Gerechtes Remis im Spitzenspiel

02.08.2019 • 20:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ruhig bleiben: Thomas Mayer traf für die Austria gegen seinen Exklub.gepa
Ruhig bleiben: Thomas Mayer traf für die Austria gegen seinen Exklub.gepa

Austria Lustenau und SV Ried trennen sich 1:1.

Markus Krautberger

Lustenau Österreichs größte Marktgemeinde war gestern Abend so etwas wie der Nabel Vorarlbergs. Am Blauen Platz wurde der Sommer/Lust gefrönt, am alten Rhein feierte man 30 Jahre Szene Open-Air und im Planet Pure-Stadion kam es zum absoluten Topspiel der 2. Liga. Und die 3200 Beobachter des Duells der beiden Meisterschaftsfavoriten mussten ihr Kommen keineswegs bereuen. Vom Start weg entwickelte sich eine Partie auf hohem Niveau. Beide Teams waren bestens aufeinander eingestellt, doch die Elf von Austria-Trainer Gernot Plassnegger war die aktivere, hatte vor allem zu Beginn des Spiels mehr von der Partie. Doch zu Großchancen kam man nicht. Auch weil die Rieder Defensive Austrias Sturmduo Matthias Morys und Ronivaldo im Griff hatte. Gefährlich wurden nur die Rieder – aber für das eigene Tor. Innerhalb kürzester Zeit köpften der Ex-Lustenauer Julian Wiessmeier (16.), Thomas Reifeltshammer (16.) und Marcel Ziegl (17.) beinahe ins eigene Gehäuse.

Danach plätscherte die Partie dahin, bis Thomas Mayer das Stadion wieder aufweckte. Morys bewies im Zentrum Übersicht und bediente mit einem öffnenden Pass Mayer, der zwei Gegenspieler an der Sechzehnerlinie vernaschte und zur Führung einschoss (39.). Mit einer verdienten Pausenführung ging es in die Kabinen.

Schock nach der Pause

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten eindeutig die Gäste aus dem Innviertel. Kurz nach Wiederanpfiff stand Kennedy Boateng (49.) nach einem Eckball höher als alle anderen und setzte die Kugel per Kopf gezielt ins Eck. Austria-Goalie Kevin Kunz war ohne Chance. Keine zwei Minuten später war der Schlussmann der Austria aber zur Stelle, als er einen Kopfball von Constantin Reiner (51.) aus dem Eck fischte und den Rückstand verhinderte. Die Austria erholte sich schnell von dem Schock und es entwickelte sich eine absolute Spitzenpartie mit tollen Chancen auf beiden Seiten. Morys (56.) per Weitschuss, Canadi (62.) per Freistoßbombe versuchten es vergebens. Auf Rieder Seite war es immer wieder Stürmer Marco Grüll, der für Gefahr sorgte. Einmal verstolperte er aus bester Position (80.) und kurz vor Schluss scheiterte der 21-Jährige an Kunz. Für das größte Raunen im Stadion sorgte aber der eingewechselte Patrik Eler (81.), als er einen Ball wunderbar volley traf, aber am langen Eck verzog. Damit blieb es bei einem für beide Seiten gerechten Remis. „Das Match wurde dem Namen Spitzenspiel gerecht. Chancen auf beiden Seiten und auch spielerisch eine Klassepartie“, bilanzierte Ried-Coach Gerald Baumgartner. Austria-Trainer Gernot Plassnegger haderte etwas mit den vergebenen Chancen, „war aber sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben dem Favoriten mehr als Paroli bieten können. Die Burschen haben wie versprochen gerackert um jeden Meter am Platz. Es war wirklich ein Spiel auf hohem Niveau“, so der Trainer, der nach vier Punkten aus zwei Spielen getrost von einem guten Saisonstart sprechen kann.

„Wir haben dem Favoriten Ried in einem tollen Spiel mehr als nur Paroli bieten können.“

Marcel Canadi spielte im Fünfer-Mittelfeld der Austria auf der linken Außenposition und machte immer wieder Druck nach vorne.gepa
Marcel Canadi spielte im Fünfer-Mittelfeld der Austria auf der linken Außenposition und machte immer wieder Druck nach vorne.gepa
Ruhig bleiben: Thomas Mayer traf für die Austria gegen seinen Exklub.gepa
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