1:1 – gerechtes Remis im Spitzenspiel der 2. Liga

02.08.2019 • 21:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Klassepartie zwischen Austria Lustenau und SV Ried.GEPA
Klassepartie zwischen Austria Lustenau und SV Ried.GEPA

3200 Zuschauer im Planet-Pure-Stadion sahen ein Duell der zwei Meisterschaftsfavoriten auf Augenhöhe.

Markus Krautberger

Lustenau Österreichs größte Marktgemeinde war gestern Abend der Nabel Vorarlbergs. Am Blauen Platz wurde der Sommer/Lust gefrönt, am Alten Rhein feierte man 30 Jahre Szene Openair und im Planet-Pure-Stadion kam es zum absoluten Topspiel der 2. Liga. Und die 3200 Beobachter des Duells der beiden Meisterschaftsfavoriten mussten ihr Kommen keineswegs bereuen. Von Start weg entwickelte sich eine Partie auf hohem Niveau. Beide Teams waren bestens aufeinander eingestellt, doch die Elf von Austria-Trainer Gernot Plassnegger war die aktivere, hatte vor allem zu Beginn des Spiel mehr von der Partie. Doch zu Großchancen kam man nicht. Auch weil die Rieder Defensive Austrias Sturmduo Matthias Morys und Ronivaldo im Griff hatte. Gefährlich wurden nur die Rieder – aber für das eigene Tor. Innerhalb kürzester Zeit köpfelten der Ex-Lustenauer Julian Wiessmeier (16.), Thomas Reifeltshammer (16.) und Marcel Ziegl (17.) beinahe ins eigene Gehäuse.

Weckruf vom Ex-Rieder Thomas Mayer

Danach plätscherte die Partie dahin, bis Thomas Mayer das Stadion wieder aufweckte. Morys bewies im Zentrum Übersicht und bediente mit einem öffnenden Pass Mayer, der zwei Gegenspieler an der Sechzehnerlinie vernaschte und zur Führung einschoss (39.). Mit einer verdienten Pausenführung ging es in die Kabinen.

„Wir haben dem Favoriten mehr als Paroli bieten können. Die Burschen haben wie versprochen gerackert um jeden Meter am Platz. Es war wirklich ein Spiel auf hohen Niveau.“

Gernot Plassnegger, Trainer Austria Lustenau
Der Ex-Rieder Thomas Mayer jubelt verhalten über seinen Treffer zum 1:0 gegen seinen ehemaligen Verein.GEPA
Der Ex-Rieder Thomas Mayer jubelt verhalten über seinen Treffer zum 1:0 gegen seinen ehemaligen Verein.GEPA

Schock nach der Pause

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten eindeutig die Gäste aus dem Innviertel. Kurz nach Wiederanpfiff stand Kennedy Boateng (49.) nach einem Eckball höher als alle anderen und setzte die Kugel per Kopf gezielt ins Eck. Austria-Goalie Kevin Kunz war ohne Chance. Keine zwei Minuten später war der Schlussmann der Austria aber zu Stelle, als er einen Kopfball von Constantin Reiner (51.) aus dem Eck fischte und den Rückstand verhinderte. Die Austria erholte sich schnell von dem Schock und es entwickelte sich eine absolute Spitzenpartie mit tollen Chancen auf beiden Seiten. Morys (56.) per Weitschuss, Canadi (62.) per Freistoßbombe versuchten es vergebens. Auf Rieder Seite war es immer wieder Stürmer Marco Grüll, der für Gefahr sorgte. Einmal verstolperte er aus bester Position (80.) und kurz vor Schluss scheiterte der 21-Jährige an Kunz. Für das größte Raunen im Stadion sorgte aber der eingewechselte Patrik Eler (81.), als er einen Ball wunderbar volley traf, aber am langen Eck verzog.

„Das Match wurde dem Namen Spitzenspiel gerecht. Chancen auf beiden Seiten und auch spielerisch eine Klassepartie.“

Gerald Baumgartner, Trainer SV Ried

Damit blieb es bei einem für beide Seiten gerechten Remis. „Das Match wurde dem Namen Spitzenspiel gerecht. Chancen auf beiden Seiten und auch spielerisch eine Klassepartie“, bilanzierte Ried-Coach Gerald Baumgartner. Austria-Trainer Gernot Plassnegger haderte etwas mit den vergebenen Chancen, war aber sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben dem Favoriten mehr als Paroli bieten können. Die Burschen haben wie versprochen gerackert um jeden Meter am Platz. Es war wirklich ein Spiel auf hohen Niveau“, so der Trainer, der nach vier Punkten aus zwei Spielen getrost von einem guten Saisonstart sprechen kann.

Fussball, 2. Liga

2. Runde

Austria Lustenau – SV Ried 1:1 (1:0)

Planet Pure-Stadion, 3200 Zuschauer, SR Altmann

Torfolge: 39. 1:0 Mayer, 49. 1:1 Boateng

SC Austria Lustenau (3-5-2): Kunz; Feyrer, Stumberger, Grujcic; Lageder, Tiefenbach, Krainz, Mayer (Eler/75.), Canadi; Morys, Ronivaldo

SV Ried: 4-4-2): Kreidl; Reiner, Reifeltshammer, Boateng, Takougnadi; Kerhe, Wiessmeier, Ziegl, Nutz (76. Ammerer); Grüll (83. Canillas), Jefte (82. Grubeck)

Viele Torszenen auf beiden Seiten. GEPA
Viele Torszenen auf beiden Seiten. GEPA
Der Ex-Lustenauer Julian Wiessmeier mit einer akrobatischen Einlage.GEPA
Der Ex-Lustenauer Julian Wiessmeier mit einer akrobatischen Einlage.GEPA
Die Fans im Planet-Pure-Stadion sahen ein wahres Spitzenspiel.GEPA
Die Fans im Planet-Pure-Stadion sahen ein wahres Spitzenspiel.GEPA