Favoritensiege mit Streckenrekord

Sport / 25.08.2019 • 21:13 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Knapp 600 Athleten aus 25 Nationen nahmen an der achten Auflage des Trans-Vorarlberg-Triathlons teil. Am Ende kamen 430 Aktive ins Endklassement. Mit der Schweizerin Daniela Ryf und dem Tiroler Thomas Steger gingen die Gesamtsiege an die beiden Favoriten. Schnellste Vorarlberger und jeweils Vizestaatsmeister waren Martin Bader (Gesamt-4.) und Bianca Steurer (Gesamt-10.).VN/Sams
Knapp 600 Athleten aus 25 Nationen nahmen an der achten Auflage des Trans-Vorarlberg-Triathlons teil. Am Ende kamen 430 Aktive ins Endklassement. Mit der Schweizerin Daniela Ryf und dem Tiroler Thomas Steger gingen die Gesamtsiege an die beiden Favoriten. Schnellste Vorarlberger und jeweils Vizestaatsmeister waren Martin Bader (Gesamt-4.) und Bianca Steurer (Gesamt-10.).VN/Sams

Daniela Ryf mit Premierenerfolg und Thomas Steger feiert vierten Triumph beim Trans-Vorarlberg-Triathlon.

Bregenz, Lech Die achte Auflage des Trans-Vorarlberg-Triathlons geht in die Geschichtsbücher ein. Mit 430 Athleten in den Einzel- und knapp 80 in den Staffelbewerben haben noch nie so viele Triathleten den Höllenritt quer durch Vorarlberg von Bregenz nach Lech erfolgreich beendet. Unerreicht bislang auch die Zeiten der beiden 2019-Triumphatoren: Sowohl Daniela Ryf aus der Schweiz als auch der Tiroler Thomas Steger setzen mit ihren Siegerzeiten neue Bestmarken. Die 32-jährige Ryf, als vierfache Siegerin des Ironman Hawaii und vierfache 70.3-Weltmeisterin aktuell erfolgreichste Triathletin der Welt, wurde von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht. Ryf, in Feldbrunnen (Kanton Solothurn) beheimatet, benötigte für die lange Schwimmstrecke im Bodensee, die anspruchsvollen 93 km Radfahren mit rund 2000 Höhenmetern durch den Bregenzerwald über den 1675 Meter hoch gelegenen Hochtannbergpass nach Lech sowie den 12 km langen Crosslauf 4:01:47,6 Stunden. „Es war ein wunderbares und perfekt organisiertes Rennen. Durch die Strapazen der letzten Wochen und in Blickrichtung kommende Aufgaben war es auch für mich kein einfacher Wettkampf. In Summe hat es aber mega viel Spaß gemacht, mit meinem Team hier zu starten. Eine tolle Strecke in einer wunderbaren Region und vor allem eine gute Vorbereitung auf die 70.3-WM Anfang September in Nizza und und die Ironman-WM auf Hawaii.“

Mit der neuen Trans-Vorarlberg-Bestmarke überquerte Ryf als Gesamt-15. unmittelbar hinter 2014-Gesamtsieger Christian Kramer aus Leipzig, die Ziellinie. Knapp 17 Minuten dahinter sicherte sich Annah Watkinson aus Südafrika Rang zwei. Die Top-3-Plätze komplettiert mit Nina Derron abermals eine Athletin aus der Schweiz.

Schnellste Österreicherin und damit neue Staatsmeisterin wurde als Gesamt-5. die 40-jährige Oberösterreicherin Sylvia Gehnböck.

Nicht nach Wunsch verlief der Wettkampf für die Schwarzenbergerin Bianca Steurer. Die Trans-Vorarlberg-Siegerin der Jahre 2015 und 2018 musste sich am Ende mit dem zehnten Rang in der Gesamtwertung begnügen und wurde hinter Gehnböck Vizestaatsmeisterin. „Ich bin einfach nie wirklich in Schwung gekommen. Bereits beim Schwimmen habe ich 3:30 Minuten verloren. Auf der Radstrecke konnte ich auch nicht mein volles Potenzial ausschöpfen, und beim Laufen, als ich gemerkt habe, dass ich Sylvia nicht mehr holen kann, habe ich nur noch das Nötige getan, um die Platzierung zu halten“, betonte die 32-jährige Wälderin.

