Klopps Liverpool kommt nach Salzburg

Sport / 29.08.2019 • 22:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

RB Salzburg trifft in der Champions League auf Titelverteidiger Liverpool, Neapel und Genk.

Monaco Auf Österreichs Serienmeister RB Salzburg wartet bei der Premiere in der Champions League ein absoluter Leckerbissen. Die „Bullen“ bekamen bei der Auslosung im Grimaldi Forum in Monaco den englischen Titelverteidiger Liverpool zugelost. Zudem kommt es in der Gruppe E zu einem Wiedersehen mit Italiens Vizemeister SSC Napoli. Dritter Gegner ist Belgiens Champion KRC Genk. „Es ist eine geile Gruppe mit guten Gegnern“, sagte Salzburg-Trainer Jesse Marsch. Der Jubel war vor allem angesichts des anstehenden Aufeinandertreffens mit Liverpool riesengroß. „Mit Liverpool haben wir das große Los gezogen“, betonte Geschäftsführer Stephan Reiter. Die Spieler sahen das genauso. „Wir sind zufrieden mit der Gruppe, jeder Spieler hat ein Grinsen im Gesicht“, berichtete Kapitän Andreas Ulmer. Das Duell an der Anfield Road kann er wie viele andere Akteure kaum erwarten. „Ich würde schon sagen, dass das ein Highlight ist“, sagte der Linksverteidiger. Dabei kommt es zum Aufeinandertreffen mit ehemaligen Weggefährten. Sadio Mane ist bei Liverpool mittlerweile zum Weltklasse-Spieler gereift, mit Naby Keita ist bei den „Reds“ ein weiterer Ex-Salzburger im Einsatz. In der Königsklasse triumphierte die Mannschaft des deutschen Kult-Trainers Jürgen Klopp mit einem 2:0-Finalsieg gegen den Liga-Konkurrenten Tottenham.

Gegen Napoli bekommen die Salzburger die Chance zur Revanche. Im Achtelfinale der Europa League war im März 2019 nach einem Auswärts-0:3 trotz eines Heim-3:1 das Aus gekommen. „Man hat ja gesehen, wie wir daheim aufgetreten sind, wie wir da Fußball gespielt haben. Ich denke, dass wir das jetzt wiederholen können und ich bin auch überzeugt, dass wir auch bei Napoli eine gute Leistung abrufen werden können“, blickte Ulmer dem Duell mit Napoli positiv entgegen. Gecoacht werden die Italiener nach wie vor von Carlo Ancelotti. Der 60-Jährige ist wie Klopp eine absolute Trainer-Größe. „Das sind Top-Top-Trainer, vielleicht zwei von den besten Trainern in Europa in den letzten zehn oder 20 Jahren“, sagte Marsch.

Alle Heimpartien ausverkauft

Genk ist für Salzburg zwar Neuland, für österreichische Teams aber nicht. Rapid bekam es etwa 2013 und 2016 in der Europa League mit den Belgiern zu tun. Laut Reiter sei der belgische Meister „vielleicht auf Augenhöhe“ mit Club Brügge zu stellen. Brügge schaltete zuletzt im Champions League Play-off den LASK aus.

Die Salzburger peilen zumindest den Umstieg in die Europa League an, den der Dritte schafft. „Auf uns wartet eine große Herausforderung. Wir haben aber eine gute Mannschaft mit viel Potenzial. Wir haben gegen jeden Gegner unsere Möglichkeiten, wenn wir eine Topleistung bringen, aber es wird natürlich schwer“, verlautete der Salzburg-Coach. Alle drei Heimpartien in der Red Bull Arena sind schon jetzt mit fast 30.000 Zuschauern ausverkauft.

„Wir sind zufrieden mit der Gruppe. Jeder Spieler hatte ein breites Grinsen im Gesicht“