Medwedew gilt als heißes Eisen bei den US-Open

Sport / 22.08.2019 • 17:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Russe Daniil Medwedew will seine gute Form vom Turniersieg in Cincinnati bei den US-Open in New York bestätigen.ap
Der Russe Daniil Medwedew will seine gute Form vom Turniersieg in Cincinnati bei den US-Open in New York bestätigen.ap

Der Sieg beim ATP-Masters in Cincinnati beflügelt den Russen.

new york Mit drei Finalteilnahmen in Folge und dem ersten Masters-Triumph gilt Daniil Medwedew bei den am Montag beginnenden US-Open als heißester Spieler auf der ATP-Tour. Für den Erfolg musste der 23-Jährige aber erst den Verzicht lernen. Ende 2017 machte Daniil Medwedew endlich ernst. Mit sich und dem Tennis. Keine Kompromisse mehr, keine Gummibärchen, keinen leckeren Nachtisch. „Ich habe das geliebt“, gestand der Russe. Jeden Tag hatte er in die Tüte gegriffen, sogar noch Stunden vor einem Match. Doch damit war nun Schluss. Die süße Belohnung gab es fortan nur noch nach einem Turnier.

Drei Finals in zwei Wochen

Eine besonders großes Dessert hatte sich Medwedew nach den tollen Tagen von Cincinnati verdient. Mit dem 7:6, 6:4-Finalsieg gegen den Belgier David Goffin feierte der 23-Jährige seinen ersten Triumph bei einem ATP-Masters. Es war sein drittes Endspiel binnen zwei Wochen. In Washington hatte er gegen den Australier Nick Kyrgios und in Montreal gegen den 18-maligen Grand-Slam-Champion Rafael Nadal verloren.

Medwedews Erfolge sind das Ergebnis einer Professionalisierung auf allen Ebenen. Auch auf dem Platz setzte vor eineinhalb Jahren der Reifeprozess ein. Als damalige Nummer 65 der Welt trainierte er nun härter und vergrößerte sein Team durch einen Mentaltrainer und einen Physiotherapeuten. Das zahlte sich aus. Nun ist Daniil Medwedew die Nummer fünf im Ranking, ein Karrierehoch.

Künstler auf dem Platz

Sein Meisterstück hatte Medwedew im Halbfinale von Cincinnati abgeliefert. Dort rang er den Weltranglistenersten und Titelverteidiger Novak Djokovic nach Satzrückstand nieder und meinte anschließend verblüfft: „Ich weiß nicht, wie ich das gedreht habe.“ Auch sein Trainer weiß manchmal nicht, was sein Schützling auf dem Court so veranstaltet. Es sei so, als wenn er einen Künstler trainiere.

Grabher scheitert in Qualifikation

Nach Sebastian Ofner und Barbara Haas ist auch die 23-jährige Dornbirnerin Julia Grabher bereits in der ersten Runde der Qualifikation für die Tennis-US-Open ausgeschieden. Die Dornbirnerin, aktuell auf Position 252 in der Weltrangliste, musste sich in New York der Serbin Jovana Jaksic klar in zwei Sätzen mit 2:6 und 4:6 geschlagen geben. Für Grabher war es der erste Auftritt ihrer Karriere bei einem Grand-Slam-Tennisturnier. Die US-Open werden live auf DAZN und Eurosport übertragen. ORF Sport+ zeigt jeden Tag eine Partie live.

Julia Grabher musste sich in der ersten Qualirunde geschlagen geben. gepa
Julia Grabher musste sich in der ersten Qualirunde geschlagen geben. gepa