Altach will zeigen, was es kann

Sport / 31.08.2019 • 12:36 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Altacher streben gegen Sturm Graz drei Punkte an. GEPA
Die Altacher streben gegen Sturm Graz drei Punkte an. GEPA

Gegen Sturm Graz will SCR Altach gut spielen, vor allem aber wieder Punkte einfahren.

Altach Am Sonntag (17 Uhr) treffen die Kicker aus dem Rheindorf auf Sturm Graz. Das noch dürftige Punktekonto soll aufgebessert werden. Ein Lieblingsgegner sind die Steirer wahrlich nicht: Der letzte volle Erfolg gegen sie datiert vom 13. Dezember 2014, in der damaligen Sensationssaison schlug man Sturm mit 2:0, seitdem ist man bereits 15 Spiele ohne Sieg.

Die leidige Abwehrthematik

An einem Thema kam Coach Alex Pastoor auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie nicht vorbei: den zuletzt gezeigten Schwächen in der Defensive. Besonders ärgert ihn dabei das Zweikampfverhalten, welches zuletzt kaum vorhanden war. „Wer keine Zweikämpfe bestreitet, kann auch keine gewinnen. Man kann diesen gegen einen Gegner verlieren, weil er besser oder klüger ist, aber dann bin ich wenigstens ins Duell gegangen“, meint Pastoor kritisch. Der Niederländer lässt auch anmerken, dass es wahrscheinlich sei, dass er seine Startelf umstelle – im Hinblick auf die desolate Abwehrleistung der vergangenen Woche keine Überraschung. Alex Pastoor nimmt jedoch nicht nur seine Defensive in die Pflicht, das Verteidigen fange bereits mit dem Pressing der Stürmer an, die Partie gegen den WAC sei – was das Abwehrverhalten betrifft – kollektiv schlecht gewesen. Kapitän und Abwehrchef Philipp Netzer kann seiner Mannschaft gegen Sturm Graz aufgrund der andauernden Adduktorenprobleme aber noch nicht helfen, Youngster Zottele fällt nach einer Gehirnerschütterung im Training aus. Philipp Schmiedl hingegen befindet sich wieder im Training und könnte eventuell ein Thema sein.

„Die Qualität ist vorhanden. Wir müssen unser Können jetzt auch abrufen.“

Alex Pastoor, Trainer SCR Altach
Alex Pastoor will Zählbares sehen.GEPA
Alex Pastoor will Zählbares sehen.GEPA

Zählbares mitnehmen

Eines ist den Altachern bewusst: Punkte müssen her. „Wir wollen uns und allen anderen beweisen, dass wir eine Truppe haben, die gut spielen, aber auch punkten kann“, kündigt Pastoor an. Der Altacher Trainer erwähnt dabei immer wieder, dass die Qualität der Mannschaft vorhanden sei. „Das Abrufen dieses Könnens ist das Wichtigste. Wenn dies gelingt, sind wir eine Mannschaft, die nur schwer zu schlagen ist.“

Mergim Berisha soll sein Team wieder in die Erfolgsspur zurückschießen.GEPA
Mergim Berisha soll sein Team wieder in die Erfolgsspur zurückschießen.GEPA

Mit Geduld zum Erfolg

So schlecht die Abwehrleistungen zuletzt waren, offensiv läuft es ganz gut. Pastoor sieht dennoch Luft nach oben: Zwar sei der Spielaufbau super, auf den letzten 25 Metern müsse man sich jedoch steigern, um mehr Chancen zu kreieren. „Manchmal spielen wir es zu kompliziert oder treffen die falschen Entscheidungen, wir arbeiten aber daran“, pflichtet ihm auch Angreifer Mërgim Berisha (21) bei. Man müsse Geduld zeigen und das eigene Spiel durchziehen, dann komme man zu seinen Möglichkeiten.
Besorgt wirkt Pastoor nicht, bei der Entwicklung einer Mannschaft gebe es immer wieder mal Rückschläge. Gegen die Mannschaft von Trainer Nestor El Maestro könnte die Kurve wieder nach oben gehen.

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Cashpoint SCR Altach – SK Sturm Graz Sonntag

Cashpoint Arena, 17 Uhr, SR Hameter (NÖ)