„Ich war komplett kaputt“

Sport / 09.08.2019 • 21:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dominic Thiem konnte wegen einer Erkrankung im Viertelfinale gegen Daniil Medwedew nicht mithalten.apa
Dominic Thiem konnte wegen einer Erkrankung im Viertelfinale gegen Daniil Medwedew nicht mithalten.apa

Eine Verkühlung bremste Dominic Thiem, Aus gegen Medwedew im Viertelfinale in Montreal.

Monteal Dominic Thiem ist im Viertelfinale von Montreal von einer Verkühlung gebremst worden. Der Vierte der Tennis-Weltrangliste unterlag im ATP-Masters-1000-Event dem Russen Daniil Medwedew glatt mit 3:6, 1:6. „Gestern und vorgestern war es noch okay, ich bin auch relativ locker in die Matches reingegangen. Das hat gut funktioniert. Heute war es am Platz ein bisschen schlechter. Außerdem hat er richtig gut gespielt“, lobte der Niederösterreicher seinen Gegner.

Keine Kraft

Am dritten, vierten Tag sei die Verkühlung immer am Höhepunkt. „Außerdem hat das Ganze mit dem Herreisen und mit dem Jetlag rein in die Verkühlung Kraft gekostet. Heute war ich einfach komplett kaputt“, gestand er. Aber er wollte die Partie nicht w.o. geben, sondern es wenigstens versuchen. „Jetzt werde ich schauen, dass ich bis Cincinnati wieder voll fit werde.“

Thiems Manager Herwig Straka wollte die Verkühlung nicht als Ausrede hernehmen. „Aber es war schwer zu übersehen, dass er nicht fit war. Wir sind auf einem guten Weg und er ist eigentlich sehr gut in Form.“

Der 23-jährige Russe musste längst nicht alle seine Stärken auspacken. „Es war ein einfaches Match, aber so etwas kann man im Vorhinein nicht erwarten. Ich habe solide gespielt“, sagte der Weltranglistenneunte Medwedew im Sky-Interview, der nicht wusste, ob Thiem gesundheitliche Probleme zu schaffen machten. Die Pressekonferenz sollte darüber Aufschluss bringen.

Thiem gab im ersten Satz gleich seinen ersten Aufschlag ab. Er kam erst im fünften Game besser ins Spiel, gewann dieses zu null zum 2:3 und ließ auch die Zuschauer auf eine Steigerung des Niveaus hoffen. Von einer Chance zu einem Rebreak war Thiem allerdings in Folge weit entfernt und musste am Ende gegen den Satzverlust servieren. Medwedew verwertete den zweiten Satzball zum 6:3. An vermeidbaren Fehlern hatte der Österreicher 13 im Gegensatz zu fünf seines Gegners als Bilanz im ersten Satz stehen.

Ein Ehrenspiel

Der zweite Durchgang hielt keine Besserung für den Weltranglistenvierten bereit, erneut brachte Thiem das Service nicht durch. Beim Stand von 0:3 wehrte er zwar zwei Breakbälle ab, konnte den Aufschlag dennoch nicht halten. Bei 0:5 machte Thiem noch Breakbälle und einen Matchball von Medwedew zunichte, mehr als das Ehren-Game war aber nicht mehr drinnen für den Österreicher. Medwedew servierte nach knapp 57 Minuten aus und verkürzte im Head-to-Head auf 1:2.

„Der Jetlag und die Verkühlung haben viel Kraft gekostet.“