Routiniert, verlässlich, eben Schreiner

Sport / 23.08.2019 • 22:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Immer alles im Blick hat Trainer Alex Pastoor, auch bei mehreren Trainingsgruppen (oben). Rechts Emanuel Schreiner.Steurer/2
Immer alles im Blick hat Trainer Alex Pastoor, auch bei mehreren Trainingsgruppen (oben). Rechts Emanuel Schreiner.Steurer/2

Auch Trainer Alex Pastoor greift gerne auf den 30-jährigen Defensivmann zurück.

Altach Es gilt das Wolfsrudel zu zähmen, vor allem den torgefährlichen, Shon Weissmann zu entschärfen. In der Defensive achtsam zu sein, ist für den Cashpoint SCR Altach wohl der Schlüssel dafür, um sich am Ende auch für die fußballerischen Leistungen zu belohnen. Da kommt die Rückkehr von Jan Zwischenbrugger ebenso zur rechten Zeit wie die stets unaufgeregte Verlässlichkeit von Emanuel Schreiner.

2013 war der inzwischen 30-jährige Oberösterreicher von Bundesligist Ried nach Altach in die zweite Liga gewechselt. „Vielleicht hat es für so manchen wie ein Abstieg ausgeschaut, aber ich wollte einfach mehr spielen.“ Ein Unterfangen, das immer wieder ins Stocken kam. Egal ob der Trainer Damir Canadi, Werner Grabher, Klaus Schmidt, Martin Scherb oder Alex Pastoor hieß oder heißt, der Defensivmann musste immer Überzeugungsarbeit leisten. Im Training und auch in den Spielen war Schreiner gefordert – und er hat geliefert. Zuletzt sogar auf der Innenverteidigerposition, frühzeitig ohne Aufwärmen eingewechselt, nur mit starkem Willen ausgestattet. Inzwischen ist Schreiner Altachs Rekord-Bundesliga-Spieler (132), und heute soll das nächste Match hinzukommen. Gerade gegen die spielstarken Wolfsberger („Sie kreieren viele Chancen, haben ihr Stärke sicherlich in der Offensive“) sind seine Qualitäten gefragt.

Bis 2021 läuft der Vertrag, auch weil nicht nur er sich inzwischen in Vorarlberg heimisch fühlt. „Mein Sohn hat schon ein wenig den Dialekt angenommen“, schmunzelt er und ergänzt: „Außerdem will ich ja noch ins Trainingszentrum umziehen. Kaum einer kann sich vorstellen, wie es hier ausgeschaut hat, als ich gekommen bin.“

Das Selbstverständnis, das der Routinier inzwischen an den Tag legt, hat auch viel mit der Arbeit von Coach Alex Pastoor zu tun. Keine Frage, dem Niederländer haben die Defensivarbeit und die individuellen Fehler aus dem letzten Spiel weh getan, seine Kritik aber ist sachlich geblieben. Und Pastoor hat die Spieler motiviert, weiter an den neuen Spielstil und an den Matchplan zu glauben. In Wolfsberg heißt es nun „minimieren und gleichzeitig maximieren“, nämlich Fehler bzw. Effizienz. Letzteres würde genau in die Zielvorstellung von Schreiner passen, wenn er meint: „Mit Altach wieder etwas Besonderes schaffen.“

VN-cha

„Bei uns gibt es keine Gedanken an: Nur nicht wieder 0:1 in Rückstand geraten.“

Fußball, tipico Bundesliga 2019/20

5. Spieltag

Wolfsberger AC – Cashpoint SCR Altach Samstag

Lavanttal-Arena, 17 Uhr, SR Ebner (OÖ) SKY SPORT AUSTRIA (LIVE)

SK Rapid Wien – LASK Linz Samstag

Allianz Stadion, 17 Uhr, SR Ciochirca (ST) SKY sport Austria (live)

SV Mattersburg – SKN St. Pölten Samstag

Pappelstadion, 17 Uhr, SR Schörgenhofer (V) SKY sport Austria (live)

FC RB Salzburg – FC Admira Wacker Mödling Sonntag

Red Bull Arena, 17 Uhr, SR Lechner (W) SKY SPORT AUSTRIA (live)

SK Sturm Graz – WSG Tirol Sonntag

Merkur Arena, 17 Uhr, SR Weinberger (W) SKY sport Austria (live)

TSV Hartberg – FK Austria Wien Sonntag

Profertil Arena, 17 Uhr, SR Muckenhammer (OÖ) SKY SPORT AUSTRIA (live)

Tabelle

 1. FC RB Salzburg 4 4 0 0 17: 3 +14 12

 2. LASK Linz 4 3 1 0 7: 1 + 6 10

 3. TSV Hartberg 4 2 1 1 9: 6 + 3 7

 4. SK Rapid Wien 4 2 1 1 5: 5 +/- 0 7

 5. Wolfsberger AC 4 2 0 2 10: 6 + 4 6

 6. SK Sturm Graz 4 2 0 2 4: 2 + 2 6

 7. WSG Tirol 4 1 2 1 7: 6 + 1 5

 8. FK Austria Wien 4 1 1 2 7: 8 - 1 4

 9. Cashpoint SCR Altach 4 1 1 2 7: 9 - 2 4

10. SV Mattersburg 4 1 0 3 4:15 – 11 3

11. SKN St. Pölten 4 0 2 2 3:12 - 9 2

12. FC Admira W. Mödling 4 0 1 3 2: 9 - 7 1