„Ich brenne richtig auf die SV Ried“

01.08.2019 • 20:46 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Im Derby gegen Dornbirn war Thomas Mayer nicht zu halten. Heute soll er seinem Ex-Klub Kopfzerbrechen bereiten. Gepa
Im Derby gegen Dornbirn war Thomas Mayer nicht zu halten. Heute soll er seinem Ex-Klub Kopfzerbrechen bereiten. Gepa

Austria Lustenau fordert heute mit der SV Ried den großen Favoriten auf den Meistertitel.

Markus Krautberger

Lustenau Nach dem Ländle-Derby ist vor dem Spitzenspiel. Wenn heute Abend (19.10 Uhr) Austria Lustenau gegen die SV Ried spielt, kredenzt Österreichs zweite Liga wohl mit das Beste, was es anzubieten hat. Auf der einen Seite kommen die Oberösterreicher, die den Aufstieg in die Bundesliga ausgerufen haben. Auf der anderen Seite stehen die Lustenauer, die sich unter Cheftrainer Gernot Plassnegger gezielt verstärken konnten, bereits beim Ländle-Derby ihre Muskeln spielen ließen und zu einem Mitfavoriten auf den Meistertitel zählen.

Wirbelwind Thomas Mayer

Mittendrin statt nur dabei einer, der die Rieder in und auswendig kennt, nun aber im Dress der Lustenauer steckt: Thomas Mayer. Erst vor wenigen Wochen wechselte der flinke Offensivspieler vom Innviertel, wo er zwei Jahre unter Vertrag stand, in die größte Marktgemeinde Österreichs. Heute soll er seiner „alten Liebe“ ganz viel Kopfzerbrechen machen. „Ich brenne richtig auf die SV Ried, kann gar nicht erwarten, bis es losgeht“, sprudelt es aus dem 23-Jährigen, der davon ausgeht, dass das Match ein Leckerbissen für die Fans wird. „Ried hat wirklich eine starke Mannschaft, ist eingespielt und hat sehr erfahrene Leute in ihren Reihen. Aber wir haben auch keine schlechte Truppe. Wenn ich mir alleine unsere Offensive ansehe – die braucht sich vor niemandem zu verstecken“, so Mayer, für den der Wechsel von Ried ins Ländle der richtige Schritt war. Zu festgefahren war seine Situation als Ergänzungsspieler im letzten halben Jahr. „Ich habe nur gute Erinnerungen an meine Zeit in Ried, ein toller Verein. Aber ich habe gespürt, dass ich mich verändern muss, um den nächsten Step zu machen. Und ich habe mit der Austria genau den richtigen gesetzt. Ich fühle mich extrem wohl in diesem Team.“

Ob es heute einen Favoriten auf den Sieg gibt, vermag der Außenbahnspieler nicht zu sagen, „aber ich denke, dass der große Druck bei Ried liegt, sie haben ihr erstes Match verloren. Wenn wir da ansetzen, können wir ihnen Probleme machen. Aber dafür müssen wir alle an unsere Grenzen gehen“, erklärt Mayer, der im Derby gegen Dornbirn mit einem Assist und Tor glänzte. Genau in dasselbe Horn bläst mit Matthias Morys auch ein weiterer Neuzugang der Grün-Weißen: „Wir müssen im Vergleich zum Derby sicher noch eine Schippe drauflegen, um gegen Ried was zu holen. Aber die Mannschaft macht einen tollen Eindruck, alle wollen und ziehen voll mit.“

Austria-Trainer Plassnegger verrät vor dem Topduell in der 2. Liga nur so viel: „Der Liga-Krösus kommt. Und wir haben so richtig Bock auf die Partie. Unser Ziel ist es, spielbestimmend aufzutreten, ohne unsere Defensive zu entblößen. Und jeder Spieler wird um jeden Meter am Platz kämpfen.“ Wird es brauchen, denn der letzte Austria-Sieg liegt 5418 Tage zurück: am 1. 10. 2004 – 3:0.

„Der große Druck liegt bei Ried. Wenn wir da ansetzen, können wir ihnen Probleme machen.“

Im Derby gegen Dornbirn war Thomas Mayer nicht zu halten. Heute soll er seinem Ex-Klub Kopfzerbrechen bereiten. Gepa
Im Derby gegen Dornbirn war Thomas Mayer nicht zu halten. Heute soll er seinem Ex-Klub Kopfzerbrechen bereiten. Gepa
Matthias Morys spürt vor dem Duell mit der SV Ried einen guten Spirit im Team.Gepa
Matthias Morys spürt vor dem Duell mit der SV Ried einen guten Spirit im Team.Gepa

Fußball, 2. Liga 2019/20

Tabelle

 1. SV Horn 1 1 0 0 5:1 + 4 3

 2. SC Austria Lustenau 1 1 0 0 3:1 + 2 3

 SK Austria Klagenfurt 1 1 0 0 3:1 + 2 3

 4. SK Vorwärts Steyr 1 1 0 0 2:0 + 2 3

 Floridsdorfer AC 1 1 0 0 2:0 + 2 3

 6. SKU Amstetten 1 1 0 0 3:2 + 1 3

 7. FC BW Linz 1 0 1 0 1:1 +/- 0 1

 Kapfenberger SV 1919 1 0 1 0 1:1 +/- 0 1

 9. FC Juniors OÖ 1 0 1 0 0:0 +/- 0 1

 SV Lafnitz 1 0 1 0 0:0 +/- 0 1

11. FC Liefering 1 0 0 1 2:3 – 1 0

12. FC Dornbirn 1 0 0 1 1:3 – 2 0

 SV Ried 1 0 0 1 1:3 – 2 0

14. FC Wacker Innsbruck 1 0 0 1 0:2 – 2 0

 GAK 1 0 0 1 0:2 – 2 0

16. Young Violtes Austria Wien 1 0 0 1 1:5 – 5 0