Aufholjagd kommt zu spät, Mähr/Bargehr hoffen auf Genua

06.08.2019 • 18:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
David Bargehr Lukas Mähr konnten bei der WM in Enoshima trotz guter Starts nur ein Topresultat einfahren.Störkle
David Bargehr Lukas Mähr konnten bei der WM in Enoshima trotz guter Starts nur ein Topresultat einfahren.Störkle

Olympiaticket verpasst, letzte Chance gibt es beim Weltcup im April 2020.

Enosihma David Bargehr und Lukas Mähr verpassten bei der 470er-WM in Enoshima die Fahrkarte für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio. Dem Segelduo vom Yachtklub Bregenz fehlten am zweiten Tag der Qualifikation neun Punkte auf die Goldflotte. Beim Weltcup in Genua vom 13. bis 19. April 2020 bietet sich eine letzte Chance für die Olympiaqualifikation.

„Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß“, war Steuermann David Bargehr frustriert. „Vor allem wenn man bedenkt, dass zumindest der erste Schritt, die Goldflotte, möglich gewesen wäre. Wir wussten seit der letzten WM, dass wir unsere Starts verbessern müssen. Das ist uns auch sehr gut gelungen. Dann haben wir uns allerdings entweder auf der Vorwind oder auf der Kreuz eingebaut. Das ist doppelt ärgerlich, da wir nach solchen Starts eigentlich vorne dabei sein müssten.“

Bargehr und Mähr hätten ein Top-Vier-Ergebnis unter den noch nicht qualifizierten Nationen benötigt. Österreichs Top-Boot blieb zu Beginn des zweiten Renntags aber unter den Erwartungen. Bei einem Wind von bis zu 13 Knoten brachten sich die beiden Vorarlberger mit den Rängen 14 und 18 vor dem letzten Rennen unter Druck. Die WM-Dritten von 2017 starteten zwar noch eine Aufholjagd und verbuchten mit einem sechsten Rang ihr bestes Ergebnis der Regatta, am Ende fehlten den Olympia-Aspiranten doch neun Zähler auf das Finale.

Schlüsse ziehen

Für Bargehr/Mähr stand am Ende der Qualifikation schließlich Platz 31, sie müssen die WM in der Silberflotte fortsetzen. Um die Chance auf Tokio 2020 aufrecht zu halten, wäre ein Top-26-Resultat und ein damit verbundenes Ticket für die Goldflotte notwendig gewesen. Bargehr bleibt aber motiviert: „Für uns gilt es nun, die WM trotzdem fokussiert fertig zu segeln und aus unseren Fehlern zu lernen. Dazu ist jetzt die beste Möglichkeit, da wir in einem absoluten Top-Feld segeln, in dem jeder kleine Fehler bestraft wird.“ Tokio bleibt immer noch das große Ziel: „Es gilt nun von Wettfahrt zu Wettfahrt und von Regatta zu Regatta zu denken, unsere Schlüsse ziehen und uns dann gezielt auf die Pre-Olympics vorbereiten.“