WAC und LASK in Hammergruppen

Sport / 30.08.2019 • 22:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Schwere Aufgaben für österreichs Vertreter in der Europa League.

wolfsberg/linz Der WAC bekommt es bei seiner Europa-League-Premiere nur mit Topgegnern zu tun: Die „Wölfe“ treffen in der Gruppe J auf AS Roma, Borussia Mönchengladbach und den türkischen Vizemeister Istanbul Basaksehir. „Das wird eine Riesenchallenge für uns. Die Gruppe ist an Attraktivität nicht zu überbieten“, betonte Trainer Gerhard Struber nach der Auslosung. „Ich freue mich irrsinnig für die Mannschaft. Die Jungs haben sich das mit unglaublichem Engagement erarbeitet. Roma ist ein sehr, sehr cooler italienischer Topverein. Und natürlich freue ich mich auf das Wiedersehen mit meinem ehemaligen Red-Bull-Salzburg-Kollegen“, erinnerte der 42-jährige Salzburger an die gemeinsame Zeit mit Marco Rose bei den „Bullen“.

Heimspiele in Graz

Und auch gegen Basaksehir ist Österreichs Bundesliga-Dritter der Vorsaison klarer Außenseiter. Trotzdem möchte der WAC für die eine oder andere Überraschung sorgen. „Wir wollen gegen diese starken Gegner Topmomente liefern. Unser erklärtes Ziel ist es zu punkten“, bekräftigte Struber. „Wir freuen uns auf diese Gegner, die wir in jedem Spiel vor Probleme stellen wollen. Natürlich sind das alles ganz große Mannschaften, die auf uns zukommen, aber wir werden bis in die Haarspitzen motiviert sein, auch wenn das bei mir schwer ist“, meinte der glatzköpfige WAC-Coach mit einem Augenzwinkern.

Gladbach-Kapitän Lars Stindl bezeichnete Roma als „super Los“. „Vom Wolfsberger AC habe ich weniger gesehen. In unserem Trainer haben wir aber jemanden, der die Mannschaft bestens kennt. Er wird uns bestens auf das Spiel vorbereiten“, blickte der deutsche Internationale auch bereits den Duellen mit dem WAC entgegen.

Die Heimspiele müssen die Lavanttaler bekanntlich in Graz bestreiten, da im 30.000 Zuschauer fassenden Wörthersee-Stadion in Klagenfurt derzeit das Projekt „For Forest“ Europa-League-Matches unmöglich macht. Bis 27. Oktober steht dort ein Mischwald aus 299 Bäumen auf dem Spielfeld. „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass der WAC im Wörtherseestadion spielen kann. Niemand haben zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung geahnt, dass der WAC diesen historischen Erfolg schafft“, betonte Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser.

LASK klarer Außenseiter

Der LASK hat bei der Premiere in der Fußball-Europa-League eine Herkulesaufgabe vor sich. Die Linzer erhielten am Freitag bei der Auslosung in Monaco in der Gruppe D den portugiesischen Cupsieger Sporting Lissabon, den niederländischen Vizemeister PSV Eindhoven und den norwegischen Meister Rosenborg Trondheim als Gegner. Die Oberösterreicher haben im Play-off gegen FC Brügge den Sprung in die Champions League verpasst, wurden aber in der Europa League in eine Gruppe gelost, die fast Königsklassen-Format hat.

„Das ist eine schöne Gruppe mit namhaften Klubs mit Champions-League-Erfahrung. Ich erwarte hochwertige Spiele mit viel Intensität und hoffentlich viel Spannung. Wir sind in dieser Gruppe klarer Außenseiter“, stellte LASK-Trainer Valerien Ismael klar. Die Rollen sind für ihn klar verteilt. „Wenn alles normal läuft, sind Sporting und Eindhoven die zwei Aufstiegsfavoriten“, sagte Ismael. Trotzdem gehen die Oberösterreicher mit viel Selbstvertrauen in die Partien. „Es kann immer Überraschungen geben“, so der LASK-Trainer.

„Wir werden bis in die Haarspitzen motiviert sein, auch wenn das bei mir schwer ist.“