Traum von der Königsklasse lebt

Sport / 21.08.2019 • 22:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beim Rückspiel im Champions-League-Play-off erwarten LASK-Spieler Emanuel Pogatetz erneut viele Luftduelle mit Brügges David Okereke.APA
Beim Rückspiel im Champions-League-Play-off erwarten LASK-Spieler Emanuel Pogatetz erneut viele Luftduelle mit Brügges David Okereke.APA

Trotz 0:1-Niederlage gegen Club Brügge glaubt der LASK noch an seine Chance.

Linz Mangelndes Spielglück, ein umstrittener Elfmeter trotz Video-Schiedsrichter, 0:1 verloren: Die Premiere im Play-off der Champions League ist für den LASK nicht nach Wunsch verlaufen. Den Traum von der Premiere in der Königsklasse haben die Linzer aber noch nicht aufgegeben. „Brügge war keinen Deut besser, wir haben noch die Chance, den Spieß umzudrehen“, so Offensivspieler Peter Michorl.

Video-Assistent sorgte für Ärger

Die spielentscheidende Szene im ausverkauften Linzer Stadion gab es bereits in der Anfangsphase. Gernot Trauner traf Lois Openda im Strafraum leicht, der ging theatralisch zu Boden. Strittig war der von Hans Vanaken (10.) souverän verwandelte Elfmeter aber auch aus einem anderen Grund: Der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak ahndete eine wohl leichte Abseitsstellung des Brügge-Angreifers noch vor dem Foulpfiff nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten (VAR) nicht – sehr zum Ärger der Linzer. „Auf so einem Niveau entscheiden Details, es ist dann ärgerlich. Wozu haben wir dann den VAR?“, fragte LASK-Trainer Valerien Ismael.

„Der Gegner hat das 1:0 auf dem Silberteller präsentiert bekommen, der Fußballgott hat nicht auf uns geschaut“, meinte Michorl. Der 24-Jährige bezog sich dabei nicht nur auf die Szene des Spiels. James Holland traf per Kopf die Außenstange (4.), bei einem Beinahe-Eigentor von Simon Deli rettete die Latte für die Belgier (24.). Der Ball wollte nicht nur da, sondern auch bei weiteren guten Möglichkeiten vor allem zu Beginn und gegen Ende des Spiels nicht ins Tor. „Natürlich ärgert mich die Abseitsentscheidung, doch noch mehr ärgert mich unsere Chancenverwertung“, sagte Ismael. Auch die Kicker gaben sich selbstkritisch. „Wenn du auf so einem Niveau deine Chancen nicht verwertest, wirst du halt bestraft“, gab Michorl zu Protokoll. Ans Aufgeben denkt bei den Linzern dennoch niemand. „Der Traum und unsere Chance leben noch immer, die Ausgangsposition mit dem Auswärtstor für Brügge ist jetzt natürlich schwierig“, erläuterte Abwehr-Routinier Emanuel Pogatetz.

Brügge pausiert, LASK spielt

Die Belgier haben den Vorteil, dass ihre nächste Meisterschaftspartie bei Charleroi verschoben wurde, um sich perfekt auf das CL-Rückspiel vorbereiten zu können. Der LASK muss hingegen am Samstag in der Bundesliga bei Rapid antreten. Die Hütteldorfer stimmten der von den Linzern beantragten Verschiebung des Spiels nicht zu.

„Brügge war keinen Deut besser, wir haben noch die Chance, den Spieß umzudrehen.“