Abenteuer bei den Pyramiden

06.08.2019 • 18:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bild aus dem Spiel gegen Wacker Innsbruck: Ygor Carvalho tritt an und sorgt damit meist für Torgefahr beim Gegner.gepa
Bild aus dem Spiel gegen Wacker Innsbruck: Ygor Carvalho tritt an und sorgt damit meist für Torgefahr beim Gegner.gepa

Zweitliga-Aufsteiger Dornbirn droht Stürmer Ygor Carvalho abhanden zu kommen.

Dornbirn Kairo statt Dornbirn, eine 9,5-Millionen-Metropole statt einer beschaulichen 50.000-Einwohner-Stadt, höchste Liga in Ägypten statt Liga zwei in Österreich – das wichtigste Argument aber könnte sein: Profivertrag statt Amateurstatus. Deshalb steigt Dornbirn-Torjäger Ygor Carvalho heute in den Flieger nach Kairo, wo er beim möglichen neuen Verein FC Masr einen medizinischen Test absolvieren wird. Begleitet wird der 28-jährige Stürmer aus Brasilien von Landsmann Alex Dorta. „Er hat mich um Hilfe gebeten, nachdem ihn der Trainer von Masr (Anm. d. Red.: Mohammed Salah) persönlich kontaktiert hat.“ Und warum Ygor? „Er war Torschützenkönig in der Regionalliga“, sagt Dorta ohne lange nachzudenken. 51 Treffer hat Carvalho in 79 Pflichtspielen für die Rothosen erzielt, auch für das bislang einzige Saisontor in der 2. Liga zeichnet der Südamerikaner verantwortlich. „Ich will es mir noch nicht vorstellen“, sagt FCD-Sportchef Peter Handle. Zumal er auch befürchtet, dass dem Klub bei einem Wechsel ins Profilager nicht einmal eine Ablöse zusteht. „Es kann noch viel passieren“, macht sich Handle Mut. So will er sich denn auch erst nach einem fixierten Wechsel mit einem möglichen Nachfolgekandidaten auseinandersetzen. Kritik übt er dafür an der langen Transferzeit. „Die fällt gerade uns als Amateurklub auf den Kopf.“

Vertragsverhandlungen

Carvalho selbst wird in Kairo bei den Verhandlungen von Dorta unterstützt. Möglicherweise kehrt er deshalb am Donnerstag schon mit einem Profivertrag über vier Jahre ausgestattet ins Ländle zurück. Dann würde Dornbirn schon am Freitag beim Spiel gegen Austria Klagenfurt auf die Dienste seines Torjägers, der 2016 von Langenegg kommend den Weg in die Messestadt fand, verzichten müssen.

Der FC Masr ist ein noch junger Klub, erst 2009 gegründet, in Ägypten. In der Saison 2018/19 gelang dem Verein mit Sitz in Kairo der Aufstieg in die ägyptische Premier League, die mit 18 Klubs gespielt wird.

„Die lange Transferzeit fällt vor allem uns Amateurklubs auf den Kopf.“