Eine ebenso klare Angelegenheit war der Sieg bei den Herren. Der Jenbacher Thomas Steger konnte sich nach 2015, 2016 und 2017 bereits zum vierten Mal beim 2012 wiedereingeführten Triathlon vom Bodensee zum Arlberg in die Bestenliste eintragen. Der 27-Jährige stieg als Dritter nach dem Schwimmen auf das Rad und startete eine erfolgreiche Aufholjagd auf den Führenden nach dem Schwimmen, den Dornbirner Martin Bader. Auf dem Weg durch den Bregenzerwald nach Lech schüttelte Steger seinen Begleiter ab und lief nach 3:41:59,8 Stunden mit 5:20 Minuten Vorsprung auf Matt Trautmann aus Südafrika, gefolgt vom Schweizer Ruedi Wild, über die Ziellinie: „Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich konnte mir das Rennen gut einteilen, am Berg mein Tempo durchziehen und das Rennen kontrollieren“, so der nunmehrige zweifache Staatsmeister auf der Mitteldistanz.

Exakt 1:04 Minuten hinter dem Schweizer Wild beendete Lokalmatador Martin Bader als Vierter den Wettkampf und durfte sich zudem über den Vizestaatsmeistertitel freuen. Als Gesamt-8. komplettiert der Feldkircher Christoph Schatzmann mit seiner ersten Top-Ten-Platzierung beim Heimrennen das Siegerpodest in der Staatsmeisterwertung.

19 Medaillen in ÖM-Wertung

In der Mannschaftswertung durfte sich Vorarlberg über einen Dreifacherfolg in der Staatsmeisterwertung freuen. Gold ging an das Trio Martin Bader, Christoph Schatzmann und Bianca Steurer (Tri Dornbirn), dahinter folgten ihre Klubkollegen Maximilian Hammerle, Manuel Schreiber und Sabine Buxhofer, und Bronze ging an Michael Schranz, Stefanie Frei und Thomas Meyer (Tri Team Bludenz). In den ÖM-Einzelwertungen der verschiedenen Altersklassen gab es für Vorarlberg fünf erste, sieben zweite und vier dritte Plätze. Die fünf Goldenen gingen an Bianca Steurer (W 30), Sieglinde Köb (W 45), Daniel Schneider (M 30), Gerhard Müller (M 55) und Eugen Nesensohn (M 65).

In der Landesmeisterwertung markierten Bianca Steurer und Martin Bader die Tagesbestmarken und triumphierten zudem in der Mannschaft.

„Es war ein perfekt organisiertes Rennen und es hat mega Spaß gemacht, hier zu starten.“

Thomas Steger (l.) feierte seinen vierten Triumph und Daniela Ryf ihren ersten Gesamtsieg beim Trans Vorarlberg.
Thomas Steger (l.) feierte seinen vierten Triumph und Daniela Ryf ihren ersten Gesamtsieg beim Trans Vorarlberg.
Jubel bei Sylvia Gehnböck nach dem Gewinn des ersten Staatsmeistertitels.
Jubel bei Sylvia Gehnböck nach dem Gewinn des ersten Staatsmeistertitels.
2018-Gesamtsiegerin Bianca Steurer musste sich diesmal mit Platz zehn begnügen. Die 31-jährige Schwarzenbergerin wurde zudem Vizestaatsmeisterin sowie Landesmeisterin in der W-30-Klasse und der Mannschaft.
2018-Gesamtsiegerin Bianca Steurer musste sich diesmal mit Platz zehn begnügen. Die 31-jährige Schwarzenbergerin wurde zudem Vizestaatsmeisterin sowie Landesmeisterin in der W-30-Klasse und der Mannschaft.
Martin Bader (l.) holte als Gesamt-4. Silber in der Staatsmeisterwertung. Christoph Schatzmann (Gesamt-8.) sicherte sich Bronze in der ÖTRV-Wertung, und Maximilian Hammerle (r.) verpasste als Elfter nur knapp einen Top-Ten-Rang.
Martin Bader (l.) holte als Gesamt-4. Silber in der Staatsmeisterwertung. Christoph Schatzmann (Gesamt-8.) sicherte sich Bronze in der ÖTRV-Wertung, und Maximilian Hammerle (r.) verpasste als Elfter nur knapp einen Top-Ten-Rang.
Dominik Amann (Bild) war zusammen mit Schwimmer Jonas Germann und Läufer Michael Ziegler schnellstes Dreierteam.
Dominik Amann (Bild) war zusammen mit Schwimmer Jonas Germann und Läufer Michael Ziegler schnellstes Dreierteam.

