„Keine Zeit für Heimatbesuch“

07.08.2019 • 20:25 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Für den Vorarlberger Adi Hütter auf der Trainerbank von Eintracht Frankfurt hat die Partie gegen den FC Vaduz in der Europa League-Qualifikation eindeutig Priorität. AFP
Für den Vorarlberger Adi Hütter auf der Trainerbank von Eintracht Frankfurt hat die Partie gegen den FC Vaduz in der Europa League-Qualifikation eindeutig Priorität. AFP

Eintracht Frankfurt mit Trainer Adi Hütter gastiert heute beim FC Vaduz.

Markus Krautberger

Vaduz Für Liechtensteins Vorzeigeklub war das Los für die dritte Runde der Europa-League-Qualifikation ein absoluter Hauptgewinn. Denn mit Eintracht Frankfurt kommt, „die Mannschaft, die wir uns gewünscht haben. Ein absolutes Traumlos“, erklärt Vaduz-Trainer Mario Frick auf der Pressekonferenz. Mit 5908 Zuschauern wird das Rheinparkstadion ausverkauft sein. Dafür sorgen auch mindestens 1700 mitgereiste Fans aus Hessen.

Haushoher Favorit

Für Frankfurt-Cheftrainer Adi Hütter ist dieses Match fast so etwas wie „Heimkommen“. Seine Heimat Altach ist nur einen Steinwurf entfernt, zudem hat er als Jugendlicher oftmals gegen Auswahlen aus Liechtenstein am Platz gestanden. Den Voraussetzungen für das Spiel heute schaut der 49-Jährige gelassen entgegen, weiß, dass der Europa-League-Halbfinalist aus der letzten Saison der haushohe Favorit ist. „Dessen sind wir uns alle bewusst, das haben wir uns auch erarbeitet. Und wir wollen dieser Favoritenrolle auch hier in Vaduz gerecht werden“, erklärt der Eintracht-Coach. Ob Gefahr besteht, dass seine Mannschaft Gegner Vaduz unterschätzen könnte, verneint der gebürtige Altacher: „Wir nehmen jeden Gegner in dieser Qualifikation ernst. Vaduz hat Qualität in seinen Reihen, deswegen gehen wir mit größter Professionalität an das Spiel heran. Wir wissen, was zu tun ist, um in Vaduz zu gewinnen.“

Seine persönlichen Erfahrungen als Trainer im Rheinparkstadion von Vaduz sind aber nicht die besten. In vier Spielen mit den Young Boys Bern in Liechtenstein reichte es nie für einen Sieg. Drei Remis und gar eine Niederlage sind die Bilanz von Hütter. „Es war irgendwie immer unangenehm hier zu spielen“. Um auch diese Bilanz zu verbessern reiste Frankfurt mit allem was Rang und Namen hat, an. Vizeweltmeister Ante Rebic wie auch ÖFB-Teamspieler Martin Hinteregger stehen im Kader, „ob beide spielen, bleibt noch abzuwarten. Bereit sind sie auf jeden Fall,“ so Hütter, der auf einen Heimatbesuch in Altach verzichtet: „Ich bin hier, um eine gute Arbeit abzuliefern und nicht auf Besuch.“

Freude über Trapp-Rückkehr

Große Freude herrscht beim Vorarlberger auch, wenn er auf den endlich abgeschlossenen Transfer von Kevin Trapp angesprochen wird. „Kevin ist ein absoluter Toptormann. Mich freut es sehr, dass es gelungen ist, ihn fix zu verpflichten“, so Hütter, der aber heute noch auf den Goalie verzichten muss. Trapp, kommt um rund acht Millionen Euro von Paris St. Germain (Vertrag bis 2024), ist erst am Wochenende im DFB-Pokal gegen Waldhof Mannheim einsatzberechtigt.

„Wir wissen, dass wir der große Favorit sind, wollen dieser Rolle auch hier gerecht werden.“

Für den Vorarlberger Adi Hütter auf der Trainerbank von Eintracht Frankfurt hat die Partie gegen den FC Vaduz in der Europa League-Qualifikation eindeutig Priorität. AFP
Für den Vorarlberger Adi Hütter auf der Trainerbank von Eintracht Frankfurt hat die Partie gegen den FC Vaduz in der Europa League-Qualifikation eindeutig Priorität. AFP