Bittere Heimpleite für den LASK

Sport / 20.08.2019 • 21:18 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
LASK-Torhüter Alexander Schlager streckt sich vergebens, Brügge-Spieler Hans Vanaken verwertet den strittigen Foulelfmeter.gepa
LASK-Torhüter Alexander Schlager streckt sich vergebens, Brügge-Spieler Hans Vanaken verwertet den strittigen Foulelfmeter.gepa

Die Linzer dürfen aber auch nach dem 0:1 gegen Brügge noch hoffen.

Linz Trotz einer engagierten Leistung und mit viel Pech hat der LASK das Hinspiel im Play-off zur Champions-League gegen Club Brügge verloren. Der österreichische Vizemeister musste sich bei teilweise heftigem Regen auf der Linzer Gugl 0:1 geschlagen geben. Ein früher, allerdings umstrittener Elfmeter brachte die Entscheidung.

Der LASK geriet nach einer harten Schiedsrichter-Entscheidung in der 10. Minute in Rückstand. Hans Vanaken verwertete den Penalty sicher, nachdem Kapitän Gernot Trauner ein bestenfalls leichtes Foul begangen hatte. Die Oberösterreicher waren die spielbestimmende Mannschaft, im Abschluss fehlte diesmal jedoch vor allem zu Beginn das Glück des Tüchtigen. Im zweiten Durchgang wurde Brügge stärker.

Druckvolle Startphase

Die Partie begann gleich mit drei Chancen für den LASK, der erstmals im weißen Europacup-Dress von Sponsor BWT antrat. Zunächst spielte Rene Renner nach 20 Sekunden von der linken Seite in die Mitte, wo Reinhold Ranftl der Ball aus an sich guter Schussposition aber über den Rist rutschte. In der 4. Minute köpfelte James Holland an die Außenstange, zwei Minuten später verfehlte Joao Klauss.

Sehr viel Glück hatten die Gäste aus Belgien bei ihrer ersten nennenswerten Aktion. Trauner traf im Strafraum seinen Gegenspieler Lois Openda leicht, der Belgier ging spektakulär zu Boden. Schiedsrichter Szymon Marciniak zeigte auf den Elfmeterpunkt, und nach langer Wartezeit hielt diese Entscheidung auch der Überprüfung durch die Video-Assistenten stand. Vanaken verwandelte trocken in die linke Ecke. Doppelt bitter für den LASK: Dem fragwürdigen Elfmeter war noch dazu eine – allerdings sehr knappe – Abseitsstellung vorausgegangen. Die Regel besagt, dass die Video-Assistenten nur bei einer klaren Fehlentscheidung tätig werden sollen.

Elfmeteralarm kurz vor Ende

Das Pech klebte dem LASK anschließend weiter an den Füßen. Nach einem Vorstoß von Ranftl in der 24. Minute kickte Brügge-Innenverteidiger Simon Deli an die Latte – im Normalfall wäre das ein sicheres Eigentor gewesen. Die Linzer ließen sich davon aber nicht entmutigen und waren weiter bemüht. Philipp Wiesinger (45./+ 2) traf den Ball nicht richtig.

In der 49. Minute bewahrte Alexander Schlager den LASK vor dem 0:2. Der Torhüter rettete am Fünfer vor Dennis. Der Stürmer aus Nigeria und seine Kollegen wurden jetzt bei tiefem Boden immer stärker. Bei einer Gelegenheit von Openda (52.) hielt Schlager wieder gut, in der 65. Minute schoss der 19-jährige Stürmer am Tor vorbei. Auch Mats Rits (81.) verzeichnete einen Fehlschuss.

Das Heimteam kam erst gegen Ende der Partie wieder auf. Klauss (75./77.) prüfte Ex-Liverpool-Goalie Simon Mignolet zweimal aus der Distanz. Elfmeter-Alarm gab es kurz vor Schluss bei einem Zweikampf von Marko Raguz mit Deli, die Pfeife von Marciniak blieb diesmal aber stumm. In der Nachspielzeit traf Raguz nach Ranftl-Flanke per Kopf das Tor nicht, der eingewechselte Yusuf Otubanjo schoss daneben.

Die erste LASK-Niederlage in der neuen Saison war damit besiegelt. Im Rückspiel ist für die Schwarz-Weißen aber noch alles möglich.

Fußball

UEFA Champions League

Qualifikation, Play off (Hinspiele)

LASK Linz – Club Brügge 0:1 (0:1)

Linz, Linzer Stadion, 14.000 Zuschauer (ausverkauft), SR Szymon Marciniak (POL)

Tor: 10. 0:1 Vanaken (Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Renner, Trauner, Wiesinger, Frieser bzw. Mata

LASK Linz (3-4-3): Alexander Schlager; Wiesinger, Trauner, Pogatetz; Ranftl, Holland, Michorl, Renner (67. Raguz); Goiginger (83. Otubanjo), Klauss, Tetteh (53. Frieser)

Club Brügge (4-3-3): Mignolet; Mata, Mitrovic, Deli, Sobol (66. Ricca); Vormer, Rits, Vanaken; Dennis, Okereke (89. Diatta), Openda (74. Kaveh)

Beim LASK saß der Ex-Altacher Valentino Müller auf der Bank.

CFR Cluj – Slavia Prag 0:1

APOEL Nikosia – Ajax Amsterdam 0:0

BSC Young Boys – Roter Stern Belgrad heute

Olympiakos Piräus – FK Krasnodar heute

Dinamo Zagreb (Dilaver) – Rosenborg Trondheim heute

Qualifikation, Play off (Rückspiele)

FK Krasnodar – Olympiakos Piräus 27. August

Roter Stern Belgrad – BSC Young Boys 27. August

Rosenborg Trondheim – Dinamo Zagreb (Dilaver) 27. August

Club Brügge – LASK Linz 28. August

Ajax Amsterdam – APOEL Nikosia 28. August

Slavia Prag – CFR Cluj 28. August

UEFA Europa League

Qualifikation, Play off (Hinspiele)

FK Astana – FK Bate Borisow Donnerstag

FC Ararat-Armenia – F91 Düdelingen Donnerstag

Malmö – Bnei Yehuda Donnerstag

Suduva Marijampole (Gotal, Topcagic) – Ferencvaros Budapest Donnerstag

Ludogorets Rasgrad – NK Maribor Donnerstag

Feyenoord Rotterdam – Hapoel Beer Sheva Donnerstag

FC Kopenhagen – Riga FC Donnerstag

AEK Athen – SK Trabzon Donnerstag

Legia Warschau – Glasgow Rangers Donnerstag

AZ Alkmaar – Royal Antwerpen Donnerstag

PSV Eindhoven – Apollon Limassol Donnerstag

KAA Gent – HNK Rijeka (Gorgon) Donnerstag

Steaua Bukarest – Vitoria Guimaraes Donnerstag

Racing Strasbopurg – Eintracht Frankfurt (Hütter, Hinteregger) Donnerstag

Linfield FC – Karabach Agdam Donnerstag

Sporting Braga – Spartak Moskau Donnerstag

Celtic Glasgow – AIK Solna Donnerstag

Espanyol Barcelona – FK Sorja Luhansk Donnerstag

FK Partizan – FK Molde Donnerstag

SK Slovan Bratislava – PAOK Saloniki Donnerstag

FC Turin – Wolverhampton Wanderers Donnerstag

UEFA Europa League im TV, Donnerstag

RTL Nitro, live ab 20.15 Uhr: Racing Strasbourg – Eintracht Frankfurt