6000 Fans wollten Ländle-Derby zwischen FC Dornbirn und Austria Lustenau sehen

Sport / 26.07.2019 • 23:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Der Liga-Favorit Austria Lustenau zeigte dem Aufsteiger FC Dornbirn auf der Birkenwiese mit dem 3:1-Sieg die Grenzen auf.

Markus Krautberger

Lustenau Mehr Derby geht nicht. Nur 5,3 Kilometer trennen Dornbirn von Lustenau und dementsprechend viel Zuspruch erlebte das erste Ländle-Derby der beiden Traditionsvereine seit etwas mehr als neun Jahren. Rund 6000 Zuschauer pilgerten auf die altbewährte Birkenwiese, um das Revival des FC Dornbirn in der zweithöchsten Liga Österreichs zu beobachten. Sie sahen zur Verwunderung vieler einen in der Anfangsphase keineswegs nervösen Gastgeber. Im Gegenteil, es war Liga-Krösus Austria Lustenau, der zu Beginn der Partie etwas nervös agierte. Doch das legte sich, als Ronivaldo nach Flanke von Michael Lageder per Kopf FC-Dornbirn-Goalie Lucas Bundschuh testete.

Austria-Neuzugang Matthias Morys erzielte den ersten Treffer im Derby. GEPA
Austria-Neuzugang Matthias Morys erzielte den ersten Treffer im Derby. GEPA

Neuzugang trifft sofort

Ab diesem Zeitpunkt hatte die Elf von Gernot Plassnegger, der überraschend Neuzugang Dominik Stumberger von Beginn an in der zentralen Verteidigerposition brachte, alles im Griff. Dazu häuften sich die Torchancen der Grün-Weißen und der Führungstreffer der Gäste lag förmlich in der Luft. Zuerst scheiterte noch Marcel Canadi per Volley (14.) und Weitschuss (16.), doch dann war Lustenaus Neuzugang Matthias Morys zur Stelle. Nach erneutem Ballverlust der Rothosen im Mittelfeld schaltete Thomas Mayer am schnellsten und bediente den Deutschen mit einem herrlichen Lochpass. Morys umkurvte noch elegant Bundschuh und schob zum 1:0 aus Sicht der Austria ein. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit beherrschte die Austria rund um Kapitän Marco Krainz das Geschehen, hatte mit einer Triple-Chance – Mayer traf die Stange, Morys und Krainz vergaben die Nachschüsse – auch noch die Möglichkeiten, zu erhöhen. Die Truppe von Markus Mader fand nie ein Mittel, um sich den Gästen entscheidend entgegenzustellen und war mit dem 0:1 zur Pause noch gut bedient.

„Am Ende war es ein absolut verdienter Sieg meiner Mannschaft. Sie hat sehr viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“

Gernot Plassnegger, Trainer Austria Lustenau
Die Fans sorgten für eine tolle Kulisse auf der Dornbirner Birkenwiese. GEPA
Die Fans sorgten für eine tolle Kulisse auf der Dornbirner Birkenwiese. GEPA

Spaß für Fußballfans

Im zweiten Durchgang bot sich den Fans ein richtig unterhaltsames Spiel. Goalgetter vom Dienst Ronivaldo erhöhte per großartigem Freistoß von der Strafraumgrenze zum 2:0 (51.). Aber die Rothosen steckten nicht auf, stemmten sich dagegen und kamen durch Carvalho (63.) auch zum Anschlusstreffer. Was wiederum die Lustenauer zum Agieren zwang, was sie in Person von Mayer auch taten. der Offensivspieler krönte nach toller Vorarbeit von Ronivaldo seine Leistung mit dem vorentscheidenden Tor zum 3:1 (66.).

Thomas Mayer war mit einem Treffer und einem Assist der Mann des Spiels. GEPA
Thomas Mayer war mit einem Treffer und einem Assist der Mann des Spiels. GEPA

„ich bin mit dem Auftreten der Mannschaft zufrieden. Sie hat in jeder Minute alles gegeben. Lustenau hat die Partie absolut verdient gewonnen.“

Markus Mader, Trainer FC Dornbirn


In der Endphase versuchte die Mader-Elf zwar nochmal alles, musste aber der Cleverness und der Abgeklärtheit der Lustenauer Tribut zollen. Zu stark präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Gernot Plassnegger. Zudem zeigte der Trainer auch noch Muskeln, als er den Toptransfer Patrik Eler sowie Amory Brown Derbyluft schnuppern ließ. Der FCD durfte aber hoch erhobenen Hauptes das Feld nach der 1:3-Niederlage verlassen. Kein Beinbruch gegen eine Austria Lustenau, die sich als Topfavorit auf den Meistertitel präsentierte.

Fussball, 2.Liga

1. Runde

FC Dornbirn – Austria Lustenau 1:3 (0:1)

Birkenwiese, 6000 Zuschauer, SR Ouschan

Torfolge: 16. 0:1 Morys, 51. 0:2 Ronivaldo, 63. 1:2 Carvalho, 66. 1:3 Mayer

Gelbe Karten: Kircher Carvalho, Kühne, Allgäuer bzw. Morys, Brown, Tiefenbach