erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Beide wurden mit dem Helikopter in das UKH Salzburg geflogen. Steimles Jubel über den zweiten Sieg nach dem Prolog in Wels währte nur kurz. „Das ist eine unglaubliche Woche für mich, was wir hier abliefern, ist grandios“, sagte der Team-Vorarlberg-Legionär, er wünschte aber gleichzeitig den Sturzopfern gute Besserung. „Ich freue mich über den Sieg, aber wenn man gesehen hat, mit wie viel km/h die anderen geflogen sind
. . .“­ Für Gamper kam der dritte Rang überraschend. „Es war das erste Mal in meiner Karriere, dass ich einen guten Sprint gefahren bin“, sagte der Fahrer des Teams Tirol KTM. „Ich wollte unbedingt unter den ersten fünf in die letzte Kurve, es war wirklich gefährlich und sehr hektisch.“

Kritik an Strecke

Kurz vor dem Ziel kam es bei der Ausfahrt aus einem Tunnel in einer scharfen Rechtskurve zu einem Massensturz. Betroffen war u.a. der Oberösterreicher Sebastian Schönberger, der noch ins Ziel fuhr, sich danach aber mit Verdacht auf Gehirnerschütterung auf die Fahrbahn legte. Riccardo Zoidl kam im Gegensatz zu Schönberger gut durch. „Ich habe schon geahnt, dass da etwas passieren wird und habe mich ganz hinten ins Feld zurückfallen lassen. Das war ein abartiger Crash. Ich bin froh, dass ich heil durchgekommen bin.“

„Eine unglaubliche Woche. Was wir als Team Vorarlberg abliefern, ist einfach grandios.“