Hohenems als neue sportliche Herausforderung

Sport / 21.07.2019 • 17:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Neo-VfB-Stürmer Maurice Wunderli geht mit der Nummer neun auf Torjagd.Knobel
Neo-VfB-Stürmer Maurice Wunderli geht mit der Nummer neun auf Torjagd.Knobel

Torjäger Maurice Wunderli will Hohenems zu einem Höhenflug verhelfen.

Hohenems Tore sind das Lebenselixier eines Stürmers. So auch bei Maurice Wunderli. Dabei hat der ehemalige Altach-Spieler das Projekt Profifußball vorerst einmal auf Eis gelegt. Trotz seiner Torjägerqualitäten schaffte er vor drei Jahren den Sprung nicht. Und so hat sein Beruf absolut Vorrang. Der Doppelstaatsbürger (Österreich/Schweiz) besucht die Fachhochschule in Chur und studiert Betriebswirtschaftslehre. Das berufliche Ziel des Neo-VfB-Spielers ist klar abgesteckt: Wunderli möchte in der Speditionsfirma seines Vaters, sesshaft in St. Margrethen, in dessen Fußstapfen treten. Mit seinem Wechsel von Höchst nach Hohenems sorgte er nun auch sportlich für Aufsehen. „Es war eine rein sportliche Entscheidung“, sagt er. „Ich wollte unbedingt in der neuen Eliteliga spielen. In der höchsten Liga in Vorarlberg zu spielen, sollte mein Anspruch sein. Jetzt will ich mit Toren dafür sorgen, dass der VfB den angestrebten Play-off-Platz erreicht.

Ganz schnell eingelebt

Wenige Tage vor dem Saisonstart (27. Juli) ist er überzeugt, richtig gehandelt zu haben. „Wir haben einen breiten und qualitativ guten Kader.“ Zudem betont er noch einmal die guten Gespräche im Vorfeld, die er mit den Vereinsverantwortlichen Peter Sallmayer und Franz Schifferer hatte. Auch das Mannschaftsgefüge passe bestens: „Ich bin sehr gut aufgenommen worden und fühle mich schon jetzt pudelwohl.“

Zusammen mit Kerim Kalkan und Jan Stefanon wird Maurice Wunderli wohl den stärksten Angriff in der Liga stellen. Dementsprechend hoch liegt die Messlatte, auch wenn VfB-Trainer Peter Jakubec seinem Wunschspieler im Vorfeld der Meisterschaft nur das allerbeste Zeugnis ausstellt: „Er ist sehr torgefährlich, beidbeinig, kopfballstark und bringt auch die nötige Schnelligkeit mit. All das macht ihn zu einem Topspieler in der Liga. Wir sind froh, dass sich Maruice für uns entschieden hat und sich der sportlichen Herausforderung stellt.“ Wunderli, so Jakubec weiter, könne aber auch seine Mitspieler bestens in Szene setzen – und: „Er kann den Ball auch unter Druck richtig gut verteidigen.“

Tore sind sein Lebenselixier

In den letzten eineinhalb Jahren war Wunderli für den Vorarlberg­ligaklub Höchst im Einsatz. 22 Treffer erzielte er in dieser Zeit für seinen Stammklub. Davor trug der Vollblutstürmer neben dem SCRA-Dress noch die Trikots von Bizau, Vaduz und Berg. Nicht zuletzt deshalb wird der Spieler aufgrund seiner relativ vielen Übertritte in kurzen Abständen gerne auch als „Wandervogel“ bezeichnet. Damit soll aber nun Schluss sein. In Hohenems will der Spieler seine sportliche Heimat finden. Er weiß, was die Fans, die Mannschaft und der Trainer von ihm erwarten und er will den Erwartungen gerecht werden. Tore sollen seinen Weg in der Eliteliga pflastern. Am liebsten schon im Auftaktspiel, wenn es gegen seinen Ex-Klub Altach geht.

„In der höchsten Liga in Vorarlberg zu spielen, das muss mein Anspruch sein.“