Differenzen mit Sportdirektor führten zur Trennung

Sport / 04.09.2019 • 20:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach 61 Spielen als Cheftrainer von Austria Lustenau ist für Gernot Plassnegger nun Schluss. Differenzen mit dem Sportdirektor waren ausschlaggebend.Gepa
Nach 61 Spielen als Cheftrainer von Austria Lustenau ist für Gernot Plassnegger nun Schluss. Differenzen mit dem Sportdirektor waren ausschlaggebend.Gepa

Austria Lustenau und Trainer Gernot Plassnegger gehen getrennte Wege.

Lustenau „Nach intensiven Gesprächen am Dienstagabend einigten sich Austria Lustenau und Cheftrainer Gernot Plassnegger auf eine einvernehmliche Lösung. Zu dem gestrigen Treffen kam es, nachdem Gernot Plassnegger dem Vorstand nach dem Spiel gegen den FAC am vergangenen Sonntag mitgeteilt hatte, dass er seinen Posten aufgrund der aktuellen Situation zur Verfügung stellt.“ So lautete die erste Pressemitteilung der Lustenauer. Aber nur kurze Zeit später lieferte die Presseabteilung der Austria eine korrigierte Form der Mitteilung nach, in der dargestellt wird, „dass Gernot Plassnegger unter gegebenen Umständen nicht mehr bei der Austria weiterarbeiten möchte“.

Differenzen mit Sportdirektor

Die Vorarlberger Nachrichten haben beim 41-jährigen Steirer nachgefragt und erfahren, „dass der Grund für die Trennung Differenzen im sportlichen Bereich mit Sportdirektor Christian Werner sind. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, so Plassnegger kurz und nüchtern. Sportvorstand Valentin Drexel zur Trennung: „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Gernot hat bei der Austria viel erreicht und gute Arbeit geleistet.“ Plassnegger hatte die Austria im September 2017 auf dem 9. Tabellenplatz übernommen und sie dann in der vergangenen Saison 2018/19 auf den dritten Tabellenplatz geführt. „Gernot hat immer auf das Wohl des Vereins geachtet und sehr viele positive Entwicklungen bei der Austria mitgetragen. In dieser schwierigen Situation hat er sich sehr respektvoll und konstruktiv verhalten, um gemeinsam eine einvernehmliche Lösung zu finden“, erklärt Bernd Bösch. Plassnegger verlässt die Austria nach 61 Spielen als Trainer mit einer Bilanz von 28 Siegen, 14 Unentschieden und 19 Niederlagen.

Plassnegger, der in vielen Gesprächen betonte, wie gerne er bei der Austria arbeitete und dessen Familie auch ins Ländle gezogen war, hat sich bereits von der Mannschaft verabschiedet und wird in den nächsten Tagen wieder nach Graz übersiedeln. Bis auf Weiteres wird Co-Trainer Tamas Tiefenbach das Training bei der Austria leiten. „Wir arbeiten bereits mit Nachdruck daran, schnellstmöglich unseren neuen Cheftrainer präsentieren zu können“, so Drexel und Bösch unisono.

Für den von Plassnegger angesprochenen Sportdirektor ist es nur normal, in schwierigen Situation auch mal den „Schwarzen Peter“ übergestülpt zu bekommen. Werner selbst bezeichnet sein Verhältnis zum Ex-Trainer aber als „extrem professionell“. Zudem meint der 38-Jährige: „Es gehört zu meinem Job, dass Dinge hinterfragt werden, wenn die Entwicklung und wie zuletzt auch die Ergebnisse nicht stimmen. Letztendlich aber sind immer mehrere verantwortlich: Sportdirektor, Trainer, Spieler.“ VN-MKR-cha

„Grund für die Trennung sind sportliche Differenzen mit dem Sportdirektor.“