Triathlon Achter Trans Vorarlberg 2019 von Bregenz nach Lech

Die Distanzen: 1,2 km Schwimmen, 93 km Radfahren, 12 km Laufen

Top-Ten der Gesamtwertung

Damen:  1. Daniela Ryf (SUI) 4:01:47,6 Std.

  2. Annah Watkinson (RSA) 4:18:39,3

  3. Nina Derron (SUI) 4:19:25,7

  4. Chantal Cummings (GBR) 4:21:15,2

  5. Julie Derron (SUI) 4:22:47,6

  6. Sylvia Gehnböck (AUT) 4:25:19,2

  7. Federica De Nicola (ITA) 4:25:42,0

  8. Julia Gajer (GER) 4:26:17,2

  9. Joanna Soltysiak (POL) 4:26:48,1

 10. Bianca Steurer (TV, Tri Dornbirn) 4:27:05,6

Herren:  1. Thomas Steger (AUT) 3:41:59,8

  2. Matt Trautmann (RSA) 3:47:19,8

  3. Ruedi Wild (SUI) 3:48:24,1

  4. Martin Bader (Tri Dornbirn) 3:50:28,6

  5. Krzysztof Hadas (POL) 3:50:56,1

  6. Baptiste Neveau (FRA) 3:53:28,9

  7. Markus Hörmann (GER) 3:55:48,3

  8. Christoph Schatzmann (Tri Dornbirn) 3:56:11,3

  9. Andreas Silberbauer (AUT) 3:56:28,0

 10. Sebastian Neef (TV, GER) 3:57:01,6

Insgesamt kamen 118 Damen und 310 Herren ins Endklassement

Top-3 Dreierstaffeln

Damen  

1. Sonja Waldhuber, Anna Stöckler, Simone Grafschafter  4:52:08,3

2. Sarah Kirchheim, Alice Wagner, Nadine Hörburger 4:59:45,9

3. Nicole Harangozo, Barbara Blum, Barbara Maier  5:11:08,1

Herren  

1. Jonas Germann, Dominik Amann, Michael Ziegler  3:59:28,3

2. Christof Briegel, Kilian Obermeyer, Lennart Obermeyer  3:59:49,0

3. Hubert Forster, Gebhard Riedmann, Elias Nussbaumer  4:43:22,9

Mixed  

1. Ida Schluge, Sebastian Neyer, Marius Rehm  4:09:18,9

2. Theresa Hefel, Silvio Bösch, Michael Raffl 4:13:56,1

3. Navin Kaul, Jan Schmidt, Raphaela Seifert 4:15:18,3

Top-3 Fünferstaffeln

1. Chiara Apollonio, Mario Wabnigg, Christoph Kleoboth,

Andras Gaßner, Daniel Rauch 4:42:27,2

2. Anton Van Dyk, Armin Steger, Reinhard Pfefferkorn,

Hansjörg Schneider, Alexander Bilgeri 4:53:54,7

3. Nadine Langenegger, Lea Mettler, Burkhard Bär,

Nina Herren, Linda Fritsche 4:54:05,6