Der LASK klopft an die Königsklasse

Sport / 13.08.2019 • 22:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jubelstimmung bei den LASK-Spielern nach dem siegreichen Spiel gegen Basel.gepa
Jubelstimmung bei den LASK-Spielern nach dem siegreichen Spiel gegen Basel.gepa

Linzer gewannen auch das Rückspiel (3:1) gegen den Schweizer Vizemeister Basel – jetzt wartet Club Brügge.

Linz Vizemeister LASK greift nach den Fußballsternen. Sechs Tage nach dem 2:1-Auswärtssieg beim FC Basel setzten sich die Linzer gegen die Schweizer auch zuhause (3:1) durch, und sicherten sich das Play-off-Ticket der Champions-League-Quali.

Millioneneinnahmen schon sicher

In einer hart umkämpften Partie ging der LASK durch Reinhold Ranftl glücklich in Führung (59.), Kemal Ademi (80.) ließ bei der in der ersten Hälfte besseren Elf von Ex-ÖFB-Teamchef Marcel Koller nur kurz Hoffnung aufkeimen. Der LASK setzte sich insgesamt aber verdient durch und trifft nun auf Belgiens Vizemeister Club Brügge, das einem 1:0-Heimerfolg über Dynamo Kiew am Dienstag auswärts in der Ukraine ein 3:3 folgen ließ. Das Hinspiel in Linz steigt am kommenden Dienstag.

Als Gewinner dürfen sich die Oberösterreicher quasi aber schon jetzt fühlen: Der Play-off-Verlierer streift fünf Millionen Euro ein, das Fixticket für die Europa-League-Gruppenphase hatten die Linzer zudem schon vorher sicher. Neben dem bisher einzigen Meistertitel 1965 ist es für den LASK wohl der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Die Charakteristik des Spiels entsprach vor ausverkauftem Haus durchaus den Erwartungen. Basel agierte wesentlich aggressiver als im Hinspiel, verlor weniger Zweikämpfe und erarbeitete sich mit hohen Bällen sowie über die Seiten immer wieder Offensivaktionen. Koller hatte im Vergleich zum Hinspiel drei Umstellungen vorgenommen. So gab im Mittelfeld der 19-jährige Schweizer-Neoteamspieler Noah Okafor sein Startelfdebüt in der CL-Quali, Ademi füllte als Solospitze die Lücke nach dem Abgang von Albian Ajeti zu West Ham. Zweimal stand Valentin Stocker im Fokus: Erst schlenzte Basels Kapitän den Ball aus zwölf Metern knapp am Tor vorbei (22.), später reklamierte er bei seinem gescheiterten Versuch nach hoher Flanke erfolglos Elfmeter: Glück für den LASK, da bei der Aktion im Fünfer sowohl ein Schubser Reinhold Ranftls als auch ein Foul von Goalie Alexander Schlager erfolgte (38.).

Der LASK steigerte sich nach der Pause, ließ nicht mehr viel zu und hatte nach fast einer Stunde auch in der Offensive Beistand von Fortuna: Raoul Petretta fälschte eine Flanke Ranftls unhaltbar ins eigene Tor ab und besiegelte damit das Schicksal der Gäste.

Die Statistik zum Spiel der Linzer und die restlichen Partien der 3. Runde in der Champions-League-Qualifikation sind zusammengefasst nachzulesen auf C2.