Daniel Weber rast mit Vollgas ins Management

02.08.2019 • 12:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Daniel Weber geht bei Pankl Racing den nächsten Karriereschritt. MANFRED NOGER

Der gebürtige Feldkircher arbeitet am Puls des Motorrennsports.

Sulz Spricht man mit Daniel Weber über den Autorennsport, so merkt man eines: Dieses Geschäft verlangt viel Analytik, Fachwissen und Zielstrebigkeit von den Beteiligten. Zu dieser Überlegung passte haargenau die Tätigkeit des nunmehr 31-Jährigen gebürtigen Feldkirchers beim steirischen Grasser Racing Team.

Dort fing 2012 eine Handvoll Leute an, Lamborghini Huracans bei den großen GT3 Rennen einzusetzen. Damals in Monza, noch wegen einem Tankvorgang gemaßregelt und disqualifiziert, ging es bei Grasser Racing schon schnell ans Siegen. Der Gewinn der Blancpain Endurance- und Sprint Series war ein großer Höhepunkt beim Aufstieg des Teams. Fahrer Mirko Bortolotti war ein wichtiger Beteiligter. Schließlich kam der Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Daytona. Für die ganze GT-Szene ein schillernder Erfolg.

Inzwischen zählte das Grasser Team mehr als 50 Leute, Weber hatte innert sechs Jahren einen Erfolgsrun miterlebt. Die Grundlagen für seine erfolgreiche Tätigkeit im Grasser GT Racing Team hatte Weber  an der HTL  geschaffen. Die Matura sollte zur Basis für noch so einiges werden. Weber hatte auf seinem Weg im und um den Autorennsport auch eine erfolgreiche Kartkarriere als Fahrer vorzuweisen. Klein-Daniel war der Benzingeruch schon in die Wiege gelegt.

Sein Vater ist der erfolgreiche ehemalige Motocross-Beiwagenrecke Dietmar Weber. Also, kein Wunder, dass Jung-Daniel schon mit 13 richtig Großes leistete. Werksfahrer bei Jolly-Kart, mehrmals Zweiter der österreichischen Kartmeisterschaft, und das im Duell mit Philipp Eng, dem heutigen BMW-Werksfahrer. Sehr gut lief es in der Schweizer Kartmeisterschaft. Im Jahr 2000 war er Zweiter dieser hochwertigen Serie und duellierte sich dabei mit Sebastien Buemi, einem späteren Forme-1-Star, Le-Mans-Sieger und Formel-E-Crack der Gegenwart. 

Wissend, wie kostspielig der Autorennsport ist und wie unsicher die Ergebnisse sind, verlegte er sein Tätigkeitsfeld ins Management. Zuerst im Kartsport, bei einer sehr guten Adresse rund um Kubica-Kart. Das war der erste Racing-Management-Vollzeitjob und so erfolgreich, dass dem schon bald der Einstieg beim Grasser Racing Team folgen konnte.

Nächste Stufe

Es folgte die nächste gute Adresse auf dem Karriereweg: Pankl Racing Systems, wo Komponenten für die Welt des Rennsports entstehen. Weber, der aus der Praxis weiß, wie diese Komponenten funktionieren, ist dabei, hier als kundenberatender Techniker die nächste Stufe auf seiner Karriereleiter zu nehmen.

In der Steiermark, im Raum Knittelfeld, wo Weber nun schon zehn Jahre tätig ist, wird er bis auf Weiteres bleiben. In der Region rund um den Red Bull Ring schlägt ja wirklich der Puls des österreichischen Racings, das ein wichtiger Teil seines Lebens geworden ist.

Zur Person

Daniel Weber

Geboren in Feldkirch, aufgewachsen in Sulz, Sohn von Ex-Motocross-Beiwagencrack Dietmar Weber
Familienstand: ledig
Wohnhaft: Seckau, Steiermark
Hobbys: klassische Autos, Reisen
Beruf: Manager bei Pankl Racing Systems
Größter Erfolg: Renningenieur bei diversen GT3 Siegen des Grasser Lamborghini Teams zwischen 2012 und 2018