Offensiv harmloses Altach erwischt Fehlstart

Sport / 28.07.2019 • 22:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die endgültige Entscheidung in Linz: LASK-Stürmer Joao Klauss überwindet Altachs Besten, Torhüter Martin Kobras, und trifft zum 2:0-Endstand. gepa
Die endgültige Entscheidung in Linz: LASK-Stürmer Joao Klauss überwindet Altachs Besten, Torhüter Martin Kobras, und trifft zum 2:0-Endstand. gepa

Bei der 0:2-Niederlage gegen Vizemeister LASK war nur Goalie Martin Kobras in Form.

Pasching So groß war die Vorfreude, doch war sie wohl zu groß. Altach war zum Saisonstart der Wucht des LASK-Spiels nicht gewachsen. Dass sich am Ende schließlich doch ein Vorarlberger über das Ergebnis von 2:0 freuen durfte, war der Tatsache geschuldet, dass mit Valentino Müller (20) ein Ex-Altacher in der Schlussphase sein Pflichtspieldebüt für die Linzer absolvierte.

Aggressivität hat gefehlt

Die Vorarlberger ihrerseits waren dem LASK, der nun neun Spiele in Folge gegen den SCRA ohne Niederlage ist, einmal mehr nicht gewachsen. Nur zu Beginn der zweiten Hälfte war ein wenig Aggressivität in den Aktionen zu spüren, wirkliche Gefahr für das Tor der Linzer gab es aber nicht. Vielmehr produzierte man in der Rückwärtsbewegung weitere Eigenfehler als Produkt der fehlenden Schärfe im Spiel gegen den Mann. Schon früh sollte sich das negativ auswirken. Den Linzern gelang nämlich in der siebten Minute der Führungstreffer. Nach einem kurz abgespielten Eckball attackierte Marco Meilinger ohne den nötigen Druck gegen Peter Michorl und dessen scharfer Pass kam genau in die Schnittstelle zwischen Goalie Martin Kobras und seinem Abwehrverbund. Nutznießer war Samuel Tetteh, der aus kürzester Distanz den Ball über die Linie drückte. Somit lief die Partie sehr früh in die falsche Richtung. Einziger Aufreger aus Altacher Sicht war in der ersten Hälfte die blutige Wunde von Christian Gebauer am Hinterkopf (12.). Hätte nicht Kobras einmal mehr seine Stärke im Kampf eins gegen eins ausgespielt, wäre die Partie früh entschieden gewesen. So hielt er seine Elf gegen Dominik Frieser (18.) ebenso im Spiel wie gegen Tetteh (43.) und dann nach der Pause gegen den eingewechselten Thomas Goiginger (66.).

„Unsere Mannschaft hat sich heute selbst wehgetan, der LASK hat das genutzt.“

Alex Pastoor, Trainer Cashpoint SCR Altach

Erst Joao Klauss erwischte Altachs Keeper dann auf dem falschen Fuß (72.), nachdem zuvor Gebauer sich vom Pressing der Linzer überraschen ließ. „Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir nicht da. Jetzt müssen wir schnell schauen, dass wir im Training wieder zur Aggressivität zurückfinden“, war Kobras nach dem Spiel sichtlich verärgert.

Tipico Bundesliga 2019/20

1. Spieltag

LASK Linz – Cashpoint SCR Altach 2:0 (1:0)

Pasching, Raiffeisen-Arena, 5433 Zuschauer, SR Harald Lechner (W)

Torfolge: 7. 1:0 Tetteh, 79. 2:0 Klauss

Gelbe Karten: 9. Anderson (Altach/Foulspiel), 90. Goiginger (LASK/Unsportlichkeit), 90./+ 1 Diakité (Altach/Foulspiel)

LASK Linz (3-4-3): Schlager – Ramsebner (74. Pogatetz), Trauner, Wiesinger – Ranftl, Holland (82. Müller), Michorl, Renner – Frieser (63. Goiginger), Klauss, Tetteh

Cashpoint SCR Altach (4-4-2): Kobras – Anderson (53. Maak), Thurnwald, Netzer, Karic – Meilinger (58. Mergim Berisha), Oum Gouet, Diakité, Schreiner (71. Jamnig) – Fischer, Gebauer