Dominic Thiem machte kurzen Prozess

Sport / 31.07.2019 • 22:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ein konzentriert aufspielender Dominic Thiem gewann das Österreicherduell im Achtelfinale des Turniers von Kitzbühel.gepa
Ein konzentriert aufspielender Dominic Thiem gewann das Österreicherduell im Achtelfinale des Turniers von Kitzbühel.gepa

Mit Sieg gegen Sebastian Ofner (6:3, 6:2)
dritte Kitz-Auftakt-Niederlage verhindert.

Kitzbühel Wenn eine Nummer 4 der Welt gegen die Nummer 167 gewinnt, ist das ein erwartetes Ergebnis. Dennoch war Dominic Thiem nach einer Nightsession in Kitzbühel vor 5600 Fans große Erleichterung anzusehen. Erstmals nach 2015 steht er wieder im Viertelfinale des Generali Open. Thiem gewann das Österreicher-Duell mit dem Steirer Sebastian Ofner nach 76 Minuten recht klar mit 6:3, 6:2. Er hat damit eine dritte Kitz-Auftakt-Niederlage en suite nach 2016 und 2018 (2017 nicht angetreten) verhindert. Thiem trifft nun auf den Spanier Pablo Andujar.

Auf keinen Fall, sei es ein normales Match für ihn gewesen. „Ich habe echt komplette Gänsehaut gehabt. Erste Runde da im Turnier vor komplett vollem Haus zu spielen, ist einmal etwas ganz Spezielles, und die Situation war unüblich, gegen Ofi, den ich sehr gut kenne und mit dem ich in letzter Zeit ziemlich oft trainiert habe“, sagte Thiem.

Nervosität war vorhanden

Thiem gab auch zu, dass er „schon sehr nervös“ vor Beginn gewesen ist. „Viel zu gewinnen habe ich sicher nicht gehabt in der Partie, aber das Level war ganz gut. Ich war vom Anfang bis zum Ende voll fokussiert, deshalb war ich zufrieden. Ich bin sehr froh, dass ich hier wieder einmal ein Match gewonnen habe.“

Er wolle es so oft wie möglich genießen, dass ein volles Haus fast zu 100 Prozent hinter ihm steht. „Das hat 2016 und letztes Jahr nicht geklappt.“ Bei aus Thiem-Sicht perfektem Tenniswetter entwickelte sich ein sehenswerter Schlagabtausch, bei dem Ofner vom Tempo her ausgezeichnet mithalten konnte. Thiem ging zunächst mit einem Break 2:1 in Front, musste aber gleich den Aufschlag abgeben. Als er Ofner zum 3:2 aber wieder das Service abnahm, stellte er langsam die Weichen zum Sieg.

Ofner spielt gerne auf beiden Seiten aus einer bestimmten Höhe, daher wechselte Thiem die Schnittarten, spielte immer wieder auch den Slice von der Rückhand und variierte das Tempo. Nach einem weiteren Break zum 6:3 und einem zum 3:1 im zweiten Durchgang war der Zwei-Satz-Sieg dann recht flott in der Tasche.

Im Kampf um sein drittes Halbfinale in der Gamsstadt nach 2014 (Finale) und 2015 bekommt er es zum dritten Mal mit Andujar zu tun, Thiem hat eine 2:0-Siegesbilanz stehen. „Ich habe schon zweimal gegen ihn gespielt, allerdings noch nie in der Höhenlage“, erinnerte sich Thiem an zwei Begegnungen in Rio de Janeiro (2016: 6:3, 6:4, 2018: 4:2 Aufgabe Andujar). „Er hat in Gstaad schon einmal gewonnen. Ich freue mich, morgen habe ich das Publikum voll auf meiner Seite.“

Vor den Augen von Julian Knowle war zuvor Dennis Novak ausgeschieden. Der 25-jährige Österreicher gewann Satz eins gegen den als Nummer vier gesetzten Pablo Cuevas (URU) mit 7:6(1), geriet dann aber völlig außer Tritt und verlor noch 0:6, 2:6. Die Partie hatte wegen Regens für 75 Minuten unterbrochen werden müssen.

„Ich war vom Anfang bis zum Ende voll fokussiert, deshalb war ich zufrieden.“

Tennis

Generali Open Kitzbühel (586.140 Dollar)

Achtelfinale: Chardy (FRA) – Lajovic (SRB-2) 3:6, 6:4, 6:3, Ruud (NOR) – Bachinger (GER) 6:4, 7:6(3), Thiem (AUT-1) – Ofner (AUT) 6:3, 6:2, Andujar (ESP) – Kohlschreiber (GER) 6:4, 6:4, Verdasco (ESP-3) – Kovalik (SVK) 6:4, 7:6(7), Sonego (ITA-7) – Carballes Baena (ESP) 2:6, 7:6(4), 7:6(1), Cuevas (URU-4) – Novak (AUT) 6:7(1), 6:0, 6:2, Ramos-Vinolas (ESP) – Munar (ESP) 6:2, 6:3

Viertelfinal (heute): Thiem (1) – Andujar (3. Match nach 13.00 Uhr/live ServusTV), Verdasco (3) – Sonego (7); Ruud – Cuevas (4), Ramos-Vinolas – Chardy