Lokalmatadore erobern Wolfurt

11.08.2019 • 17:53 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Simon Baldauf (r.) entschied das Finale der 30. Wolfurttrophy mit einem Block. Im Anschluss fielen sich er und sein Partner Jakob Reiter in die Arme und ließen ihren Emotionen freien Lauf (kl. Bild oben).VN-LErch
Simon Baldauf (r.) entschied das Finale der 30. Wolfurttrophy mit einem Block. Im Anschluss fielen sich er und sein Partner Jakob Reiter in die Arme und ließen ihren Emotionen freien Lauf (kl. Bild oben).VN-LErch

Simon Baldauf und Jakob Reiter gewinnen die 30. Auflage der Wolfurttrophy.

wolfurt „Mit zehn Jahren habe ich die Schroffenegger-Brüder hier gewinnen sehen und habe mir daraufhin gesagt, dieses Turnier will ich auch einmal gewinnen“, diese Geschichte erzählte der Wolfurter Simon Baldauf Minuten nachdem er die 30. Raiffeisen Wolfurttrophy an der Seite seines Dornbirner Partner Jakob Reiter gewonnen hatte. Die beiden Lokalmatadore bezwangen in einem packenden Finale die als Nummer drei ins Turnier gestarteten Michael Murauer/Simon Frühbauer denkbar knapp mit 16:14 im entscheidenden dritten Satz. Nachdem der erste Satz an den ehemaligen Wolfurttrophy-Sieger Murauer und seinen Partner ging, steigerten sich die beiden Vorarlberger vor allem in der zweiten Hälfte des zweiten Satzes. Beim Stand von 11:11 machten sie vier Punkte in Folge. Vor allem Baldauf zeigte in dieser Phase mit seinen Blocks und seinen Flatterservices, warum die beiden im Finale standen. Vom Publikum in der restlos gefüllten Beacharena an der Ach getragen, entschieden die beiden in der Halle für Klagenfurt spielenden Vorarlberger den zweiten Satz mit 21:18 für sich.

Zwei Matchbälle abgewehrt

Der dritte Satz startete wie die zwei Sätze davor auch sch0n sehr ausgeglichen, ehe sich Murauer/Frühbauer gegen Ende hin etwas absetzen konnten und sich beim
Stand von 14:12 zwei Matchbälle erspielten. Diese wurden von den Lokalmatadoren aber jeweils souverän abgewehrt, bis ein erneuter Block des Wolfurters Simon Baldauf das Finale für die Lokalmatadore entschied. Baldauf/Reiter sind die erste rein vorarlbergerische Paarung, die die Wolfurttrophy für sich entscheiden konnte.

„Unglaublich, was hier passiert ist. Danke Wolfurt für diese Unterstützung“, findet der 21-jährige Reiter nach dem emotionalen Finalsieg kaum Worte. „Ich glaube, dieser Sieg wird mir das gesamte nächste Jahr Energie geben. Der Sieg in meinem Wohnzimmer war schon immer mein Traum und jetzt ging er in Erfüllung. Als wir die beiden Matchbälle abgewehrt haben, dachte ich mir nur noch, jetzt erst recht für Wolfurt“, freut sich Baldauf, nachdem er sich seinen Kindheitstraum erfüllt hatte.

Im Spiel um Platz drei setzten sich die favorisierten Schweizer Quentin Métral und Florian Breer gegen die Nummer sechs des Turniers, Thomas Kuntert und Lorenz Petutschnig, klar mit 2:0 durch und sicherten sich somit die Bronzemedaille beim 30. Jubiläum der Raiffeisen Wolfurttrophy in der Beacharena an der Ach.

Rehackova verteidigtTitel

Bei den Damen gelang Karolina Rehackova mit ihrer neuen Partnerin Sara Olivova die Titelverteidigung. In einem spannenden Finale setzten sich die Tschechinnen gegen die als Nummer eins ins Turnier gestarteten Sloweninnen Kotnik/Jancar mit 2:1 durch. Rang drei behauptete Kathi Almer mit ihrer Partnerin Julia Radl gegen Eva Pfeffer und Franziska Friedl. SB

„Die Wolfurttrophy zu gewinnen war ein Kindheitstraum, der nun in Erfüllung ging.“

Karolina Rehackova (l.) verteidigte ihren Titel in Wolfurt.vn-Lerch
Karolina Rehackova (l.) verteidigte ihren Titel in Wolfurt.vn-Lerch

Beachvolleyball

30. Raiffeisen Wolfurttrophy in der Beacharena an der Ach 

Internet: www.wolfurttrophy.cc

Veranstalter: VC Wolfurt

Damen

1. Karolina Rehackova/Sara Olivova (CZE)

2. Tjasa Kotnik/Tjasa Jancar (SLO)

3. Katharina Almer/Julia Radl (AUT)

4. Eva Pfeffer/Franziska Friedl (AUT)

13. Anna Oberhauser/Viktoria Deisl (V/S)

Damenfinale:

Rehackova/Olivova (CZE) – Kotnik/Jancar (SLO) 2:1 (21:19, 10:21, 15:12)

Spiel um Platz 3:

Almer/Radl (AUT) – Pfeffer/Friedl (AUT) 2:1 (21:18, 21:23,15:9)

Damen-Halbfinale

Kotnik/Jancar (SLO) – Pfeffer/Friedl (AUT) 2:0 (24:22, 21:17)

Rehackova/Olivova (CZE) – Almer/Radl (AUT) 2:0 (21:17, 21:15)

Herren

1. Simon Baldauf/Jakob Reiter (V)

2. Michael Murauer/Simon Frühbauer (AUT)

3. Quentin Métral/Florian Breer (SUI)

4. Thomas Kunert/Lorenz Petutschnig (AUT)

9. Richard Schaugg/Florian Winder (V)

9. Theo Reiter/Laurenz Leitner (V/S)

13. Aaron Kritzinger/David Rinderer (V)

Herrenfinale:

Baldauf/Reiter (V) – Murauer/Frühbauer (AUT) 2:1 (16:21, 21:18, 16:14)

Spiel um Platz 3:

Métral/Breer (SUI) – Kunert/Petutschnig (AUT) 2:0 (21:17, 21:17)

Herren-Halbfinale:

Baldauf/Reiter (V) – Métral/Breer (SUI) 2:0 (21:15, 21:17)

Murauer/Frühbauer (AUT) – Kunert/Petutschnig (AUT) 2:1 (20:22, 22:21, 15:12)