Momentaufnahme mit Licht und Schatten

Sport / 18.08.2019 • 18:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach Rang zwei beim Weltcupfinale können sich Benjamin Bildstein und David Hussl auch bei den Pre Olympics vor Tokio im 49er im Spitzenfeld behaupten.Storkle
Nach Rang zwei beim Weltcupfinale können sich Benjamin Bildstein und David Hussl auch bei den Pre Olympics vor Tokio im 49er im Spitzenfeld behaupten.Storkle

49er-Duo Bildstein/Hussl Dritter bei Pre Olympics vor Tokio.

Tokio Ein Jahr vor den Olympischen Sommerspielen in Tokio gehen im Olympiarevier in Enoshima, eine Halbinsel der Sagami-Bucht, die sogenannten Pre Olympics der Segler über die Bühne. Mit dabei auch die beiden Vorarlberger Paradeboote Benjamin Bildstein und David Hussl im 49er sowie David Bargehr und Vorschoter Lukas Mähr in der 470er-Klasse.

Vier Top-6-Resultate

Nach fünf von zwölf Wettfahrten der 49er-Konkurrenz können Bildstein/Hussl auf eine zufriedenstellende Zwischenbilanz verweisen. Mit je einem dritten, vierten, fünften und sechsten Rang sowie dem 19. Platz als Streichresultat nimmt das Duo des YC Bregenz unter 21 Booten den dritten Zwischenrang ein. Mit 18 Punkten haben die beiden 27-Jährigen lediglich sieben Zähler Differenz auf die in Führung liegenden Polen Pawel Kolodzinski/Lukasz Przybytek bzw. vier Zähler mehr auf dem Konto als Blair Tuke/Peter Burling aus Neuseeland. „Im Moment sieht es sehr gut aus für uns und wir dürfen absolut zufrieden sein. Doch die Konkurrenz ist hochkarätig, und um den Spitzenplatz zu behaupten, dürfen wir uns keinen Ausrutscher erlauben. Bei den extrem wechselnden Wind- und Wasserverhältnissen kann man ganz schnell an Boden verlieren und nach hinten fallen. Erstes Etappenziel ist das Erreichen des Medal Race (Top-Ten), dann werden die Karten neu gemischt“, betonte Steuermann Bildstein.

Überhaupt nicht nach Wunsch läuft es dagegen für Bargehr/Mähr. Nach dem missglückten Auftritt zu Beginn des Monats bei der 470er-Weltmeisterschaft an selber Stelle kommen die beiden 28-Jährigen erneut nicht so richtig in Fahrt. Nach zwei 16. Plätzen und einem 21. Rang als Streichresultat müssen sich die Bregenzer mit dem 20. Zwischenrang unter 22 Booten begnügen. „Bei uns ist aktuell irgendwie der Wurm drin. Die Geschwindigkeit und Strategie passen, einzig die Umsetzung funktioniert nicht so, wie wir uns das vornehmen. Doch wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken, weiter alles geben und alles versuchen, um das Feld von hinten aufzurollen“, erklärt Vorschoter Mähr kämpferisch.

Für Österreichs Team gab es beim Olympiatest zudem eine Hiobsbotschaft: Nacra-17-Steuermann Thomas Zajac zog sich bei der ersten Wettfahrt bei einem Manöver einen Innenbandriss am Knie zu. Wie lange der Olympia-Dritte von Rio 2016 ausfällt, ist noch offen. VN-JD