Altachs Emanuel Schreiner: routiniert und verlässlich

Sport / 24.08.2019 • 07:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Auch Trainer Alex Pastoor greift gerne auf den 30-jährigen Defensivmann zurück.

Altach Es gilt das Wolfsrudel zu zähmen, vor allem den torgefährlichen Shon Weissmann zu entschärfen. In der Defensive achtsam zu sein, das ist für den Cashpoint SCR Altach wohl der Schlüssel dafür, um sich am Ende auch für die fußballerischen Leistungen zu belohnen. Da kommt die Rückkehr von Jan Zwischenbrugger ebenso zur rechten Zeit wie die stets unaufgeregte Verlässlichkeit von Emanuel Schreiner.
2013 war der inzwischen 30-jährige Oberösterreicher von Bundesligist Ried nach Altach in die zweite Liga gewechselt. „Vielleicht hat es für so manchen wie ein Abstieg ausgeschaut, aber ich wollte einfach mehr spielen.“ Ein Unterfangen, das immer wieder ins Stocken kam. Egal ob der Trainer Damir Canadi, Werner Grabher, Klaus Schmidt, Martin Scherb oder Alex Pastoor hieß oder heißt, der Defensivmann musste immer Überzeugungsarbeit leisten. Im Training und auch in den Spielen war Schreiner gefordert – und er hat geliefert. Zuletzt sogar auf der Innenverteidigerposition, frühzeitig ohne Aufwärmen eingewechselt, nur mit starkem Willen ausgestattet. Inzwischen ist Schreiner Altachs Rekord-Bundesliga-Spieler (132), und heute sollte das nächste Match hinzukommen. Gerade gegen die spielstarken Wolfsberger („Sie kreieren viele Chancen, haben ihr Stärke sicherlich in der Offensive“) sind seine Qualitäten gefragt.

„Bei uns gibt es keine Gedanken an: Nur nicht wieder 0:1 in Rückstand geraten.“

Emanuel Schreiner, Spieler Cashpoint SCR Altach


Bis 2021 läuft der Vertrag, auch weil nicht er allein sich inzwischen in Vorarlberg heimisch fühlt. „Mein Sohn hat schon ein wenig den Dialekt angenommen“, schmunzelt er und ergänzt: „Außerdem will ich ja noch ins Trainingszentrum umziehen. Kaum einer kann sich vorstellen, wie es hier ausgeschaut hat, als ich hergekommen bin.“

Das Gespräch mit Altachs Emanuel Schreiner, inklusive launigem Abspann


Das Selbstverständnis, das der Routinier inzwischen an den Tag legt, hat auch viel mit der Arbeit von Coach Alex Pastoor zu tun. Keine Frage, dem Niederländer haben die Defensivarbeit und die individuellen Fehler aus dem letzten Spiel weh getan, seine Kritik aber ist sachlich geblieben. Und Pastoor hat die Spieler motiviert, weiter an den neuen Spielstil und an den Matchplan zu glauben. In Wolfsberg heißt es nun „minimieren und gleichzeitig maximieren“, nämlich Fehler bzw. Effizienz. Letzteres würde genau in die Zielvorstellung von Schreiner passen, wenn er meint: „Mit Altach wieder etwas Besonderes schaffen.“