Eishockey: Bau Hansen und sein gutes Gefühl

22.07.2019 • 22:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Bei der A-WM in der Slowakei gehörte Mathias Bau Hansen - im Bild gegen den Briten Stephen Lee - zu Dänemarks Stützen. apa
Bei der A-WM in der Slowakei gehörte Mathias Bau Hansen – im Bild gegen den Briten Stephen Lee – zu Dänemarks Stützen. apa

Bulldogs-Neuzugang Mathias Bau Hansen hat das Potenzial zu einem Volltreffer.

Dornbirn Es gibt Momente im Leben eines Profisportlers, die sich nicht so schnell aus der Erinnerung streichen lassen. Am 5. Mai 2018 krachte Mathias Bau Hansen im Eishockey-WM-Duell Dänemark gegen die USA in die Bande. Die Folgen waren unter anderem ein Milzriss und eine langwierige Regeneration. Erst ein gutes Jahr später, bei der A-WM in der Slowakei, kehrte der 26-Jährige wieder zurück aufs Eis. Dadurch nahm die Karriere des zwei Meter großen Stürmers eine ganz andere Richtung. „Die vergangene Saison war nicht einfach, aber ich versuchte stets positiv zu bleiben“, erzählt Bau Hansen. Seit wenigen Tagen steht fest, dass der Angreifer Dornbirn in der kommenden EBEL-Saison verstärken wird und nicht das NHL-Team der Washington Capitals. „Ich möchte möglichst viele Spiele absolvieren, und das hat für mich nun die oberste Priorität“, nennt er seine Erwartung an sein Bulldogs-Engagement.

Verletzungspech beendet Traum

2017 wechselte der Stürmer aus der höchsten dänischen Liga nach Amerika, mit der Option auf ein NHL-Engagement beim Hauptstadtklub. Seine Größe und sein technisches Können hinterließen Eindruck, trotzdem reichte es in der ersten Übersee-Saison noch nicht zum Durchbruch. Er absolvierte 58 Spiele für die Hershey Bears, das Farm-Team der Caps. In der AHL, der zweithöchsten amerikanischen Liga, erzielte er 13 Tore und lieferte zehn Vorlagen. Ein passabler Wert für die Premiere, nichtsdestotrotz spekulierte Bau Hansen in seinem zweiten Übersee-Jahr auf NHL-Einsätze. Seine Verletzung beendete aber sämtliche Hoffnungen. „Jeder Hockey-Spieler träumt wahrscheinlich davon, in der besten Liga der Welt aufzulaufen. Ich blicke nach vorne und schaue nun von Saison zu Saison.“
Ende Juli wird einer der größten Spieler der heimischen Liga in der Messestadt eintreffen, um Anfang August mit den Bulldogs das Eistraining aufzunehmen. „Ich freue mich schon, Olle Liss wiederzusehen. Wir kennen uns aus Dänemark.“ Lobende Worte hat Bau Hansen aber schon jetzt für seinen neuen Arbeitgeber. „Die Organisation hat sich sehr bemüht um mich. Ich hatte ein langes Gespräch mit dem neuen Coach Jussi Tupamäki. Er hat mir ein sehr gutes Gefühl gegeben“, erklärt er den Grund, warum er sich letztendlich für die Messestädter entschieden hat.
Über die Erste Bank Liga weiß der Zwei-Meter-Mann nur wenig. „Ich habe zwei Saisonen mit Ex-Dornbirn-Angreifer Adam Miller in einer Linie gespielt. Was er mir so erzählt hat, glaube ich, dass die österreichische Liga etwas stärker ist als die Metalligaen, die oberste Spielklasse in Dänemark.“

Großes Talent

Mit dem neuen „Sturmtank“ könnten DEC-Manager Alexander Kutzer und Co. tatsächlich einen Volltreffer gelandet haben. Für den langjährigen dänischen Eishockey-Journalisten Michael Sövsö von der Online-Plattform Metalligaen.dk hat Bau Hansen viel Potenzial. „Während seiner Zeit in Dänemark war Mathias einer der besten Spieler der Liga. Er ist nicht nur groß, er setzt seinen Körper geschickt ein und produziert zahlreiche Torchancen. Zudem hat er ein hohes Spielverständnis, nicht umsonst sind die Capitals auf ihn aufmerksam geworden. Wenn er sich nicht verletzt, wird er Dornbirn sehr viel Freude bereiten.“
Erstmals werden sich die neuformierten Bulldogs am 11. August ihren Fans im Messestadion zeigen. Dann startet gegen den HC Thurgau das acht Spiele umfassende Vorbereitungsprogramm. ABR

Testspiele Dornbirner EC
Sonntag, 11. August
Dornbirner EC – HC Thurgau 19.00 Uhr
Freitag, 16. August
Dornbirner EC – EC Bad Nauheim 19.30 Uhr
Sonntag, 18. August
ESV Kaufbeuren – Dornbirner EC18.30 Uhr
Samstag, 24. August
Dornbirner EC – Straubing Tigers17.30 Uhr Sonntag, 25. August Dornbirner EC – Nürnberg/Davos14.30/18 Uhr
Freitag, 30. August
Dornbirner EC – EHC Visp 19.15 Uhr Sonntag, 1. September
Dornbirner EC – EV Ravensburg 19.00 Uhr
Freitag, 6. September
Rapperswil-Jona Lakers – Dornbirner EC 19.45 Uhr
*in Nürnberg