Altachs Fußballer wollen Flow nutzen

20.07.2019 • 16:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Trainer Alex Pastoor (l.) und Stürmer Christian Gebauer sind von einem erfolgreichen Saisonstart überzeugt. ADAM

Vorarlbergs Fußball-Bundesligaklub will der guten Vorbereitung einen erfolgreichen Start folgen lassen.

Altach Das Wort „Favorit“ nimmt keiner gerne in den Mund, dennoch wissen sie in Altach um ihre Rolle für das Erstundenspiel im Uniqa Cup. „Wir sind der Bundesligist“, trifft es Christian Gebauer auf den Punkt. Der 25-Jährige ist nicht erst in seiner dritten Saison bei den Rheindörflern zu einer tragenden Säule im Spiel geworden. Unter Trainer Alex Pastoor hat sich die Rolle noch verstärkt. Der Tiroler passt in die Vorstellung des Holländers von einem perfekten Fußballer. „Er spielt rechts vorne oder links und auch zentral“, sagt der 52-Jährige schmunzelnd.

„Wir spielen geduldiger, mit vielen Ballkontakten, vieles ist schon automatisiert.“

Christian Gebauer, Stürmer Cashpoint SCR Altach

Kufstein beobachtet

Das Spiel selbst lesen und gestalten, das ist die Maxime des Niederländers. Deshalb durfte in den Testspielen auch an der Kreativität gefeilt werden, Fehler eingeschlossen. Jetzt, da die Pflicht ruft, gehört auch das Studium des Gegners zur Aufgabe des Trainerstabs. So überzeugte sich Cotrainer Martin Bernhard bei einem Test von Kufstein vorort von der Spielstärke der Tiroler. Auf die generelle Einstellung der Altacher hat das aber nur bedingt Einfluss. Pastoor will, dass seine Mannschaft das eigene Spiel durchzieht, „unabhängig vom Gegner, unabhängig von der Platzgröße und unabhängig vom Spielsystem des Gegners“. Die Spieler sollen lernen, sich im Spiel an die jeweiligen Gegebenheiten, sprich auch an den Gegner anzupassen: „Zusammenhalt ist gefragt.“ Allerdings räumt der Coach auch ein, dass Kufstein einen anderen Gegner darstellt als zuletzt die beiden englischen Teams. Das lässt auch Rückschlüsse zu, wurden doch diese Woche vor allem Spiellösungen auf engem Raum geübt, aber auch vermehrt das Verhalten bei Standards einstudiert. Insgesamt, so verrät der Coach, befinden sich seine Spieler schon auf einem „sehr, sehr guten Level“. Weil sie gut vorbereitet in die Saison gestartet sind.

Neuer Verteidiger ante portas

Ein wenig Verwirrung gab es dieser Tage um Anderson. Nicht, weil der 21-jährige Brasilianer wegen einer Verletzung fehlt, sondern vielmehr, weil sein Ex-Klub Gremio Osasco Audax erst gestern dem Spieler die Freigabe erteilte und er so für den Cup gar nicht spielberechtigt gewesen wäre. Gerade die rechte Verteidigerseite ist seit dem Weggang von Andreas Lienhart nicht mehr doppelt besetzt. Möglicherweise nicht mehr lange, denn es besteht starkes Interesse an Rapids Manuel Thurnwald (21), zumal er alle Wunschkriterien des Trainers erfüllt: jung, ausbaufähig und Österreicher. Nicht fit für das Cupspiel ist Matthias Maak (27), während Torjäger Mergim Berisha (21) mit von der Partie ist.

Neu in diesem Jahr: BL-Klubs dürfen im Cup nun auch gegen unterklassige Teams einen 18-Mann-Kader aufbieten.

Neue Folge des VN-Podcasts „Die Fantribüne“

Wir, Christian Adam und Maximilian Werner, melden uns zurück in der neuen Fußball-Saison. Bevor wir uns in der nächsten Woche genauer mit der 2. Liga und der VN.at-Eliteliga beschäftigen, sprechen wir in dieser, der 24., Folge noch über den Pflichtspielauftakt des SCR Altach mit der Cup-Partie beim FC Kufstein.

Neben unseren Einschätzungen aus dem Studio in Schwarzach haben wir außerdem Ausschnitte von der Pressekonferenz mit Aussagen von Alex Pastoor und ein Exklusiv-Interview mit Altach-Kapitän Philipp Netzer. Wir freuen uns über Feedback zur Episode. Sie erreichen uns über Twitter  (@ChristianAdamVN und @MaxlWerner) sowie per E-Mail, vn-fantribuene@vn.at lautet unsere Kontaktadresse. Wir bedanken uns fürs Anhören unseres Podcasts und wünschen gute Unterhaltung!