Erste Saisonpleite der Hütter-Elf

Sport / 22.08.2019 • 21:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Frankfurts Filip Kostic (r.) mühte sich, konnte sich aber nie entscheidend gegen Straßburgs Verteidiger durchsetzen.Afp
Frankfurts Filip Kostic (r.) mühte sich, konnte sich aber nie entscheidend gegen Straßburgs Verteidiger durchsetzen.Afp

Eintracht Frankfurt verliert Hinspiel im Europa-League-Play-Off bei Racing Straßburg mit 0:1.

Straßburg Die Europa-Party von Eintracht Frankfurt droht in dieser Saison auszufallen. Noch ohne Torjäger Bas Dost, der bei Sporting Lissabon weiter in der Warteschleife hängt, verlor der hessische Bundesligist das Play-off-Hinspiel bei Racing Straßburg mit 0:1 (0:1) und muss ernsthaft um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League bangen.

Lucien Zohi (33.) traf zum verdienten Sieg für den französischen Ligapokal-Gewinner. Nach der ersten Niederlage im siebten Saison-Pflichtspiel muss der Vorjahres-Halbfinalist aus Frankfurt im Rückspiel am kommenden Donnerstag vor heimischer Kulisse deutlich zulegen, um das selbst gesteckte Ziel noch zu erreichen.

Handlungsschnelle Franzosen

Schon zu Beginn hatte die Mannschaft von Trainer Adi Hütter deutlich mehr Mühe als gegen die europäischen Leichtgewichte Flora Tallinn und FC Vaduz in den vorausgegangenen Quali-Runden. Racing spielte vor rund 22.000 Zuschauern, darunter auch der designierte DFB-Präsident Fritz Keller, mutig nach vorne. „Wir fliegen nach Europa“, hatten die Straßburg-Fans auf ein Plakat geschrieben. Dimitri Liénard vergab die erste große Chance der Gastgeber (12.). Hütter hatte seine Startelf gegen den Tabellen-13. der französischen Ligue 1 im Vergleich zum Ligaauftakt (1:0 gegen Hoffenheim) auf einer Position verändert. Lucas Torro spielte für Dominik Kohr im defensiven Mittelfeld. Im Sturm durfte Ante Rebic nur eine Halbzeit lang auflaufen, für den unauffälligen kroatischen Vize-Weltmeister kam nach der Pause Goncalo Paciencia.Gefordert war der Bundesligist in den ersten 45 Minuten vor allem in der Defensive. Vorne leistete sich das Hütter-Team ungewohnt viele Fehler, das Spiel der Eintracht wirkte überhastet.

Erst nach Seitenwechsel agierte Frankfurt mit mehr Schwung. Filip Kostic hatte in der 29. Minute die erste gute Gelegenheit, den Freistoß des Serben konnte Straßburgs Torwart Mats Sels aber ohne große Mühe parieren. Die Franzosen präsentierten sich zunächst deutlich abgeklärter. Zohi traf nach einer schwach verteidigten Ecke aus dem Getümmel heraus. „Wir sind zu ungenau und lassen uns herauslocken. Wir müssen kompakter spielen“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner in der Pause. Hütter brachte neben Paciencia auch Sebastian Rode für Mijat Gacinovic.

Klares Handspiel

Kurz nach dem Wiederanpfiff vergab Daichi Kamada zweimal die Chance zum Ausgleich (46. und 50.). Beim zweiten Schuss des Japaners berührte Racing-Verteidiger Alexander Djiku den Ball leicht mit der Hand. In der Folge setzte Frankfurt den Gegner stärker unter Druck, in der Abwehr blieb die Eintracht aber anfällig. Neuigkeiten zum Transfer-Gerangel um Dost gab es zunächst keine. „Wir hoffen natürlich, dass es über die Bühne geht“, hatte Hütter vor dem Spiel gesagt.

„Die erste Hälfte waren wir nicht bereit. Zweite Hälfte haben wir ein anderes Gesicht gezeigt.“

Fußball

UEFA Europa League

Qualifikation, Play off (Hinspiele)

FK Astana – FK Bate Borisow 3:0 (2:0)

FC Ararat-Armenia – F91 Düdelingen 2:1 (1:0)

Malmö – Bnei Yehuda 3:0 (2:0)

Suduva Marijampole (Gotal, Topcagic) – Ferencvaros Budapest 0:0

Ludogorets Rasgrad – NK Maribor 0:0

Feyenoord Rotterdam – Hapoel Beer Sheva 3:0 (1:0)

FC Kopenhagen – Riga FC 3:1 (1:1)

AEK Athen – SK Trabzonspor 1:3 (1:2)

Legia Warschau – Glasgow Rangers 0:0

AZ Alkmaar – Royal Antwerpen 1:1 (0:1)

PSV Eindhoven – Apollon Limassol 3:0 (0:0)

KAA Gent – HNK Rijeka (Gorgon) 2:1 (0:1)

Steaua Bukarest – Vitoria Guimaraes 0:0

Racing Straßburg – Eintracht Frankfurt (Hütter, Hinteregger) 1:0 (1:0)

Linfield FC – Karabach Agdam 3:2 (2:1)

Sporting Braga – Spartak Moskau 1:0 (0:0)

Celtic Glasgow – AIK Solna 2:0 (0:0)

Espanyol Barcelona – FK Sorja Luhansk 3:1 (0:1)

FK Partizan – FK Molde 2:1 (1:1)

SK Slovan Bratislava – PAOK Saloniki 1:0 (0:0)

FC Torino – Wolverhampton Wanderers 2:3 (0:1)