Comeback auf höchster Ebene

Sport / 22.08.2019 • 22:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Laurin Böhler nimmt in der imaginären Olympiaqualifiktion aktuell den 28. Rang in der 100-kg-Klasse ein und wäre damit bei den Sommerspielen 2020 in Tokio dabei. IJF
Laurin Böhler nimmt in der imaginären Olympiaqualifiktion aktuell den 28. Rang in der 100-kg-Klasse ein und wäre damit bei den Sommerspielen 2020 in Tokio dabei. IJF

Judoka Laurin Böhler will bei Weltmeisterschaft in Tokio Empfehlung abgeben.

Tokio Von Sonntag bis zum 1. September wird in Tokio im Rahmen der Olympiatestwettkämpfe die Weltmeisterschaft der Judokas ausgetragen. Insgesamt sind 860 Kämpfer aus 140 Nationen gemeldet, Österreich ist mit fünf Frauen und acht Herren vertreten. Mit dabei in der japanischer Hauptstadt im ÖJV-Aufgebot auch Vorarlbergs Paradejudoka Laurin Böhler. Für den 24-jährigen Schwarzacher ist es zugleich der erste Wettkampf nach seinem Innenbandriss im linken Knie, zugezogen beim Grand-Slam-Turnier Mitte Mai in Baku. Obwohl Böhler erst seit zwei Wochen wieder im Wettkampftraining steht, traut Nationaltrainer Patrick Rusch aus Bregenz seinem Schützling einiges zu. „Laurin ist ein Wettkampftyp, der in der Vergangenheit nicht nur einmal bewiesen hat, dass er solche Begleitumstände ausblenden kann. In erster Linie geht es für ihn bei der Olympia-Generalprobe darum, wieder Wettkampferfahrung auf höchster Ebene zu sammeln und Selbstvertrauen für die Qualifikationsphase zu tanken“, erklärt Rusch.

Kein Druck

Dass Böhler sich realistische Chancen ausrechnen kann, in knapp einem Jahr sein Olympiadebüt an selber Stelle zu feiern, bestätigt der Blick auf die Zwischenwertung in der Tokio-Qualifikation. Mit 825 Punkten nimmt Böhler im Race to Tokio der 100-kg-Klasse den 28. Rang ein. Da bei Olympia lediglich ein Athlet pro Nation startberechtigt ist, würde Böhler auf Platz 20 vorrücken und wäre damit aktuell bei den Sommerspielen 2020 dabei. „Dieser imaginäre Olympia-Quotenplatz ist auch der Grund, wieso wir Laurin so schnell nach seiner Verletzungspause wieder ins Feuer schicken. Er hat nichts zu verlieren, kann ohne Druck kämpfen und könnte mit einem Topresultat seine Position festigen“, betont Rusch.

Böhler wird bei seiner dritten Männer-WM am 30. August in der 100-kg-Klasse und im Teambewerb kämpfen. VN-JD